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Späte Nackenschläge nach gutem TVD-Start

Der Landesligist hat mit 0:2 gegen den SC Melle verloren. Bei GW Mühlen reichte es in einem schwachen Spiel zu einem 1:1. Und die Oyther Ergebniskrise setzte sich fort.

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Ein bekanntes Flugobjekt: Der Dinklager Angreifer Johann Kühling (links) und der Meller Verteidiger Christoffer von Rekowski im Kampf um den Ball. Foto: Schikora

Ein bekanntes Flugobjekt: Der Dinklager Angreifer Johann Kühling (links) und der Meller Verteidiger Christoffer von Rekowski im Kampf um den Ball. Foto: Schikora

TV Dinklage - SC Melle 0:2
Die Landesliga-Fußballer des TV Dinklage hatten vor dem Besuch des Spitzenreiters ihre Chance auf einen Sieg gewittert. Es wäre am Sonntag gegen den SC Melle auch durchaus etwas möglich gewesen, doch letztlich mussten sich die Gastgeber geschlagen geben. Nach zwei späten Gegentoren stand vor knapp 130 Zuschauern eine 0:2 (0:0)-Niederlage. „Am Ende ist es natürlich unglücklich, wenn man das erste Gegentor erst in der 82. Minute kassiert“, resümierte Betreuer Michael Ostermann und betonte: „Aber wir hatten ja auch unsere Chancen.“ Das Gute: Der TVD blieb Dritter.

Dinklage legte vielversprechend los, machte aber nicht so weiter. Johann Kühling hätte den TVD früh in Führung bringen müssen (7.). Nachdem er sich stark durchgesetzt hatte, entschied er sich gegen einen Abschluss und für einen Querpass zu Thomas Wulfing – und der kam dann nicht an. Dinklages Toptorjäger Lasse Barz verpasste nur wenige Augenblicke später nach einem Spielzug über Tobias Nordlohne und Kühling eine zweite gute Chance (10.); hier parierte Melles Keeper Florian Munz. Auf diesen verheißungsvollen Start folgte eine schwache Phase des Spiels, die bis zur Pause anhielt. In Sachen Zweikampfführung konnte man den Hausherren zwar keinerlei Vorwurf machen, jedoch folgten nach guten Ballgewinnen fast immer umgehend Fehlpässe. So konnten die Dinklager, die in der Abwehr einschließlich des etatmäßigen Ersatztorhüters Marcel Nuxoll einen sicheren Eindruck machten, den Druck nicht so hoch halten wie am Anfang.

Melle machte es nicht signifikant besser, kam durch Dennis Greiff (13., Kopfball), Maik Emmrich (30., Nachschuss nach Freistoß) und Rene Heitkamp (36.) aber zu Chancen. Alle drei trafen das Tor nicht. Auf der Gegenseite wurde der TVD nur noch einmal gefährlich: Als der Ball durch die Meller Abwehr gerutscht war, lief Kühling auf das Tor zu, schloss aber zu überhastet und zu unplatziert ab (36.).

Nach dem Seitenwechsel blieb der SC Melle die überlegene Mannschaft, wenngleich Dinklage zu guten Gelegenheiten kam. Thomas Wulfing zog aber am langen Pfosten vorbei (76.), bevor Wilke Weßlings gefährlicher Freistoß nicht den entscheidenden Impuls bekam, um ins Tor zu fliegen (77.). Melle schlug dann im Stile eines Spitzenteams durch Dennis Greiff (82., im Nachsetzen nach Nuxoll-Parade) und Rene Heitkamp (90.+1, Rückpass abgefangen) eiskalt zu. Vor dem 0:2 hatte Kühling bei einer Doppelchance noch das 1:1 verpasst (87.).

GW Mühlen - VfR Voxtrup 1:1
Mit dem vierten Sieg in Serie hat's nicht geklappt für die Fußballer von GW Mühlen. Und das 1:1 (0:1) gegen den VfR Voxtrup am Sonntagnachmittag war auch wahrlich nichts für Genießer, es passte irgendwie zur grauen, nass-kalten November-Tristesse. Andreas Hinrichs fand dennoch einen „positiven Aspekt“, den der Trainer des VEC-Landesligisten auch gerne näher erklärte: „Wir sind mittlerweile so stabil, dass wir aus so einem Spiel, das definitiv nicht gut war, zumindest einen Punkt mitnehmen und es nicht verlieren.“

Es war ein Punkt, der Mühlen zudem erstmals in dieser Saison den Sprung auf einen Top-4-Platz in der Staffel 2 bescherte. Zugegeben: GWM profitierte als neuer Tabellenvierter von der coronabedingte Zwangspause für den FC Schüttorf. Aber zusammen mit dem TV Dinklage (23 Punkte), Schüttorf und Bad Rothenfelde kämpft Mühlen (alle 22) um die letzten zwei Tickets für die Meisterrunde. Dreimal müssen die Grün-Weißen jetzt noch ran – in Holthausen/Biene, gegen Melle und in Steinfeld. Mit Blick auf das Remis gegen Voxtrup sagte Hinrichs: „Die zweite Halbzeit war besser als die erste. Insgesamt war's aber kein schönes Spiel.“ Widerspruch? Nein!

