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Später Start in den unteren Spielklassen

Volleyball: Frauenverbandsligisten SV Cappeln und Löningen starten erst am 13. November in gemeinsamer Neunerstaffel in die Saison.

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Derbyzeit: Die Volleyballerinnen des SV Cappeln (im Angriff) und des VfL Löningen treten in der kommenden Saison beide in der Verbandsliga 1 an und treffen damit in zwei Punktspielen aufeinander. Foto: Langosch

Derbyzeit: Die Volleyballerinnen des SV Cappeln (im Angriff) und des VfL Löningen treten in der kommenden Saison beide in der Verbandsliga 1 an und treffen damit in zwei Punktspielen aufeinander. Foto: Langosch

Nach der coronabedingt ins Wasser gefallenen Saison 2020/2021 müssen sich die hiesigen Volleyballer und Volleyballerinnen in den unteren Spielklassen von der Verbandsliga abwärts noch reichlich in Geduld üben, bevor die neue Serie beginnen soll. Erst am 6., beziehungsweise 13. November sind die ersten Spieltage angesetzt.

„Wahrscheinlich soll gewartet werden, bis die allermeisten durchgeimpft sind. Und dann kommen im Oktober noch die Herbstferien hinzu“, vermutet Ludger Ostermann, Trainer der Verbandsligafrauen vom SV Cappeln. Der SVC ist neben dem VfL Löningen der ranghöchste Volleyballverein im Landkreis unterhalb des TV Cloppenburg, der in der Dritten Liga West der Frauen unterwegs ist und am 16./17. Oktober mit einem Heimspiel gegen den MTV Hildesheim in die Saison einsteigt.

Nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr mutet der nach hinten verschobene Auftakt etwas merkwürdig an. Gerade mit Eintritt in die dunkle Jahreszeit waren die Coronafallzahlen dramatisch angestiegen. Die zweite und dritte Welle sorgten dafür, dass der Spielbetrieb gar nicht mehr zustande kam. „Daher ist es für mich unerklärlich, warum wir so spät starten. Wir jedenfalls werden bis dahin komplett durchgeimpft sein. Ich habe zum Beispiel eine ganze Reihe von Spielerinnen, die im Gesundheitsbereich arbeiten und daher ihre beiden Termine schon gehabt haben“, sagte Löningens Trainer, Torsten Eck.

Löningen und Cappeln hätten im vergangenen Jahr in unterschiedlichen Staffeln gespielt. Das hat sich geändert, beide Teams treten in der Staffel 1 an. 27 Verbandsligisten waren zu verteilen, der Nordwestdeutsche Volleyballverband hat sich dazu entschlossen, diese in drei Staffeln mit je neun Teams unterzubringen. Um ein Haar wären es nur 26 Klubs gewesen, aber die Cappelner Hoffnungen auf den Aufstieg in die Oberliga haben sich zerschlagen. Der VfL Wolfsburg hatte zurückgezogen und damit ging die Tür für Cappeln auf. Aber wie gewonnen, so zerronnen: da der VfL Oythe II aus der Regionalliga zurückzog, war der freie Platz besetzt und die Chance für den SVC dahin.

Somit geht es für das Ostermann-Team in der Verbandsliga weiter. Seit knapp vier Wochen trainiert die Mannschaft wieder, aber das Team ist kleiner geworden. Mit Hannah Thunert, Lena Jansen und Verena Trommler legt gleich ein Trio eine Babypause ein. Allerdings hat Ludger Ostermann schon Zugänge an der Angel, so dass das Aufgebot nur von 14 auf 13 Spielerinnen schrumpfen würde.

Die Liga mit neun Teams behagt dem SVC-Übungsleiter überhaupt nicht: „Ich hätte lieber eine Siebenerstaffel gehabt. Es gibt nur sehr wenige Möglichkeiten, Spiele zu verlegen, Ausweichtermine sind kaum vorhanden. Zumal die Saison Ende März schon beendet wird.“

Immerhin ist die Verbandsliga 1 eine Staffel der kurzen Wege geworden. Nach Emden und Salzbergen führen die weitesten Touren, der Reiseaufwand hält sich also in Grenzen. „Das ist schon sehr in Ordnung“, findet Löningens Coach, Torsten Eck. „Aber toll finde ich die Staffel mit neun Mannschaften nicht.“

Auch sein Team ist wieder voll im Training, aber es ist ein gravierendes Problem aufgetaucht: Der VfL benötigt unbedingt eine Zuspielerin: Alina Cassellius hatte sich beim Pokalturnier im vergangenen Herbst in Cappeln eine schwere Knieverletzung zugezogen, im Dezember muss die implantierte Platte wieder entfernt werden. Außerdem hat Anne Hölzen während der Coronazwangspause den Entschluss gefasst, die Volleyballschuhe an den Nagel zu hängen. „Nun suchen wir händeringend Ersatz. Verschiedene Aufrufe in den sozialen Medien haben nichts gebracht, intern können wir die Position nicht besetzen. Wenn also eine Zuspielerin Lust hat, bei uns mitzumachen, kann sie sich sehr gerne bei mir melden“, meint Eck mit einem Augenzwinkern. Notfalls würde er eine Angreiferin umfunktionieren – wohl wissend, dass er damit zwar eine Baustelle schließt, aber gleichzeitig eine neue aufmacht. Schließlich ist noch nicht klar, wie es mit Alena Espelage weitergeht. Die Mittelblockerin schlägt sich schon seit rund einem Jahr mit anhaltenden Schulterbeschwerden herum. Lichtblicke für den VfL: Der übrige Kader bleibt komplett zusammen, und Eva Willoh kehrt in den Kader zurück.

Die Verbandsliga 1 der Frauen steht in der neuen Saison aber noch unter zusätzlichem Einfluss. Hubert Kulgemeyer hat den Posten des Staffelleiters inne. Der Cloppenburger, seit Jahren im Verband tätig und früherer Abteilungsleiter im TV Cloppenburg, kam in etwa wie die Jungfrau zum Kind. „Zuerst hieß es , ich solle die Oberliga 2 übernehmen, dann die Oberliga 3, nun ist es die Verbandsliga 1 geworden. Immerhin: Durch den regionalen Zuschnitt kennt „Kulge“ die Mannschaften schon ziemlich gut.

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