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Spektakulärer Sturz: Lea Meyers Hoffnung versinkt im Wassergraben

Löninger Leichtathletin verpasst WM-Finale über 3000 Meter Hindernis. VfL-Läuferin Carolin Hinrichs sichert sich bei der Deutschen Meisterschaft der U20 zwei Titel.

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Spektakulärer Sturz: Lea Meyer fällt kopfüber in den Wassergraben. Damit war für die gebürtige Löningerin der Traum vom Erreichen des Finales über 3000 Meter Hindernis bei der WM in Eugene früh geplatzt. Foto: picture-alliance/dpa/Martin Rickett

Spektakulärer Sturz: Lea Meyer fällt kopfüber in den Wassergraben. Damit war für die gebürtige Löningerin der Traum vom Erreichen des Finales über 3000 Meter Hindernis bei der WM in Eugene früh geplatzt. Foto: picture-alliance/dpa/Martin Rickett

Löninger Leichtathletinnen haben mit spektakulären Auftritten für Aufsehen gesorgt. Bei der Weltmeisterschaft in Eugene im US-Bundesstaat Oregon hat Lea Meyer das Finale über 3000 Meter Hindernis auf tragische Art und Weise verpasst. Ein Sturz am Wassergraben beraubte die 24-Jährige aller Hoffnung, am Endlauf am Mittwochabend (Ortszeit) teilnehmen zu dürfen. Carolin Hinrichs vom VfL hat hingegen bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in der Altersklasse U20 einen zweiten Titel geholt.

Die gebürtige Löningerin Lea Meyer, die inzwischen für den ADV Köln startet, erlebte im Wortsinn einen Reinfall. Gleich in der ersten Runde des ersten von drei Vorläufen über 3000 Meter Hindernis kam sie kurz vor dem Wassergraben aus dem Tritt, blieb dann am Balken hängen und stürzte kopfüber ins Nass.

Doch Meyer steckte dieses Drama sehr gut wett. Sie rappelte sich umgehend wieder auf und lief ein couragiertes Rennen. Nach 9:30,81 Minuten kam Meyer ins Ziel und erreichte damit die sechstbeste Zeit, die sie je über diese Distanz erzielte. In ihrem Vorlauf kam sie auf den achten Platz. „Ich kann mich glücklich schätzen, dass da nicht mehr passiert ist“, meinte die 24-Jährige anschließend gegenüber dem Portal Leichtathletik.de. „Da steht man auf und rennt weiter, vor allem wenn man weiß, dass man selbst daran Schuld ist. Ich will ja trotzdem ins Ziel kommen. Und zeigen, dass ich trotzdem jemand bin, mit dem man in ein paar Wochen rechnen kann.“

Schließlich findet vom 15. bis 21. August die Heim-Europameisterschaft in München statt. Und Lea Meyer ist für das nächste Großereignis zuversichtlich: „Ich bin bei den Deutschen Meisterschaften eine 9:30 im Alleingang gelaufen und hier eine mit einem Sturz. Ich kann eine deutliche persönliche Bestzeit laufen, und das mache ich in diesem Jahr auch noch.“ 9:25,61 Minuten ist die Marke, die Meyer knacken möchte.

Mit ihrem persönlichen Rekord hätte Lea Meyer den Finallauf in Eugene indes auch verpasst. Die zweite deutsche Starterin, Gesa Felicitas Krause schaffte die Qualifikation um Haaresbreite. Neben den jeweiligen vier Erstplatzierten der drei Vorläufe kamen noch die drei Zeitschnellsten weiter. Krause ergatterte in 9:21,02 Minuten das allerletzte Ticket – mit gerade einmal acht Hundertstelsekunden Vorsprung hatte die Triererin gegenüber Sembo Alamyew aus Äthiopien.

Die deutlich beste Vorlaufzeit erzielte die für Kasachstan startende gebürtige Kenianerin Norah Jeruto, die die 3000 Meter in 9:01,54 Minuten absolvierte.

Der zweite Triumph: Carolin Hinrichs unmittelbar nach dem Zieleinlauf über 1500 Meter. Foto: rgsportbilderDer zweite Triumph: Carolin Hinrichs unmittelbar nach dem Zieleinlauf über 1500 Meter. Foto: rgsportbilder

Unterdessen hat Carolin Hinrichs bei den „Deutschen“ der U20-Jugend nach ihrem Triumph über 2000 Meter Hindernis am Freitag (die MT berichtete) einen weiteren Titel errungen. Im Ulmer Donaustadion entschied sie auch die Konkurrenz über 1500 Meter für sich. Nach müheloser Qualifikation setzte sich die Löningerin im Finale rund 300 Meter vor dem Ziel von ihren Rivalinnen ab und holte sich Gold mit einem lang gezogenen Endspurt. Hinrichs siegte in 4:32,79 Minuten vor Nina Waltert vom VfL Sindelfingen (4:33,84), Platz drei belegte Amelie Klug (Bayer Leverkusen/4:35,26). Auf den Plätzen: Nele Heymann (TuS Haren/4:35,92), Pia Schlattmann (LG Brillux Münster/4:36,15) und Natalie Frank (LAV Stadtwerke Tübingen/4:36,81).

„Ich habe davon profitiert, dass meine größte Konkurrentin über die 2000 Meter Hindernis, Julia Rath aus Fürth, ihren Start abgesagt hat. Wäre sie dabei gewesen, hätte ich den Vorlauf über 1500 Meter nicht bestritten. Schließlich war der nur eine Stunde vor dem Hindernisfinale“, meinte Hinrichs. Den zweiten Endlauf über die kürzere Distanz gewann sie sicher. „Eigentlich hätte ich den Schlussspurt nicht so früh anziehen wollen, aber die Konkurrenz hat von hinten so gedrückt, dass ich mich umentschieden habe. Und das hat ja gut geklappt.“

Für die 18-Jährige rückt nun die U20-Weltmeisterschaft vom 1. bis 6. August in Cali (Kolumbien) in den Fokus. In knapp einer Woche reist Carolin Hinrichs zunächst in ein Precamp nach Florida, bevor sie sich eine weitere Woche darauf auf den Weg nach Kolumbien macht.

Von einer Medaille blieb Carolin Hinrichs‘ Vereinskameradin Sophie Scheidt weit entfernt. Im Hochsprung der Altersklasse U18 meisterte die Löningerin die Anfangshöhen von 1,60 Meter und 1,64 Metern im ersten Versuch. Dann aber riss sie dreimal die Latte und schied aus - Platz acht. Den Titel holte sich überlegen Johanna Göring vom SV Salamander Kornwestheim mit übersprungenen 1,87 Metern. Mit jeweils 1,77 Metern landeten Joana Herrmann (SV Teuto Riesenbeck) und Ella Obeta (LG Eckental) auf den Plätzen zwei und drei.

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