Mühlen, das erstmals in dieser Saison die gleiche Startelf wie in der Vorwoche aufbot, wurde zunächst kalt erwischt. Voxtrup war griffiger und zielstrebiger, das frühe 1:0 der Gäste durch Bastian Sutmöller (12., Kopfball nach Freistoßflanke von Niklas Budde) kam nicht wirklich überraschend. „Wir waren am Anfang überhaupt nicht da. Wir waren zu leise und viel zu oft zu spät“, sagte Hinrichs. GWM haderte mit sich, vor allem aber mit Schiedsrichter Tom Bender, dessen Linie den Grün-Weißen zu einseitig, also zu sehr pro Voxtrup, war. „Wir haben uns zu sehr auf dieses Lamentieren und das Spiel von Voxtrup eingelassen“, gab Hinrichs zu. Nach gut 20 Minuten fanden die Gastgeber einen richtigen Zugang ins Spiel, ohne aber gefährlich zu werden. Zwei, drei Schüsse aus der Distanz verpufften wirkungslos, da war die Konterchance für Voxtrups Fabio Lopes schon deutlich größer (36.). Und so ging GWM mit reichlich Wut im Bauch in die Kabine.

Unermüdlich: Mühlens Constantin Westermann (links), der gegen Voxtrup erst Links- und dann Rechtsverteidiger war. Foto: WenzelUnermüdlich: Mühlens Constantin Westermann (links), der gegen Voxtrup erst Links- und dann Rechtsverteidiger war. Foto: Wenzel

Zurück auf dem Platz, schafften es die Gastgeber, sich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mühlen war aggressiver und gab die Richtung mit viel Ballbesitz vor. Tom Ungemach war es vorbehalten, das 1:1 zu erzielen; der unermüdliche Antreiber traf nach Vorlage von Leo Westermann (62.). In der Folge blieb Mühlen zwar am Drücker, aber Hinrichs räumte ein: „Wir hatten keine klaren Abschlüsse, gute Chancen fehlten.“ Das galt aber auch für Voxtrup.

SV Bad Rothenfelde - VfL Oythe 2:1
Die Leistung war diesmal in Ordnung, aber das Ergebnis stimmte abermals nicht: Die gravierende Ergebniskrise des VfL Oythe in der Fußball-Landesliga hält an. Auch im Spiel eins nach dem Trainerwechsel ging der Tabellenvorletzte der Staffel 2 leer aus. Das Team von Coach Klaus Themann, der am Dienstagabend die Nachfolge von Raphael Dornieden angetreten hatte, zog am Sonntag beim SV Bad Rothenfelde mit 1:2 (0:1) den Kürzeren.

Eine Woche nach dem historischen 1:7-Debakel gegen Mühlen war es für Oythe bereits das zehnte sieglose Spiele in Serie (fünf Remis, fünf Niederlagen) und ein bitterer Einstieg in den Dreierpack der Wahrheit mit den nun folgenden Spielen in Lohne (Mittwoch) und Voxtrup (Sonntag). Der bislang einzige Erfolg in 13 Spielen datiert vom 12. September, als es daheim ein 3:2 gegen den damaligen Tabellenführer Bad Rothenfelde gab. Andreas Mitzlaff, Fußballobmann der Oyther, hielt nach dem Wiedersehen mit den Salinenstädtern fest, dass man „unverdient verloren“ habe. Er sagte: „Spielerisch und kämpferisch waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben nur unsere Chancen nicht genutzt.“ Er sprach von einem „couragierten Auftritt“ und meinte: „Leider haben sich die Jungs nicht dafür belohnt.“

Themann hatte im ersten Spiel unter seiner Regie versucht, einen neuen taktischen Impuls zu setzen und das bewährte 4-2-3-1 durch ein 4-1-4-1 ersetzt. Johannes Finkenstädt und Niklas Ellmann kamen als Außenverteidiger neu ins Team. Nico Emich, mit sechs Toren der erfolgreichste Oyther, fehlte gelbgesperrt. Oythe lag durch Tore von Philipp Witte (12.) und Artöm Pfannenstiel (61., aus 12 m unter die Latte) mit 0:2 zurück. Ellmann verkürzte auf 1:2 (70., aus 20 m in den Winkel), nachdem zuvor seine Kollegen Janek Jacobs (20.), Mahmoud Saddik (23.) und Sebastian von Merveldt (48.) drei Chancen nicht genutzt hatten. In der 82. Minute entschied der Referee auf Elfmeter für Oythe, nahm die Entscheidung wegen einer Abseitsstellung aber zurück. Für den Schlusspunkt sorgte Bad Rothenfeldes Daniel Dreier mit einem Pfostenschuss (89.).

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