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SVH-Handballfrauen stellen die Weichen für die nächste Saison

Der Höltinghauser Landesligakader bleibt komplett zusammen. Trainer David Tabeling und "Co" Kerstin Wichmann machen "sehr gerne weiter".

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Weiter im Höltinghauser Trikot: Pauline Grabowicz (am Ball) hat – wie alle anderen Spielerinnen des Kaders auch – beim SVH für das nächste Jahr zugesagt. Foto: Langosch

Weiter im Höltinghauser Trikot: Pauline Grabowicz (am Ball) hat – wie alle anderen Spielerinnen des Kaders auch – beim SVH für das nächste Jahr zugesagt. Foto: Langosch

Noch steht nicht fest, was aus der – aktuell wegen Corona unterbrochenen – Handballsaison wird. Der niedersächsische Verband (HVN) hat sich in einer Besprechung mit den Ober- und Verbandsligisten nun dazu entschlossen, in einer Sitzung in knapp zwei Wochen (15. Februar) abschließend über einen Saisonabbruch und mögliche Folgeszenarien zu beraten. Dessen ungeachtet haben die Landesligafrauen des SV Höltinghausen ihre Planungen für die kommende Spielzeit 2021/2022 weit vorangetrieben.

„Es haben alle Spielerinnen sofort zugesagt“, sagt Coach David Tabeling, der ebenso wie seine Cotrainerin, Kerstin Wichmann, dem SVH erhalten bleibt. „Kerstin und ich machen sehr gerne weiter“, führt Tabeling weiter aus. „Trotz der besonderen Umstände in Coronazeiten ist die Stimmung in der Mannschaft immer noch sehr gut. Wir haben für unser Engagement viel Lob bekommen, da war es keine Frage, ob wir weitermachen.“ Zumal Tabeling so richtig in Höltinghausen noch gar nicht loslegen konnte. Im Sommer zum SVH gekommen, sorgte die Pandemie unmittelbar vor Saisonstart dafür, dass der Punktspielbetrieb nicht in Gang kam. Somit hat der SVH unter Tabelings Leitung noch kein einziges Pflichtspiel bestritten.

Die Gespräche führte Tabeling durchweg telefonisch. „Das war das erste Mal in meinen fast 25 Jahren. Normalerweise lege ich viel Wert darauf, mich mit den Spielerinnen persönlich zu unterhalten. Das war nun nicht möglich. Umso schöner war es für mich, das Vertrauen der Mannschaft zu spüren. Es waren durchweg tolle Gespräche.“ Die gute Stimmung im Team bestätigt Kreisläuferin Ann-Katrin Felstermann: „Es läuft wirklich super gut. ,Tabs‘ lässt sich enorm viel einfallen, die Trainingseinheiten sind sehr abwechslungsreich. Auch die Online-Challenges machen Spaß, obwohl wir uns so sehr darauf freuen, endlich wieder in die Halle zu dürfen.“

Hinter einigen Namen noch ein paar Fragezeichen

Auch, wenn jede Spielerin eindeutig ihre Absicht erklärte, beim SV Höltinghausen bleiben zu wollen, ist nicht auszuschließen, dass unter Umständen die eine oder andere doch passen muss. „Hinter diversen Namen steht noch ein Fragezeichen“, räumt Tabeling ein. „Beruflich und studienbedingt könnte es noch zu Abgängen kommen. Personell laufen wir da auf dünnem Eis.“ Daher wären externe Zugänge hoch willkommen. Allerdings weiß Tabeling auch, dass es nicht ganz einfach ist, Spielerinnen nach Höltinghausen zu lotsen: „Das ist bei Vereinen, die in Orten mit der fünffachen Einwohnerzahl beheimatet sind, sicherlich leichter. Aber wir haben auch einiges zu bieten. Wir sind ein kleinerer, aber familiärer Verein, das hat auch seine Vorzüge. Zugängen steht die Tür jedenfalls immer offen.“

Was die aktuelle Saison betrifft, plädiert SVH-Coach Tabeling dafür, die Punktspielrunde bleiben zu lassen. „Ich halte es für absolut sinnvoll, wenn wir die Saison abbrechen. Daher finde ich es gut, dass der niedersächsische Verband dahin tendiert, andere Lösungen zu finden Eine sportlich faire Lösung könnten wir nicht mehr hinbekommen, daher wäre es gut, wenn wir die Saison absagen würden. Die Überlegungen, stattdessen Turniere oder Spiele ohne Wertung auszutragen, finde ich sehr gut. Damit könnten die Mannschaften ohne den Druck von Auf- oder Abstieg wieder in den Spielbetrieb einsteigen. Wir vom SV Höltinghausen wären jedenfalls die Ersten, die eine solche Lösung unterstützen würden und wären auch bereit, ein solches Turnier zu organisieren, wenn es wieder möglich ist.“

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