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Starke Leistungen in lockerer Atmosphäre

Der Triathlon Heidesee feierte nach der Corona-Pause ein gelungenes Comeback. 129 Ausdauersportler gingen an den Start. Den Sieg sicherte sich zum dritten Mal Peter Spiekermann aus Bad Essen.

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Endlich wieder Wettkampfstimmung: Teilnehmer des Triathlons Heidesee auf dem Weg vom See zur Wechselzone. Foto: Wenzel 

Endlich wieder Wettkampfstimmung: Teilnehmer des Triathlons Heidesee auf dem Weg vom See zur Wechselzone. Foto: Wenzel 

Die erhofften 150 Starter wurden es nicht ganz – dennoch war es ein erfolgreiches Comeback. Zwei Jahre nach der letzten Austragung des Triathlons Heidesee in Holdorf konnten die Veranstalter von BW Lohne bei ihrem Neustart nach der Corona-Pause 128 Aktive begrüßen. 126 von ihnen brachten die 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen erfolgreich hinter sich. „Nur zwei stiegen aufgrund von Raddefekten aus und mussten die Räder zurück Richtung Heidesee schieben“, berichtete Tobias Penski aus dem Organisationsteam: „Leider sind von den 158 gemeldeten Starterinnen und Startern 29 nicht erschienen, obwohl nur sieben Abmeldungen vorlagen.“ Dennoch fiel Penskis Fazit nach dem Comeback positiv aus: „Wir sind mit der heutigen Veranstaltung sehr zufrieden.“

Dabei begann das Event, das zum neunten Mal ausgetragen wurde und von dem auch die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ profitiert, mit einer außerplanmäßigen Verzögerung. Da die Radstrecke noch nicht freigegeben war, verschob sich der Start um zehn Minuten. Doch die Sportler nahmen es gelassen, berichtete Tobias Penski.

„Insgesamt war die Stimmung sehr aufgelockert, sodass uns auch der verschobene Start nicht nachgetragen wurde. Wir hatten bereits vor dem Start den Eindruck, dass die Starterinnen und Starter äußerst froh waren, dass wieder mal ein Triathlonwettkampf stattfand, und dies wurde uns auch bestätigt.“ Penski fand: „Obwohl wir aufgrund der Coronamaßnahmen etwas eingeschränkt waren, gab es eine tolle Wettkampfatmosphäre.“ Auch die Vorgaben und Hygienemaßnahmen seien insgesamt sehr diszipliniert eingehalten worden. Auch von den Zuschauern. Größere Menschenansammlungen im Zielbereich und an der Strecke habe es nicht gegeben.

Und jetzt aufs Rad: Die Lohnerin Lilly-Marie Overberg in der Wechselzone. Foto: WenzelUnd jetzt aufs Rad: Die Lohnerin Lilly-Marie Overberg in der Wechselzone. Foto: Wenzel

Das Prinzip des „Rolling Starts“, bei dem im Fünf-Sekunden-Abstand je zwei Athleten ins Wasser gingen, erwies sich unterdessen als Volltreffer. „Ein wirklich eleganter und gleichzeitig spannender Einstieg in den Wettkampf, da sich die schnellen Schwimmer zügig absetzten und ihre Jagd auf dem Rad begannen“, berichtete Tobias Penski.

Sportlich waren es Peter Spiekermann und Charlotte Friedrich, die den Wettkampf dominierten. Der 20-jährige Spiekermann, der aus Bad Essen kommt und auch schon mal für BW Lohne gestartet ist, schrieb damit seine Erfolgsgeschichte am Heidesee fort. 2018 hatte er als 17-Jähriger in 1:06:03 Stunden triumphiert. 2019 siegte er in 1:03:15 h. Diesmal kam er in 1:02:36 h ins Ziel und verwies damit Patrick Hanhart (Marienfeld, 1:04:16) und den starken Vechtaer Läufer Lars Ulbrich (1:06:59) auf die Plätze. Nach 8:11 Minuten fürs Schwimmen und 33:26 min auf dem Rad lief Peter Spiekermann in 18:43 min die beste 5-km-Zeit und machte damit seinen Sieg-Hattrick perfekt.

Bei den Frauen triumphierte mit Charlotte Friedrich eine halbe Lokalmatadorin. Die Oldenburgerin startete in der gerade zu Ende gegangenen Saison für BW Lohnes Damenteam in der 2. Bundesliga. Bei ihrem ersten Start am Heidesee kam sie in 1:10:16 Stunden ins Ziel. Mitfavoritin Lidia Vörding (geb. Hackmann) aus Quakenbrück, 2019 noch Zweite in 1:12:27 h, musste sich in 1:17:26 Stunden mit Rang fünf begnügen. Einen starken sechsten Rang erkämpfte sich die Lohnerin Nicole Walker-Olberding, die in 1:17:43 h die Altersklasse W50 gewann und dabei noch vor Verena Kruse (Vechta) aus dem Lohner Zweitligakader landete.

Das Wetter spielte mit - die befürchteten Gewitter blieben aus

Insgesamt kamen 90 Männer und 37 Frauen ins Ziel. Coronabedingt hatte BW Lohne diesmal auf einen Staffelwettkampf und auf einen Nachwuchstriathlon verzichtet. Das Konzept ging auf. „Die Kampfrichter haben uns einen runden Wettkampf bescheinigt“, berichtete Tobias Penski. Vor allem die schöne Kulisse am und um den Heidesee sei bei den neutralen Beobachtern gut angekommen. Auch das Wetter spielte mit – die befürchteten Gewitter blieben aus. „Es war recht windig, aber okay“, sagte Penski: „Und am Ende kam sogar die Sonne raus. Das war ganz nett.“

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