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So haben sich die Fußballer der OM-Teams im Pokal geschlagen

Bevern scheidet nach 22 Elfmeterschützen im Niedersachsenpokal aus. Im Bezirkspokal bestraft Vechta die Fehler von Steinfeld und Molbergen ringt Thüle nieder.

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Kopfballstark: Nico Thoben (gelbes Trikot, gegen Felix Müller) scheiterte am glänzend reagierenden Steimbker Torhüter (nicht im Bild). Foto: Wulfers

Kopfballstark: Nico Thoben (gelbes Trikot, gegen Felix Müller) scheiterte am glänzend reagierenden Steimbker Torhüter (nicht im Bild). Foto: Wulfers

Niedersachsenpokal:

SV Bevern - SV Steimbke n.E. 13:14. Enttäuschung bei den Fußballern des SV Bevern: In der ersten Runde des Niedersachsenpokals unterlag das Team von Trainer Simon Wehming in einem packenden Spiel dem Bezirkspokalsieger Hannover, SV Steimbke, mit 13:14 (3:3) nach Elfmeterschießen.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Hausherren nahezu optimal. Einen Eckball von Bernd Gerdes klatschte Gäste-Torhüter Seiler ins eigene Netz (10.) und kurz darauf traf Johannes Heitgerken mit einem 20-Meter-Knaller zum 2:0 (17.). Die Hausherren befanden sich klar auf Siegeskurs, hätten den Vorsprung sogar ausbauen können. Taten sie aber nicht, sodass die Gäste nach dem 1:2 von Tavan (44.) Morgenluft witterten.

Und es kam für den SV Steimbke noch besser: Unmittelbar nach Wiederanpfiff fälschte Frank Placke eine Flanke ins eigene Tor. Die Partie wogte nun hin und her mit den besseren Chancen für die Hausherren, denen aber – trotz bester Möglichkeiten – eine erneute Führung eben nicht gelang. Im Gegenteil: Als Pissor acht Minuten vor Schluss die Steimbker 3:2-Führung gelang, schien Beverns Niederlage besiegelt. Weit gefehlt: Bereits im Gegenzug traf Sascha Thale nach feiner Einzelleistung zum 3:3-Ausgleich.

Elferschießen wird zum Krimi

Elfmeterschießen war nunmehr angesagt, das sich zu einem Krimi entwickeln sollte. Sowohl bei Bevern als auch bei Steimbke trafen alle zehn Feldspieler. Somit kam es zum Duell der Torhüter. Während Nils Kordon den Ball an den Pfosten setzte, verwandelte Gäste-Schlussmann Jan-Niklas Seiler zum entscheidenden 14:13.

Jubel bei den Gästen Frust bei den Hausherren. „Wir haben die 2:0-Führung wegen Dummheit noch aus der Hand gegeben. Wir müssen vor allem an der Defensive arbeiten“, ärgerte sich SVB-Coach Simon Wehming.

Bezirkspokal:

SV Molbergen - SV Thüle 3:2 (0:1). Die Molbergener haben  ein umkämpftes Spiel für sich entschieden. Nach einem Erfolg der Gastgeber hatte es in der ersten Halbzeit überhaupt nicht ausgesehen. Thüle spielte stark auf, schlug aus seiner Überlegenheit zu wenig Kapital. Dabei war der SVT schon in der 10. Minute in Führung gegangen. Wegen eines indirekten Freistoßes nach Rückpass haderten die Molberger noch mit dem Pfiff, als die Gäste gedankenschnell den Freistoß ausführten und Jan-Ole Rahenbrock den Ball mühelos ins Netz schob.

Im Anschluss hatte Thüle einige gute Möglichkeiten, der SVM musste froh sein, dass es beim Gang in die Pause nur 0:1 stand. Doch einige arge Patzer auf Thüler Seite brachten die Platzherren wieder ins Spie. Johannes Bruns markierte das 1:1 (53.), nur fünf Minuten später drehte Stefan Langliz die Partie komplett.

