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Silber für Meyer: Löningerin holt Edelmetall

Lea Meyer hat bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften den 2. Platz über 3000 Meter Hindernis erreicht. Auch Xenia Krebs und Talea Prepens erreichen in ihrer Disziplin die Finalläufe.

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Auf dem Weg zu Silber: Lea Meyer (Zweite von rechts) war über 300 Meter Hindernis von Anfang an vorne mit dabei und wurde hinter Elena Burkard (rechts) Zweite. Tofavoritin Gesa-Felicitas Krause (Zweite von links) gab nach gut der Hälfte des Rennens auf. Foto: Prepens

Auf dem Weg zu Silber: Lea Meyer (Zweite von rechts) war über 300 Meter Hindernis von Anfang an vorne mit dabei und wurde hinter Elena Burkard (rechts) Zweite. Tofavoritin Gesa-Felicitas Krause (Zweite von links) gab nach gut der Hälfte des Rennens auf. Foto: Prepens

Die drei Vertreterinnen aus dem Kreis Cloppenburg haben bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig erfolgreich abgeschnitten. Herausragend die Silbermedaille, die Lea Meyer vom VfL Löningen über 300 Meter Hindernis errang. Außerdem qualifizierte sich ihre Vereinskollegin Xenia Krebs über 800 Meter überraschend für den Endlauf. Talea Prepens vom TV Cloppenburg rutschte als Nachrückerin ins Finale des 100-Metersprints und überstand auch über 200 Meter die Qualifikation.

Favoritin Gesa-Felicitas Krause gibt das Rennen auf

Die Konkurrenz über 3000 Meter Hindernis der Frauen begann bei heißen Temperaturen um die 36 Grad mit gemäßigtem Tempo, lange Zeit blieb die Spitzengruppe zusammen. Nach etwa der Hälfte des Rennens setzte sich Elena Burkard leicht ab und nahezu im gleichen Moment gab die haushohe Favoritin, Gesa-Felicitas Krause, das Rennen auf. Lea Meyer, die im Vorjahr Fünfte geworden war, und Agnes Thurid Gers (SCC Berlin) setzten sich wiederum von den Verfolgerinnen ab und machten Platz zwei unter sich aus.

Eingangs der Schlussrunde ergriff die Löningerin die Initiative, schob sich an Gers vorbei und sicherte sich die Silbermedaille. In 9:59,87 Minuten blieb sie neben der Siegerin Burkard (LG Farbtex Nordschwarzwald/9:50,31 Minuten) als Einzige unter der Zehn-Minuten-Marke. Gers wurde in 10:02,85 Minuten Dritte. Dass Meyer ziemlich genau fünf Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit blieb, spielte im Glanz des Silbers keine Rolle.

Krebs belegt in Finale Rang 7

Xenia Krebs qualifizierte sich mit einer starken neuen persönlichen Bestleistung für das Finale über 800 Meter. Die bisherige Marke von 2:09,83 pulverisierte sie förmlich im letzten von drei Vorläufen. Mit 2:07,28 Minuten landete sie auf dem dritten Rang. Als eine von zwei Zeitschnellsten holte sie sich neben den jeweils beiden Erstplatzierten der Vorläufe ein Ticket für das Entscheidungsrennen.

Im Finale am späten gestrigen Nachmittag hatte die 18-Jährige dann erwartungsgemäß mit dem Ausgang nichts zu tun. Von Beginn an enteilte ihr das Feld, aber die Löningerin hielt durch, wenngleich sie bei Weitem nicht an ihre Zeit aus dem Vorlauf herankam. 2:12,27 Minuten standen am Ende zu Buche, die ihr Platz sieben bescherten, da die Münchenerin Jana Reinert das Rennen nicht beendete.

Überhaupt aber das Finale erreicht zu haben, ist ein großer Erfolg für das Talent des VfL Löningen. Christina Hering von der LG Stadtwerke München wurde in 2:01,62 Minuten Deutsche Meisterin vor Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) in 2:02,07) und Herings Vereinskameradin Majtie Kolberg, die sich in 2:02,27 Minuten die Bronzemedaille sicherte.

Prepens stellt über 100 Meter ihren persönlichen Rekord ein

Talea Prepens hatte das Finale über 100 Meter eigentlich um Haaresbreite verpasst. In ihrem Vorlauf hatten 11,58 Sekunden zu Platz drei gereicht und stellten „nur“ das drittbeste Ergebnis der Zeitschnellsten da. Eine Hundertstelsekunde fehlte auf Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar). Da diese aber auf den Endlauf verzichtete, rückte Prepens nach. „Wir waren schon auf dem Weg zu unserem Auto, als uns auf dem Parkplatz diese Nachricht erreichte“, erzählt Vater und Trainer Harald Prepens.

Zweimal im Finale: Talea Prepens (rechts) erreichte über 100 und 200 Meter den Endlauf. Foto: PrepensZweimal im Finale: Talea Prepens (rechts) erreichte über 100 und 200 Meter den Endlauf. Foto: Prepens

Im Finale wurde die Cloppenburgerin dann Achte, stellte mit 11.54 Sekunden aber ihren persönlichen Rekord ein. Diese Bestmarke hatte sie erst vor zwei Wochen in Zeven gesetzt. „Dort hatte Talea aber 1,7 Meter Rückenwind, in Braunschweig war es windstill. Daher war sie nie so gut wie im Finale“, sagt Harald Prepens. Gold holte sich Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF/11,30), zudem landeten Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar/11,34) und Lisa Nippgen (MTG Mannheim/11,40) auf dem Treppchen.

Am Sonntagmittag schaffte die TVC-Sprinterin über 200 Meter den direkten Einzug ins Finale. Platz drei im zweiten Vorschlussrundenlauf mit der Saisonbestleistung von 23,64 Sekunden reichten, um sich direkt für das Finale am Abend zu qualifizieren. Dort lief die 18-Jährige ein beherztes Rennen und wurde mit einem mehr als beachtlichen fünften Platz belohnt. „Nebenbei“ verbesserte Prepens ihre persönliche Bestzeit um nicht weniger als zwölf Hunderstelsekunden von 23,51 auf 23,39 Sekunden. Der Sieg ging in 23,07 Sekunden an Jessica-Bianca Wessolly von der MTG Mannheim vor Laura Müller (LC Rehlingen/23,14), Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF/23,14) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar/23,28).

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