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SFN Vechtas Handballerinnen genießen den Augenblick

Nach dem Coup von Chemnitz herrschte bei Trainer Christoph Nisius und seinem Team große Erleichterung. Jetzt stellt sich die Frage: Wird die Abstiegsrunde überhaupt komplett zu Ende gespielt?

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Glücksgefühle in der Sachsenhalle: Vechtas Spielerinnen feiern den 22:20-Sieg in Chemnitz. Foto: Gabi Müller

Glücksgefühle in der Sachsenhalle: Vechtas Spielerinnen feiern den 22:20-Sieg in Chemnitz. Foto: Gabi Müller

Die Stimmung an Bord der beiden Bullis war prächtig, nur auf die ersehnten Kaltgetränke mussten die Handballerinnen von SFN Vechta auf ihrer nächtlichen Heimreise noch ein wenig warten. „Wir waren ein bisschen frustriert, weil auf den ersten 120 Kilometern keine Tankstelle kam“, berichtete Trainer Christoph Nisius am Tag danach schmunzelnd.

Doch diese kleine Unannehmlichkeit nahm die gut gelaunte Reisegruppe aus Vechta an diesem Abend gerne in Kauf. Nach dem 22:20 (12:10)-Erfolg des Vechtaer Mini-Aufgebots beim HV Chemnitz und dem damit verbundenen vorzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga gab es wenig, was die Stimmung im SFN-Lager hätte trüben können.

„Seit meinem Amtsantritt waren es unglaublich intensive, turbulente Monate. Aber als ich am Sonntagabend in die Gesichter der Mädels geschaut habe oder heute die Nachrichten lese, die sie mir geschickt haben, dann weiß ich, der ganze Aufwand hat sich gelohnt“, sagte Trainer Christoph Nisius in einem ersten Saisonfazit.

„Ich glaube Stand jetzt nicht, dass Chemnitz noch zu uns kommt“Vechtas Trainer Christoph Nisius

Dabei geht die „Klassenverbleibsrunde“ noch weiter. Am Samstag (19.00 Uhr) steht für Vechta das Heimspiel gegen Pfeffersport Berlin an. Im Spielplan stehen außerdem die Partien in Berlin (22. Mai) und zu Hause gegen Chemnitz (28. Mai).

Allerdings steht Chemnitz nach der Niederlage gegen Vechta bereits als Absteiger fest. „Ich glaube Stand jetzt nicht, dass Chemnitz noch zu uns kommt“, sagt Christoph Nisius. Denn der Aufwand für die Reisen quer durch Deutschland ist für Amateurvereine wie Frauen-Drittligisten gewaltig.

Das weiß auch Vechtas Abteilungsleiter Jörn Borchardt: „Wenn wir nach Chemnitz und Berlin mit dem Bus gefahren wären, hätte uns das zusammen weit über 3000 Euro gekostet“, sagt Borchardt.

Abteilungsleiter Borchardt stellt den Sinn der Abstiegsrunde in Frage

Angesichts dieser Kosten stellt er den Sinn der Abstiegsrunde generell infrage. „Wieso sagt man nicht, die letzten Vier steigen ab?“, fragt er in Richtung Deutscher Handballbund (DHB). „Nächstes Jahr haben wir ja wieder das gleiche Problem“, sagt Borchardt: „Mein Eindruck ist, die 3. Liga ist so ein bisschen das ungeliebte Kind des DHB.“

Doch jetzt genießt man bei SFN erst mal den Moment. Jörn Borchardt hat am Sonntag in der Heimat am Liveticker mitgefiebert. „Wie die Mannschaft das durchgezogen hat, mit acht Spielerinnen, das war echt Wahnsinn“, findet er.

Jetzt will Vechta die Saison „sauber zu Ende spielen“, wie Nisius es ausdrückt. „Wir wollen nicht negativ in den Wettbewerb eingreifen. Und wir freuen uns auf das Heimspiel gegen Pfeffersport“, so der Coach.

Durch den sicheren Klassenerhalt hat Vechta nun auch bessere Karten in den Gesprächen mit potenziellen Neuzugängen. Die ersten beiden sollen in Kürze verkündet werden.

Die Spielerinnen freuen sich unterdessen bereits auf die Mannschaftsfahrt nach Mallorca (10. bis 14. Juni). Probleme bei der Beschaffung von Kaltgetränken dürfte es dort nicht geben.

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