Michael Abramczyk mit gelber Karte gut bedient

Doch die Thüler kamen zurück und mit Jonathan Menzens Freistoß zum 2:2 (64.) war alles wieder offen. Letztlich aber neigte sich die Waage auf Molberger Seite. Johannes Bruns verwandelte einen an Langliz verwirkten Foulelfmeter zum 3:2 (71.). Das Thüler Drängen auf den neuerlichen Ausgleich überstanden die ersatzgeschwächten Molberger (unter anderem fehlte urlaubsbedingt Trainer Luc Diamesso) unbeschadet. Dabei strapazierten sie ihr Glück mächtig. Michael Abramczyk war mit der Gelben Karte nach rüdem Einsteigen im Mittelfeld gegen Tobias Böhmann noch bestens bedient (84.). Und in den Schlussminuten trafen sowohl Böhmann (87.) als auch Menzen (88.) noch zweimal den Pfosten. Der Ausgleich blieb den Gästen indes versagt.

Michael Macke, der die Thüler gemeinsam mit Sebastian Thunert trainiert, war ob des Ergebnisses natürlich enttäuscht: „Die bessere Mannschaft hat verloren, da gibt es keine zwei Meinungen. Wir haben Molbergen mit unseren Fehlern eingeladen. Abgesehen davon aber haben wir vor allem in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Und nach der ersten Viertelstunde direkt nach der Pause haben wir die Begegnung auch wieder dominiert.“

Sparta Werlte - Hansa Friesoythe 1:3 (1:1). Dank dreier Treffer von Torjäger Keven Oltmer hat  Hansa das Ticket für die zweite Runde  gelöst. Beim Landesligaabsteiger  setzte sich die Mannschaft von Trainer Hammad El-Arab verdient durch. Nach einer guten Viertelstunde hatte Oltmer seinen ersten Auftritt, als er die Gäste in Führung brachte. Hansa war überlegen, verpasste aber einen zweiten Treffer. Nach rund 25 Minuten verlor Friesoythe ein wenig den Faden und fing sich prompt einen Konter zum 1:1 ein (30., Alexander Kenning). Nach der Pause übernahmen die Mannen um El-Arab wieder eindeutig das Kommando. Oltmers schnelles 2:1 (48.) spielte Hansa in die Karten, mit seinem 3:1 (65.) war alles klar. „Am Ende hätten wir noch höher gewinnen können, aber Werltes Torhüter hat zwei, drei tolle Paraden gezeigt“, meinte El-Arab. „Aber wir sind gegen einen unangenehmen Gegner weitergekommen, und das zählt.“

TuS Emstekerfeld - Frisia Goldenstedt 6:5 n. E. (1:1, 0:0). Mit viel Moral hat der TuS den Sieg geholt. Im ersten Durchgang spielten die Gastgeber wie aus einem Guss. Allein: Die Tore fehlten. Kais Stratmann und Linus Funke hätten eine klare Führung herausschießen können. Doch es ging torlos in die Pause. Je schlechter das Wetter nach der Pause wurde, umso mehr verflachte die Partie. Gut Chancen gab es hüben wie drüben kaum noch. Fast aus dem Nichts fiel das 0:1 durch Engelmann (82.). „Aber dann hat meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen“, lobte TuS-Coach Christian Kellermann. Das Aufbäumen wurde mit Raphael Wedemeyers Ausgleichtreffer in der Nachspielzeit belohnt. Jens Nöh, Linus Funke, Raphael Wedemeyer, Felix Schumacher und Kai Stratmann trafen für E'feld. Für Goldenstedt waren Manuel Meyer, Michael Feldhaus, Bernd Schlömer und Simon Lübbehusen erfolgreich.

BV Garrel - TSV Großenkneten 6:5 n. E. (2:2, 0:0). Die Fußballer des BV Garrel haben die zweite Runde im Bezirkspokal erreicht. Gegen den TSV Großenkneten setzten sie sich mit 6:5 nach Elfmeterschießen (2:2, 0:0) durch. Nach wenig erbaulicher erster Hälfte wähnten sich die Garreler klar auf Siegkurs, als Linus Backhaus (64., Freistoß) und Tom Lizenberger (75., der einem Befreiungsschlag des TSV-Keepers ins Tor lenkte) ein 2:0 herausschossen. Doch in den letzten zehn Minuten kamen die Gäste durch Mattis Asche (81.) und Marek Holland (90.) noch zum Ausgleich. Im Elfmeterschießen wurde BVG-Torhüter Jakob Flerlage zum Pokalhelden. Er wehrte zunächst den ersten Großenknetener Versuch von Malte Niemann ab. Weil dann Linus Backhaus, Neuzugang Kacper Lizaj, Raphael Walker und Amir Hasanbasic für Garrel trafen und Jakob Flerlage dann den Schuss von Mattis Asche parierte, musste der letzte Schütze der Platzherren, Pascal Looschen, gar nicht mehr ran.

