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Sportler-Ehrung: Die 27. Runde läuft ein wenig anders

Eine große Zeremonie mit 180 Gästen im Saal ist in Zeiten von Corona nicht möglich, die Top-Leistungen sollen dennoch gewürdigt werden. Die Kandidatenliste steht fest.

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26 Jahre lang war sie ein Fixpunkt im Heimatsport-Kalender, ein Highlight für alle Gäste: Gemeint ist die Sportler-Ehrung der Oldenburgischen Volkszeitung (OV) und des Kreissportbundes (KSB) Vechta. Jahr für Jahr, immer Mitte Februar und das seit 1995, zeichnete die OV-Sportredaktion die besten VEC-Leistungssportler aus, der KSB ehrte beim „Fest des Heimatsports“ verdiente Breitensportler, zudem wurde insgesamt 23 Mal der OV-Fairplay-Preis verliehen. Ein schöner Abend im Oyther Saal Sextro, der oft bis tief in die Nacht ging. Rund 180 Sportler aus dem ganzen Kreis Vechta feierten mit Musik und Tanz, mit üppigem Büfett und Kaltgetränken an der Theke.

In Zeiten von Corona ist ein Event in dieser Größenordnung natürlich nicht möglich. Zudem war das Heimatsport-Jahr 2020 geprägt von Zwangspausen, Absagen und Abbrüchen. Und nun? Keine OV/KSB-Sportler-Ehrung? Doch, es gibt eine – aber nur anders. Fakt ist: Es gab trotz Corona noch diverse sportliche Top-Leistungen, die es wert sind, noch mal beleuchtet zu werden.

Auswahl folgt seit Jahren dem gleichen Prozedere

Nachfolgend werden jene 5 Sportlerinnen, 5 Sportler und 5 Mannschaften vorgestellt, die aufgrund ihrer Leistungen im vergangenen Jahr für die Wahl zu den „OV-Heimatsportlern 2020“ nominiert wurden. Aus dem Kreis der Nominierten wählen die OV-Sportredakteure ihre Sportlerin, ihren Sportler und ihre Mannschaft des Jahres. Es werden persönliche Hitlisten erstellt, anhand der individuellen Punktwertungen (5 bis 1) werden durch Addition der Einzelergebnisse die neuen Sportler des Jahres ermittelt. Übrigens: Der Modus bei der 27. Auflage der OV-Wahl ist identisch mit dem von der Premiere im Februar 1995 – und all den Jahren dazwischen.

Parallel zu den Auszeichnungen im Bereich Leistungssport ehrt der Kreissportbund Vechta wieder zwei Breitensportler, die sich über Jahrzehnte hinaus um den Heimatsport verdient gemacht haben. Zudem wird der 24. OV-Fairplay-Preis verliehen.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist eine große Zeremonie mit 180 Gästen nicht möglich. Die Veranstalter der Gemeinschaftsaktion bedauern das sehr und hoffen, dass es im Februar 2022 wieder ein richtiges Fest des Heimatsports geben kann – mit Musik und Tanz, mit üppigem Büfett und Kaltgetränken an der Theke, und gerne auch bis tief in die Nacht. Für 2021 ist eine „Ehrungswoche“ in der Oldenburgischen Volkszeitung sowie auf dem Portal OM online geplant. Vom 16. bis 19. Februar wird über den Ausgang der Wahl ausführlich berichtet.

OV-Leser haben die Chance auf 15 Preise

Begleitend zur OV-Sportler-Wahl gibt es wieder den beliebten Leser-Tipp. Sportinteressierte OV-Leser haben die Chance auf 15 Preise im Gesamtwert von über 1700 Euro. Der Hauptpreis ist ein Geldpreis über 1000 Euro. Der Samstagsausgabe der Oldenburgischen Volkszeitung (30.1.) liegt traditionell eine Tipp-Karte bei. Diese Teilnahmekarte befindet sich auch am kommenden Samstag (6.2.) in der gedruckten OV. Um zu gewinnen, braucht man natürlich Glück und etwas Fachwissen im Heimatsport. Auf der Teilnahmekarte für den Leser-Tipp müssen Sportlerin, Sportler und Mannschaft angekreuzt werden, die von der OV-Sportredaktion zu ihren „Sportlern des Jahres 2020“ gewählt werden. Sobald in einer der 3 Kategorien ein richtiger Tipp gemacht wurde, kommt die Karte in die Lostrommel, aus der die Gewinner der Preise gezogen werden.

Gültig sind nur die der OV beigelegten Originalkarten, die per Post geschickt oder in den vier OV-Geschäftsstellen in Vechta, Lohne, Dinklage und Damme abgegeben werden können. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 10. Februar 2021 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.


Sportler des Jahres 2020 - die Kandidaten:

Simon Engelmann: Der Visbeker (31) schoss den SV Rödinghausen mit 26 Toren in 26 Spielen zum Titel in der Fußball-Regionalliga West. Bester Torschütze der Liga. Seit Juli bei RW Essen. Dort wieder Tore am Fließband: Bis zur Winterpause 18 Treffer in 20 Spielen, Erster mit RWE und im Torjäger-Ranking. Dazu zwei DFB-Pokal-Tore gegen Bielefeld und Düsseldorf.

Lukas Fienhage: Mit Vollgas zur WM-Krone: Der Motorradsportler aus Brockdorf (21) krönte sich in Rzeszow zum Langbahn-Weltmeister. Nach seinem Sieg beim Grand Prix in Morizes/Frankreich reichte ihm in Polen ein 2. Platz zur Sensation, zum Eintrag in die Bahnsport-Geschichtsbücher. Dazu mit dem MSC Cloppenburg Bronze beim Speedway-Paarcup.

