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SV Bevern kriegt Lehrstunde statt Meisterschale

Der Landesligist  verspielt den Titel nach desaströser Leistung beim 1:7 in Holthausen-Biene. Hansa Friesoythe reichte ein 3:1-Erfolg in Melle nur zu Platz drei.

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Pausenlos im Brennpunkt: Beverns Torhüter Till Puncak (links) stemmt sich zusammen mit Jan Schockemöhle (rechts) Holthausens Angreifer Dennis Tengen entgegen. Foto: Wulfers

Pausenlos im Brennpunkt: Beverns Torhüter Till Puncak (links) stemmt sich zusammen mit Jan Schockemöhle (rechts) Holthausens Angreifer Dennis Tengen entgegen. Foto: Wulfers

Nix war's in Sachen Meisterschaft für die Fußballer des SV Bevern: Nach einer katastrophalen Vorstellung unterlag der Landesligist beim allerdings auch bärenstarken SV Holthausen-Biene selbst in der Höhe verdient mit 1:7 (0:4) Toren.

Selbst lang gediente Beverner Fans dürften sich kaum daran erinnern können, dass ihre Mannschaft nicht nur derart chancenlos war, sondern zudem über weite Strecken des Spiels geradezu vorgeführt wurde. Ähnlich erging es auch Beverns Trainer Olaf Blancke, der kurz nach dem Abpfiff Mühe hatte, dass gerade Erlebte in Worte zu fassen. „Eine solche Leistung kann ich mir nicht erklären. Ich kann mich nicht erinnern, als Trainer schon einmal sieben Gegentore bekommen zu haben. Wir waren von Anfang bis Ende absolut chancenlos. Wir hatten sieben oder acht Totalausfälle.“

Sander und Schockemöhle verpassen die durchaus mögliche Beverner Führung

Zum Spiel: Den besseren Start erwischten sogar die Gäste. Zwar setzte Amin Rahmani für die Hausherren einen Kopfball etwas zu hoch an (3.), doch dann war Bevern an der Reihe. Sebastian Sanders Schuss strich knapp am Tor vorbei (4.). Eine Minute später fand der Beverner Angreifer mit einem Kopfball in Bienes Schlussmann Florian Hillebrand seinen Meister. Der Keeper war ebenso bei einem Kopfball von Jan Schockemöhle zur Stelle (6.). Statt einer Beverner Führung schlugen dann aber die Hausherren zu. Fabian Lindenschmidt ließ mit seinem platzierten 16-Meter-Schuss Beverns Keeper Till Puncak keine Chance (10.). Der Schock saß tief bei den Gästen, die sich in den restlichen Minuten des ersten Durchgangs geradezu überrollen ließen. Lange Bälle aus dem Mittelfeld über die arg hoch stehende Beverner Defensive auf die schnellen Holthauser Spitzen: Ein ebenso simples wie erfolgreiches Konzept, mit dem die Gastgeber durchschlagenden Erfolg erzielten. So hatte sich bei einer 4:0-Führung der Hausherren zur Pause die Frage nach dem Sieger erledigt. Trainer Blancke reagierte noch in Durchgang eins mit gleich drei Wechseln.

Wer von den zahlreichen Beverner Fans in den zweiten 45 Minuten noch von einer Wende träumte, wurde umgehend in die Realität zurückbeordert. Steffen Schepers schraubte das Resultat binnen weniger Minuten auf 6:0 (49. und 51.). Jetzt galt es aus Gäste-Sicht ein Desaster zu verhindern. Immerhin gelang Paul Tepe der Ehrentreffer (70.), im Gegenzug sorgte Christopher Schmitz für den 7:1-Endstand.

Für Beverns Trainerteam gilt es jetzt die Köpfe freizubekommen, denn bereits am Donnerstag wartet das nächste Highlight. Im Halbfinale des Bezirkspokals geht's zu Eintracht Rulle. Trainer Blancke: „Hoffentlich gibt uns diese Niederlage keinen zu großen Knacks.“

Tore: 1:0 Lindenschmidt (10.), 2:0 Feldhaus (25.), 3:0 Tengen (27.), 4:0 Elfert (36.), 5:0, 6:0 Schepers (49. und 51.), 6:1 Tepe (70.), 7:1 Schmitz (72.).

Bevern: Puncak, Tepe, Schockemöhle (40. Stoimenou), König (37. Dosti), Hoffmann (37. Wichmann), Thoben (73. Luniku), Gerdes, Thale, Liegmann, Kanjo, Sander.

Die eigenen Hausaufgaben haben die Fußballer von Hansa Friesoythe zwar erledigt, aber der 3:1-Sieg (2:1) beim SC Melle 03 reicht nicht zum Aufstieg in die Oberliga. BW Papenburg schaffte den Sprung, Hansa bleibt in der Landesliga.

Friesoythe wurde kalt erwischt, schon in der 5. Minute staubte Dennis Greiff im Anschluss an einen Freistoß Melles Führung. Doch nach rund 20 Minuten kamen die Gäste besser in die Partie hinein. Kifuta Makangu nutzte gleich die erste Möglichkeit zum 1:1 (33.). Kurz vor der Pause wurde der Hansa-Stümer von einem Meller mit dem Fuß im Gesicht getroffen, den fälligen Strafstoß verwandelte Keven Oltmer zur Führung.

In einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit dauerte es lange, bi die Entscheidung fiel. Schiedsrichter Theodor Potiyenko (Hude) leitete die Partie sehr großzügig, was zu einer Reihe von Nickligkeiten führte. Aber auch zu Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Keven Oltmer war es schließlich vorbehalten, mit dem 3:1 in der 86. Minute den Sieg perfekt zu machen. Eine Gelb-Rote Karte gegen Melle (90.+2) nach wiederholtem Foulspiel fiel nicht mehr ins Gewicht.

Tore: 1:0 Greiff (5.), 1:1 Makangu (33.), 1:2, 1:3 Oltmer (43./FE, 86.).

Hansa: Wilhelm – Maletzko (73. Hinrichs), Thomes, Rießelmann, Kaufmann (78. Knese), Siderkiewicz, Moussa (69. Ruhe), Garcia (89. Thoben), Schlangen, Makangu, Oltmer

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