Fast synchron in Richtung Ball: Eine Szene aus dem Spiel zwischen Falke Steinfeld und SFN Vechta. Foto: SchikoraFast synchron in Richtung Ball: Eine Szene aus dem Spiel zwischen Falke Steinfeld und SFN Vechta. Foto: Schikora

Falke Steinfeld - SFN Vechta 1:4. Große Freude gab's nach dem Spiel nur bei SFN Vechta. Der Fußball-Bezirksligist setzte sich beim klassenhöheren Landesligisten Falke Steinfeld mit 4:1 (1:0) durch und zog somit in die zweite Runde des Bezirkspokals ein. Dort trifft das Team von Trainer David Riesner nun auf BW Lohne II. Für Steinfeld war es dagegen ein völlig verpatzter Pflichtspielauftakt in die Saison 2022/23.

Riesner war voll des Lobes für sein Team angesichts des starken Auftritts. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der SFN-Coach. Mit seinem gewohnt temporeichen Umschaltspiel stellte SFN die Steinfelder vor große Probleme. Falkes Trainer Artur Zimmermann gestand ein: „Wir hatten viel zu viele einfache Ballverluste dabei und waren bei den Standards nicht konsequent genug.“

Während die Hausherren vorwiegend über den Ballbesitz die Partie kontrollieren wollten, lauerte Vechta auf mögliche Fehler des Gegners. Und diese Fehler kamen dann auch. „Wir wussten schon genau, wie Vechta spielt und was sie gut können“, meinte Zimmermann, der sich dadurch umso mehr über die Unkonzentriertheiten seiner eigenen Truppe ärgerte.

Vechta führt zwischenzeitlich sogar mit 4:0

Schon nach einer Viertelstunde besorgte Vechtas Brice Witte per Kopfball nach einer Ecke von Leo Kamke die Gäste-Führung. In der zweiten Hälfte blieben die Kreisstädter weiter am Drücker – und wurden belohnt: Kevin Steinfeld traf nach einer erneuten Vorlage von Kamke zum 2:0 (60.). Wenig später lenkte Steinfelds Paul Roggenkamp eine Kamke-Ecke zum vorentscheidenden 0:3 ins eigene Tor (67.). Fabian Geerken erhöhte sogar noch auf 4:0 für SFN (75., Abschluss aus 16 Metern), ehe Falkes Julian Rudi noch der Ehrentreffer gelang (84.).

Zimmermann zollte den Vechtaern nach dem Ende der Partie Respekt: „Das war ein starker Gegner, der mit sehr viel Tempo gespielt hat.“ Mit Blick auf das eigenen Leistungsvermögen meinte er: „So weit sind wir aktuell noch nicht.“ Riesner hob hingegen sein starkes Mittelfeld hervor, aus dem der dreifache Assistgeber Leo Kamke noch einmal herausstach. „Das war wirklich eine gute Leistung“, so der SFN-Coach.

SW Osterfeine - TV Dinklage 1:5. Auf dem Papier stand ein standesgemäßer 5:1 (3:1)-Sieg für den Favoriten beim Underdog. Doch gerade in der ersten Hälfte verkauften sich die Bezirksliga-Fußballer von SW Osterfeine im Bezirkspokal gegen den Landesligisten TV Dinklage teuer. „Ich bin mit der ersten Halbzeit schon sehr zufrieden. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir zu viele einfache Fehler und es dem Gegner insgesamt zu leicht gemacht“, analysierte Osterfeines Spielertrainer Mehmet Koc.

