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SV Bevern kündigt Abschied von Coach Blancke an

Der 52-Jährige muss den Fußball-Landesligsten nach der Saison verlassen. Der Verein hat nach Informationen von OM Online bereits einen Nachfolger gefunden.

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Enttäuscht und verärgert: Olaf Blancke muss den SV Bevern im Juni kommenden Jahres verlassen. Im Juli 2020 war er zum SVB gekommen. Foto: Wulfers

Enttäuscht und verärgert: Olaf Blancke muss den SV Bevern im Juni kommenden Jahres verlassen. Im Juli 2020 war er zum SVB gekommen. Foto: Wulfers

Paukenschlag beim SV Bevern: Der Fußball-Landesligist teilte Cheftrainer Olaf Blancke mit, ab dem 30. Juni des kommenden Jahres nicht mehr auf seine Dienste zu setzen. „Ich bin nicht nur völlig überrascht sondern auch mächtig enttäuscht“, äußerte sich der Coach in einer ersten Stellungnahme. Nachvollziehen kann Blancke die Aktion des Klubs nur bedingt. „Natürlich steht es einem Verein frei, den Vertrag nicht zu verlängern. Die Begründung kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Der neue Fußballobmann, Lukas Ortmann, hat dem Verein ein Konzept vorgelegt, wonach sie mit einem jungen Trainer planen, der mehr Kontakte in den Kreisen Cloppenburg und Vechta hat.“

Zudem stieß dem 52 Jahre alten Blancke die Art und Weise des Umgangs sauer auf. „Der Fußballobmann hat sich, bevor er mir die Entscheidung mitgeteilt hat, bereits mit einem anderen Trainer getroffen. Das hat mich schon sehr gekränkt.“

Nach Informationen von OM Online dürfte dieser Mann Simon Wehming gewesen sein. Der 26-Jährige trainiert derzeit die in der Bezirksliga spielenden A-Jugendfußballer von Rot-Weiß Damme und wird Blanckes Nachfolger.

Während sich Ortmann – seit Anfang September ist er Beverns Fußball-Obmann – zu diesem Thema nicht äußern mochte, war er ansonsten auskunftsfreudig. „Die Entscheidung, die wir im Vorstand getroffen haben, geht nicht gegen Olaf. Wir haben unsere Ziele bislang erreicht, haben die Aufstiegsrunde erreicht und stehen im Bezirkspokal-Viertelfinale. Wir wollen uns in den kommenden Jahren aber komplett neu ausrichten, und dazu gehört auch ein neuer Trainer“, sagt Lukas Ortmann.

Lukas Ortmann. Foto: ©OrtmannLukas Ortmann. Foto: ©Ortmann

Heißt genau? „Wir wollen den Kader deutlich verjüngen und weniger auf gestandene Spieler, sondern mehr auf Talente hier aus der Region setzen. Olaf wohnt in Edewecht und hat hier nicht so die Kontakte“, sagt der 26 Jahre alte Dinklager, der auf Empfehlung seines Vorvorgängers Alfred Beckermann zum SVB gekommen war.

Lukas Ortmann, der sich selbst als Fußballverrückten bezeichnet, ist davon überzeugt, dass er gemeinsam mit dem neuen Coach junge Kicker nach Bevern locken kann. „Ich denke, dass ich gut mit den Jungs umgehen und reden kann“, sagt der ehemalige Jugendspieler des TV Dinklage.

Sofort die Brocken hinzuschmeißen kommt für Olaf Blancke unterdessen nicht infrage. „Ich bin mit meinem Weg in Bevern noch nicht zu Ende. Wir hatten in der Mannschaft in der Hinrunde zwar ein oder zwei Querelen, aber die sind bereinigt. Ich werde die Mannschaft definitiv nicht im Stich lassen. Die Rückserie ziehe ich auf alle Fälle durch.“

Lukas Ortmann und dem SV Bevern war derweil wichtig, die Entscheidung so früh wie möglich zu kommunizieren. „Nachdem wir die Meisterrunde erreicht und so Planungssicherheit haben, wollten wie nicht lange um den heißen Brei herumreden. Nun wissen alle, woran sie sind.“

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