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SFN Vechtas Handballerinnen jubeln nach "ganz schlimmem Spiel"

Der Drittligist behauptete sich in Bad Salzuflen unter schwierigen Bedingungen. Mehrere Leistungsträgerinnen fehlten – und dann sah auch noch eine Vechtaerin die Rote Karte.

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Voller Einsatz: Klara Germann in Bad Salzuflen. Foto: G. Müller

Voller Einsatz: Klara Germann in Bad Salzuflen. Foto: G. Müller

Es war kein schönes Spiel, laut Trainer Christoph Nisius war es sogar ein „ganz schlimmes Spiel“. Aber das interessierte am Sonntagabend niemanden mehr, als die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta in Bad Salzuflen in den Teambus stiegen, um die Heimreise anzutreten. Das einzige, was nach dem 23:17 (12:8)-Erfolg beim Aufsteiger Handball Bad Salzuflen zählte, waren die zwei Punkte. Und vielleicht noch die Aussicht auf eine (Hallen-) trainingsfreie Woche. Entsprechend gelöst war die Stimmung.

„Trotz aller Unwägbarkeiten haben wir auswärts mit sechs Toren gewonnen. Das muss man in der 3. Liga auch erst mal schaffen“, sagte Nisius und sprach von einem weiteren „Entwicklungsschritt, gerade auch für die jungen Spielerinnen“. Sie hätten gesehen, dass sie auch ohne ihre Kapitäninnen in der Lage sind, Spiele zu gewinnen.

Neben Maylin Aumann (verletzt) und Luca Vodde, die wegen ihres Neuseeland-Aufenthaltes letztmalig fehlte, fielen auch Svenja Ruhöfer (Handbruch) und Torfrau Ellen Loock (Infekt) aus, so dass Rike Kühling durchspielen musste. Svenja Ruhöfers Vertretung am Kreis, Paula Clasen (Erkältung) und Paula Zerhusen (Magen-Darm) gingen angeschlagen ins Spiel.

Und dann sah Rechtsaußen Nele Wessels nach gut 25 Minuten auch noch die Rote Karte. Sie hatte auf Außen einen langen Schritt in den Fuß ihrer Gegenspielerin gemacht. „Eine Kann-Rote-Karte“, fand Nisius. Auf der Gegenseite sah später auch Nele Niedertubbesing Rot (53.). Sie hatte Leonie Schreiber in den Wurfarm gegriffen.

Vechta verpasste es, dem athletisch unterlegenen Gegner frühzeitig den K.o. zu verpassen.

Mit 0:2 und 1:3 erwischte SFN vor rund 200 Zuschauern (darunter 40 aus Vechta) einen schlechten Start. Doch trotz der Gefahr, als erste Mannschaft gegen Bad Salzuflen (jetzt 0:12 Punkte) Federn zu lassen, blieb Vechta relativ cool. Beim 5:6 (15.) lag Vechta letztmalig hinten. Paula Clasen (2), Carla Clasen und Paula Zerhusen stellten dann von 7:7 auf 11:7 (26.) und sorgten damit für etwas Entspannung auf der Vechtaer Bank.

Dennoch blieb der Auftritt durchwachsen. „Wir hatten sehr viele technische Fehler und Fehlwürfe drin“, monierte Christoph Nisius. Nach der Pause verpasste es sein Team dann, dem athletisch unterlegenen Gegner frühzeitig den K.o. zu verpassen. „Wir hatten Phasen, in denen wir auf fünf, sechs sieben Tore hätten wegziehen können“, berichtete Nisius. Stattdessen blieb Bad Salzuflen bis zum 15:18 in Schlagdistanz. Erst ab dem 22:16 (53.) durch einen Siebenmeter von Tina Schwarz war die Sache dann relativ klar.


Handball Bad Salzuflen - SFN Vechta  17:23 (8:12)

  • Zuschauer: 200
  • SFN Vechta: Rike Kühling – Tina Schwarz (7/4), Paula Clasen (6), Maya Janßen, Carla Clasen, Ria Hacek (je 3), Paula Zerhusen (1), Leonie Schreiber, Edna Esteves, Marie Majewski, Nele Wessels, Maike Deeben, Klara Germann.
  • Beste Werferinnen Bad Salzuflen: Lisa Opitz (5), Viola Pallas (4), Lara Kleine (3).
  • Nächstes Spiel: 29. Oktober (Samstag, 17.30 Uhr) gegen die HSG Blomberg-Lippe II.

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