Der TVD erwischte einen echten Blitzstart und ging schon nach wenigen Minuten durch Lasse Barz in Führung, der nach einem langen Einwurf völlig frei zum Schuss kam (6.). Doch die Hausherren erholten sich schnell von dem frühen Rückschlag und glichen durch Louis Böckmann aus (11.,nach Vorlage von Florian Fangmann).

Danach war SWO besser im Spiel drin, leistete sich aber dann vor dem 1:2 einen fatalen Ballverlust im Zentrum, den Dinklage in Person von Bastian Dödtmann eiskalt bestrafte (34., nach Barz-Zuspiel). Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde der Gastgeber dann erneut kalt erwischt. Ein langer Ball von Dinklages Wilke Weßling landete genau bei Johann Kühling, der auf den einschussbereiten Barz querlegte – 3:1 für den TVD (42.).

Vier Augen, ein Ziel: Dinklages Björn Schnieders (rechts) und Osterfeines Maximilian bei der Hake wollen den Ball. Foto: SchikoraVier Augen, ein Ziel: Dinklages Björn Schnieders (rechts) und Osterfeines Maximilian bei der Hake wollen den Ball. Foto: Schikora

„Für die zweite Halbzeit haben wir uns dann nochmal viel vorgenommen“, berichtete Koc. Aber schon nach wenigen Minuten waren jegliche Pläne der Osterfeiner über den Haufen geworfen, als Bjarne Korte mit dem 4:1 für die endgültige Vorentscheidung sorgte (49., wiederum nach Vorlage von Barz). Der eingewechselte TVD-Stürmer Steffen Espelage sorgte schließlich mit dem 5:1 für den Endstand (73., im Nachsetzen).

Koc räumte ein, dass bis zum ersten Punktspiel in zwei Wochen noch viel Arbeit notwendig sei. Er hielt aber auch fest: „Es ist noch Zeit.“ Gleichzeitig lobte er auch den Gegner: „Dinklage hat es gerade im Zentrum richtig gut gemacht“, so Koc. Der entscheidende Mann bei den Gästen war Lasse Barz, der bis zu seiner Auswechslung an allen vier Toren beteiligt war. Für Dinklage geht es jetzt in der zweiten Runde weiter. Dort wartet jetzt der Vorjahresfinalist des Bezirkspokals, Amasyaspor Lohne, auf den TVD.

RW Visbek - VfL Wildeshausen 1:0. Beachtlicher Pokalcoup der Kreisliga-Fußballer von RW Visbek: Die Mannschaft von Trainer Andreas Marischen besiegte am Sonntagnachmittag im Nachbarschaftsduell den favorisierten Landesligisten VfL Wildeshausen mit 1:0 (0:0). Der letztjährige Kreisliga-Dritte, der sich als Kreispokalfinalist für den Bezirkspokal qualifizierte, zog dabei nicht unverdient in die zweite Runde ein.

Vor mehr als 250 Zuschauern verlief die erste halbe Stunde recht neutral. Die Rot-Weißen hielten gegen die Wildeshauser gut mit, auch wenn der Gast ein bisschen mehr vom Spiel hatte. In den 15 Minuten vor dem Kabinengang besaßen die Nordkreisler dann ihre beste Phase des ersten Durchgangs und ließen gleich drei gute Gelegenheiten liegen. So verfehlte Mittelfeldmann Marcel Brink beispielsweise mit einem 20-m-Schuss knapp das Wildeshauser Gehäuse von Janne-Ole Kay (37.) und auch Dennis Jex brachte den Ball nach einer Flanke von Nils Lübberding nicht im Tor unter (42.).

Kurz nach dem Pausentee ließ Simon Post in seinem ersten Herrenspiel das Visbeker Lager jubeln: Der aus der A-Jugend aufgerückte Stürmer war nach einem Kopfball von Thomas Lübberding per Abpraller zur Stelle (47.). Wenige Minuten später musste Wildeshausens Keeper Kay im Anschluss an einen Zusammenprall mit dem Krankenwagen abtransportiert werden (55.). Daraufhin versuchten die Gäste Visbek mehr und mehr hinten hineinzudrücken und noch den Ausgleich zu erzielen. RWV musste aber nur noch eine richtig gefährliche Situation überstehen, die Schlussmann Finn Feldhaus vereitelte (87.).

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