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Spitzenreiter will erst mal die Kirche im Dorf lassen

VEC-Bezirksliga-Bilanz, Folge 1: SV Holdorf. Trainer Jan Kreymborg sieht fürs Topteam noch Potenzial. Lars Scholz verstärkt die Mannschaft ab sofort.

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Holdorfer Jubeltraube: In der Hinrunde gab's 32 Punkte. Hier bejubelte das Team den Siegtreffer bei SFN Vechta. Foto: Wenzel

Holdorfer Jubeltraube: In der Hinrunde gab's 32 Punkte. Hier bejubelte das Team den Siegtreffer bei SFN Vechta. Foto: Wenzel

Jan Kreymborg holt einen kurzen Moment Luft, nachdem er nach einem Hinrundenfazit gefragt wird. „Wir müssen erst mal die Kirche im Dorf lassen“, sagt der Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Holdorf dann: „Es ist noch genügend Potenzial da. Aber alles in allem haben wir eine relativ gute Hinrunde gespielt.“

Wie heißt es so schön? Die Tabelle lügt nicht. Und da die Südkreisler mit 32 Punkten aus 15 Spielen als Herbstmeister in die Winterpause gegangen sind, kann man Jan Kreymborg nur nickend zustimmen: Ja, die Hinrunde war gut. Aber wie er schon ausführt, ist auch noch eine Menge Potenzial vorhanden.

Die Pflichtaufgaben SV Emstek (6:1), SV Thüle (6:0), TuS Emstekerfeld (5:1) und FC Lastrup (5:1) meisterte seine Mannschaft beispielsweise mit Bravour. Gegen die Konkurrenten um den Aufstieg haperte es dann aber doch hier und da. Es gab zwar einen klaren 4:0-Erfolg gegen GW Brockdorf, aber gegen BW Lohne II (3:6) und auch beim BV Garrel (0:4) lief es schlecht.

Mutige Spielweise kann "auch mal in die Hose gehen"

„Wir haben gegen die Teams von vorne Probleme gehabt“, gibt Kreymborg zu. Als Gründe für die beiden Niederlagen führt er die mutige Spielweise des kleinen HSV an. „Wir wollen gerne Fußball spielen und das kann dann auch mal in die Hose gehen“, sagt er.

Nach der Niederlage in Garrel verabschiedete der Coach seine Mannschaft in die lange Winterpause. Derzeit trainieren die Spieler individuell und arbeiten an ihrer Fitness. Für den 22. Januar (Samstag) ist der Trainingsauftakt geplant. Daraufhin sollen viele Einheiten und Testspiele gegen den TuS Bersenbrück, SV Heiligenfelde, RW Visbek, TV Dinklage, SC Quakenbrück und SC Sternbusch folgen. 

„Wir wollen viel spielen und wieder in den Rhythmus kommen.“Jan Kreymborg.

Dabei sein wird auch Lars Scholz. Für die Rückrunde haben sich die Holdorfer mit dem flexiblen Mittelfeldspieler verstärkt. Der 26-Jährige hatte sich Anfang Dezember einvernehmlich vom Liga-Konkurrenten SFN Vechta getrennt. Der Wechsel kam durch HSV-Torjäger Piet Risse zustande, der mit Scholz befreundet sei, berichtet Jan Kreymborg.

„Eigentlich wollten wir nichts machen, aber wenn man so einen Spieler bekommen kann, muss man das auch tun.“ Scholz, der bereits in der Oberliga und Landesliga für Atlas Delmenhorst zum Einsatz kam, schon beim damaligen Landesligisten BW Lohne gespielt und für den VfB Oldenburg in der Regionalliga Nord eine Partie absolviert hat, ist laut Jan Kreymborg universell im Mittelfeld und Angriff einsetzbar.

Kreymborg für Rückrunde guter Dinge

Für die Rückrunde wünscht sich der HSV-Trainer, dass seine Mannschaft den Platz an der Sonne nicht aus der Hand gibt. Neben den vielen Konkurrenten an der Spitze dürfe man auch den SV Thüle und SV Altenoythe nicht unterschätzen: „Wenn wir die Rückrunde wie die Hinrunde spielen, bin ich guter Dinge.“

Dass ist Jan Kreymborg übrigens auch in Sachen Saisonfortsetzung. Stand jetzt glaubt er nicht, dass die Corona-Pandemie für eine Verschiebung der Rückrunde sorgt. Übrigens: Beim SV Holdorf sind alle Spieler geimpft, viele davon bereits geboostert. Die 2G-Regel auf den Sportplätzen stellt somit kein Problem dar.

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