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"Super schön": Lea Meyer läuft zum DM-Titel

Die Löningerin hat im Rahmen der "Finals" in Berlin das Rennen über 3000 m Hindernis gewonnen. Im Moment des Triumphes dachte sie an ihren verstorbenen Trainer und eine fehlende Kollegin.

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Jubel im Olympiastadion: Die Löningerin Lea Meyer. Foto: dpa/Stache

Jubel im Olympiastadion: Die Löningerin Lea Meyer. Foto: dpa/Stache

Sie drehte an der Spitze fast schon einsam ihre Runden – und am Ende stand ihr erster Titel: Die Löningerin Lea Meyer ist im Rahmen der „Finals“ in Berlin am Samstagabend über 3000 Meter Hindernis zum Meistertitel gelaufen. Für die Olympia-Teilnehmerin war es der nächste Meilenstein in ihrer Karriere.

Die 24-Jährige, die Ende vergangenen Jahres nach 17 Jahren beim VfL Löningen zum ASV Köln gewechselt war, lief nach 9:32,44 Minuten über die Ziellinie und war damit fast 18 Sekunden schneller als die Zweite Elena Burkard (Dornstetten) und über 23 Sekunden schneller als die Dritte Olivia Gürth (Diez).

Als neue deutsche Meisterin tritt Lea Meyer in große Fußstapfen: Im Vorjahr hatte die zweifache Europameisterin Gesa Felicitas Krause (Trier) den Titel gewonnen. Sie wäre auch in diesem Jahr die große Favoritin gewesen, jedoch konnte sie erkältungsbedingt nicht antreten.

Freude pur: Lea Meyer nach dem Lauf. Foto: dpaStacheFreude pur: Lea Meyer nach dem Lauf. Foto: dpa/Stache

Lea Meyer dachte in ihrem Fazit auch an ihre Kollegin und hielt fest: „Es war ein guter Lauf. Dass es so souverän geklappt hat, ist super schön. Ich war eher etwas traurig, dass Gesa nicht gestartet ist. Man will sich immer mit den Besten messen und Gesa war nun mal immer die Nummer eins. Da hätte ich gerne gezeigt, dass ich auch eine gute Form habe. Aber man kennt es ja leider, Krankheiten kommen oft auch zu den ungünstigsten Zeitpunkten.“

Für Lea Meyer war es ein besonders emotionaler Erfolg, nach dem sie auch an ihren verstorbenen Trainer Henning von Papen dachte, mit dem sie 2021 beim Istaf in Berlin an selber Stelle ihr letztes gemeinsames Rennen bestritten hatte. „Das ist einerseits traurig, aber andererseits auch schön, weil man ihm dadurch auch nahe ist und an schöne Erinnerungen zurückblicken kann“, sagte sie.

Für die Löningerin steht nun am Donnerstag ihr Diamond-League-Debüt in Stockholm an, bevor es zur WM in Eugene (USA/15. bis 24. Juli) geht. Vier Wochen später folgt die Heim-EM. Sie unterstrich: „Bis dahin muss ich die Form halten.“ Das Niveau sei in den letzten Jahren gestiegen. Sie selbst hat erst Anfang Juni in Hengelo (Niederlande) mit 9:26,89 Minuten eine neue persönliche Bestzeit aufgestellt.

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