Luc Ihorst: Kein VEC-Fußballer spielt höher: Der Stürmer aus Dümmerlohausen (20) absolvierte bis zum Jahreswechsel 12 Zweitliga-Spiele und zwei DFB-Pokal-Partien für den VfL Osnabrück (siebenmal Startelf); Torpremiere in der 2. Liga gegen Darmstadt. Vor dem Wechsel nach Osnabrück Stammspieler bei Werder Bremen II in der Regionalliga Nord.

Viktor Kuk: Der Top-Läufer aus Damme (31) erweiterte seine Titelsammlung. Dreimal Landesmeister in der Halle (800 m, 1500 m) und Cross (3,47 km), Norddeutscher Hallenmeister über 3000 m, DM-Gold mit der Braunschweiger 3x1000-m-Staffel, draußen Landes-Vize über 800 m. Dazu zweimal im DM-Finale über 1500 m (7. in der Halle, 12. draußen).

Theo Teuteberg: Der 16-jährige Lohner, der zuletzt für die B-Jugend des TV Bissendorf-Holte spielte und nun in den Nachwuchs des Bundesligisten GWD Minden wechselt, schaffte als erster Spieler aus dem Kreis Vechta den Sprung in den U-16-Kader des Deutschen Handballbundes (DHB). Nur die Corona-Pandemie verhinderte sein Länderspiel-Debüt.


Sportlerin des Jahres 2020 - die Kandidatinnen:

Sophia Brunner: Im Sauerland Stern Hotel Willingen schlug ihre große Stunde: Die 16-jährige Dammerin, in ihrer Altersklasse die Nummer eins in Niedersachsen, kürte sich bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften im Schach zur U-16-Meisterin. An Position neun gesetzt, wuchs sie über sich hinaus. Vier Siege und drei Remisen bescherten ihr DM-Gold.

Vivien Endemann: Die Fußballerin aus Dinklage (19) absolvierte beim Nationenturnier im spanischen La Manga ihre ersten drei Länderspiele für die U-19-Juniorinnen des DFB. Mit dem SV Meppen Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dort Stammspielerin im Angriff; als eine von sieben Spielerinnen in allen zwölf Partien dabei. Dazu zweimal DFB-Pokal inklusive einem Tor.

Laura Klaphake: Die Springreiterin aus Mühlen (27) verbuchte zu Jahresbeginn starke Platzierungen auf der Sun-shine Tour in Spanien. Nach der Corona-Zwangspause Sieg auf Camalita beim CSI** in Riesenbeck. Dazu weitere gute Platzierungen auf diversen CSI-Turnieren. Zum Jahresabschluss ein fünfter Platz bei der Damen-DM in Riesenbeck (mit Camalita).

Madita Kohorst: Die Handball-Torfrau aus Wulfenau überzeugte beim Bundesligisten TuS Metzingen bis zum Abbruch der Saison 2019/20 mit starken Leistungen und erreichte mit ihrer Mannschaft das Pokal-Final-4 – das dann aber Corona zum Opfer fiel. In der laufenden Saison kam die 24-Jährige bislang in allen Punktspielen der „TusSies“ zum Einsatz.

Julia Middendorf: Auf der „Juniors Tour“ des Tennis-Weltverbandes ITF holte die Dinklagerin (17) in Sviatopetrivske nahe Kiew ihren 5. Doppel-Titel (erstmals in der Top- Kategorie), dazu zwei Einzel-Finals (Bruchköbel, Hannover). Bei der Damen-Landesmeisterschaft im Halbfinale, bei der DM im Achtelfinale. Dazu Aufstieg mit dem TV Visbek in die 2. Liga.


Mannschaft des Jahres 2020 - die Kandidaten:

BW Lohne Fußball Herren: Starke Saison in der Landesliga, beim Abbruch Tabellenführer. Per Quotientenregel Aufstieg in die Oberliga. Dort eine Bereicherung in der Staffel Weser-Ems/Lüneburg; bei der erneuten Zwangspause auf Platz zwei (5 Siege und 3 Remis).

BW Lohne Fußball A-Jugend: Parallele zu den BWL-Herren. Starke Serie in der Niedersachsenliga für U-19-Junioren. Klare Nummer eins beim Abbruch. Per Quotientenregel Aufstieg in die Regionalliga Nord. In der zweithöchsten A-Jugend-Liga spielte Lohne zuletzt 2007.

TV Lohne Tennis Herren: Ambitioniert und erfolgreich – und das gleich doppelt. Lohnes Herren-Crew holte 2020 zwei Titel. In der Halle Meister in der Landesliga und Aufstieg in die Oberliga, in der Sommerserie Meister in der Oberliga und Aufstieg in die Nordliga.

VfL Oythe II Volleyball Damen: Eine Saison wie aus dem Lehrbuch: Das gelang den Volleyballerinnen des VfL Oythe II in der Oberliga. Neunmal 3:0, zweimal 3:1, viermal 3:2 – das junge VfL-Team stürmte ungeschlagen zum Meistertitel und damit in die Regionalliga.

TV Visbek Tennis Damen: Der Höhenflug der Visbeker Tennisdamen ging weiter. Als Vizemeister der Regionalliga Nord-Ost schaffte der TVV den Sprung in die 2. Bundesliga Nord. Mit Blick auf die Sommer-Spielzeiten war's der vierte Aufstieg binnen fünf Jahren.

Der OM online Podcast. Thema  der neuen Ausgabe sind Kunstrasenplätze im Oldenburger Münsterland. Welche Halme sind die besten, wie steht es um Ökologie und Nachhaltigkeit? Und was haben geschredderte Olivenkerne mit dem Thema zu tun?  Jetzt reinhören! 

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