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Spendenläufer trotzen Schnee und Frost

Dritte Auflage des Benefiz-Halbmarathons zu Gunsten des "Kleinen Stern". Nach erstem Kassensturz sind schon 4700 Euro zusammengekommen.

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Große Vorfreude: Die Läuferschar um Marayke Zurborg und Andrea Mählmann (hintere Reihe 4. und 3. von rechts) unmittelbar vor dem Start ihres Halbmarathonlaufes an der Thülsfelder Tasperre. Foto: Langosch

Große Vorfreude: Die Läuferschar um Marayke Zurborg und Andrea Mählmann (hintere Reihe 4. und 3. von rechts) unmittelbar vor dem Start ihres Halbmarathonlaufes an der Thülsfelder Tasperre. Foto: Langosch

Wie gut, dass Läuferinnen und Läufer hart im Nehmen sind. Minus 5 Grad, Nebel und damit eine hohe Luftfeuchtigkeit haben Andrea Mählmann, Marayke Zurborg und Co. nicht abgehalten, zum 3. Mal einen Halbmarathon zu absolvieren. Das Ganze machten die beiden Kolleginnen und Freundinnen aber nicht nur aus Spaß an der Freude, sondern auch für einen guten Zweck. Denn mit ihrem 21-KilometerLauf, beginnend an der Thülsfelder Talsperre bis nach Cloppenburg sammelten sie Spenden für die Hilfsaktion „Kleiner Stern“, die sich für erkrankte Kinder einsetzt.

Das Engagement hat sich aber auf alle Fälle gelohnt, denn schon jetzt ist nach einem ersten Kassensturz klar, dass das Spendenergebnis aus der ersten Auflage im Jahr 2020 mit rund 4600 Euro übertroffen wird. „Wir hatten am Samstag nach einem ersten Kassensturz schon etwa 4700 Euro zusammen, ich denke aber, dass im Laufe der Woche noch einige Spenden eingehen. Wir haben Zusagen von einer Reihe von Leuten, die überweisen wollen, wenn der Lauf gewesen ist“, sagt Andrea Mählmann.

Mählmann und Marayke Zurborg machten sich aber bei Weitem nicht allein auf den Weg. Wie schon im Vorjahr traten auch Viktoria Hartke, Nachbarin von Marayke Zurborg, sowie Marta Stobba, ehemalige Teamgefährtin von Mählmann bei den Zweitligafußballerinnen des BV Cloppenburg, wieder an. Deren Kollegin, Rieke Holtvogt, war ebenfalls wie im Vorjahr mit von der Partie.

Apropos, Zurborgs Nachbarschaft: Familie Möller unterstützte den Lauf auch: Tochter Ida begleitete – wie die Zurborg-Kinder Lukas, Henke und Paul – die Laufgruppe auf dem Fahrrad, Vater Markus steuerte den „Besenwagen“. Hätte es einen Preis für das beste Outfit gegeben, wäre er zweifelsfrei an Tom Zurborg gegangen. Maraykes Ehemann freute sich über ein maßgeschneidertes Sternenkostüm, das ihn ganz nebenbei auch noch anständig wärmte.

Die unwirtliche Bedingungen mit Frost und Schnee aber taten der guten Laune überhaupt keinen Abbruch. „So ist es besser als im Vorjahr, als es die ganze Zeit geregnet hat“, meinte Marayke Zurborg kurz vor dem Start. Und so trotzte die Gruppe der Kälte. „Im Grunde war das Wetter klasse“, sagte Andrea Mählmann. „Es war ja trocken und außerdem haben uns unheimlich viele Freunde und Bekannte an der Strecke unterstützt. Wir mussten sogar einige Pausen mehr machen als gedacht, weil überall etwas aufgebaut war und wir Heißgetränke und kleine Snacks bekamen. Das hat richtig Spaß gemacht, auch und gerade, weil die Stimmung in unserem Team war überragend war.“

Der Laufgruppe hatten sich noch Viktor Spadi und Julia Engelmann vom Bike Center Garrel angeschlossen, auch Andreas Eickermann, ein guter Bekannter der Zurborgs, schnürte die Sportschuhe und genoss wie alle anderen den Lauf. „Abgesehen vom ersten kurzen Stück im Wald mit Schnee und einigen Baumwurzeln auf der Strecke war es super zu laufen. Es gab zwar in Resthausen eine kleine Strecke mit einer festgefahrenen Schneedecke, auf der es glatt und damit schwieriger war, ansonsten aber waren es Topbedingungen“, sagt „Möhrchen“ Mählmann.

Nach der dritten erfolgreichen Auflage haben sich Marayke Zurborg und Andrea Mählmann schon die ersten Gedanken für den Spendenlauf 2023 – und darüber hinaus. „Wir haben uns überlegt, dass wir den Samstag vor dem 4. Advent künftig zum festen Termin machen wollen. Und wir können uns gut vorstellen, dass wir im kommenden Jahr noch ein paar Läufer mehr werden“, sagt Mählmann.

Dass das Spendenergebnis aus dem Vorjahr, als die 10.00-Euro-Marke geknackt wurde, nicht erreicht worden ist, schmälert die Begeisterung kein bisschen. „Wir wissen, dass in diesen Zeiten, etwa angesichts der hohen Energiepreise das Geld bei Vielen nicht mehr so locker sitzt, daher haben wir auch nicht damit gerechnet, dass wir an die Summe aus vom vorigen Jahr herankommen. Aber das ist auch nicht entscheidend“, findet „Möhrchen“ Mählmann. „Wir engagieren uns für eine gute Sache und da zählt jeder Euro.“

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