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Später Ausgleich: Oythe ärgert sich schwarz

Die vorzeitige Rettung war für die Landesliga-Fußballer greifbar nahe, aber dann traf Werlte per Handelfmeter in der Nachspielzeit zum 1:1. Jetzt fällt die Entscheidung am letzten Spieltag.

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Stammspieler im defensiven Mittelfeld: Oythes Lorenz Holzenkamp (rechts), hier im Spiel gegen Firrel. Foto: Schikora

Stammspieler im defensiven Mittelfeld: Oythes Lorenz Holzenkamp (rechts), hier im Spiel gegen Firrel. Foto: Schikora

Das Ticket für die nächste Landesliga-Spielzeit lag auf dem Silbertablett, sie hatten es eigentlich schon in der Hand, aber im allerletzten Moment flutschte es den Fußballern des VfL Oythe aus den Fingern. „Wir ärgern uns schwarz“, sagte VfL- Trainer Daniel Roth nach dem 1:1 (1:0) am vorletzten Spieltag der Abstiegsrunde bei Sparta Werlte. Bei einem Sieg wäre die Roth-Crew vorzeitig gerettet gewesen. Bitter für die Oyther: Sie kassierten den Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Handelfmeter inklusive Roter Karte für Markus Lübberding.

Roth kommentierte die finale Szene so: „Lübbe blockt einen Schuss aus dem Gewühl auf der Linie. Die Hand ist am Körper. Er hatte sogar einen Ballabdruck auf dem Bauch, und dann mischt sich der Linienrichter ein und sagt, dass es Handspiel war. Einfach Wahnsinn.“ Werltes Jan-Christian Meyer waren die ganzen Diskussionen völlig egal, er traf zum 1:1 (90.+4). Sparta, das wenige Tage vor dem Spiel gegen Oythe in Stefan Lammers einen neuen Trainer präsentiert hatte, reichte das Unentschieden nicht, um noch im Rennen zu bleiben. Die Emsländer stehen als dritter Absteiger neben Union Lohne (zu 99,9 Prozent) und Germania Leer fest.

Roth wollte sich nach der Partie nicht zu sehr mit dem Handelfmeter beschäftigen. Ihm stieß etwas anderes bitter auf. „Wir haben es versäumt, den Sack zuzumachen. Wir hatten eine Riesenchance, haben sie aber nicht genutzt“, sagte der Coach mit Blick auf die Tabelle. Und er ergänzte: „Wir haben ja seit Wochen eine schwere Last zu tragen. Diese Last hätten wir ablegen können. Klar, sie ist durch die anderen Ergebnisse etwas kleiner geworden, aber sie ist noch da.“ Drei Punkte und sechs Tore – so groß ist Oythes Polster auf TuRa Westrhauderfehn vor den letzten 90 Minuten der Saison. Oythe erwartet am Sonntag das Schlusslicht Leer, Westrhauderfehn gastiert in Bad Rothenfelde. „Dann müssen wir den letzten Schritt halt im letzten Spiel machen“, sagte Roth und warnte vor Leichtsinnigkeit.

Oyther Chancenarmut in Werlte

In Werlte gab's kämpferisch nichts auszusetzen. Dazu Roth: „Der Einsatz stimmte. Alles gut, das war in Ordnung.“ Fußballerisch machte sein Team aber einen Schritt zurück. „Wir haben es nicht sauber über die Außen gespielt. Das war in den letzten Spielen viel besser“, sagte Roth und bezeichnete das Offensivspiel als „vogelwild“ und „nicht zielstrebig genug“. Die Folge: Es gab kaum Chancen für die Gäste. Für eine Führung reichte es trotzdem: Johannes Finkenstädt setzte sich auf dem linken Flügel energisch durch und brachte den Ball vor das Sparta-Tor, wo Lennart Feldhus in Torjäger-Manier zur Stelle war und den Rest erledigte (30.) – es war sein siebter Treffer in den letzten sechs Spielen. Mit der Führung im Rücken versäumte es Oythe, einen zweiten Treffer nachzulegen. Die beste Chance dazu hatte Felix Schneppe, der Mitte der zweiten Halbzeit nur den Pfosten traf. Mehr lief nicht zusammen – und das wurde spät bestraft.

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