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SFN Vechta und BV Garrel stehen weite Reisen bevor

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Staffeln der 3. Liga eingeteilt. Die gute Nachricht: Vechta und Garrel spielen in einer Staffel. Die schlechte: Ihnen stehen drei Reisen in den Osten bevor.

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Eine harte Saison vor Augen: Ria Hacek von SFN Vechta. Foto: Schikora

Eine harte Saison vor Augen: Ria Hacek von SFN Vechta. Foto: Schikora

Spannende Derbys, starke Gegner, weite Reisen: Der Deutsche Handballbund (DHB) hat die Staffeleinteilung für die 3. Liga der Frauen veröffentlicht – und SFN Vechta und der BV Garrel haben eine interessante, aber auch sportlich und organisatorisch herausfordernde Gruppe erwischt.

Beide wurde für die Saison 2022/23 in die 3. Liga Nord eingeordnet. Wobei der DHB den Begriff „Nord“ diesmal recht eigenwillig interpretiert. Denn zu den elf Teams in der Staffel gehören auch der SC Markranstädt aus Sachsen sowie der SV Union Halle-Neustadt II aus Sachsen-Anhalt und der Thüringer HC II aus der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt.

Vechtas Coach Christoph Nisius reagierte „entsetzt bis geschockt“ auf die Einteilung, besonders mit Blick auf die Auswärtsreisen in den Osten. „Wenn man auf die Karte guckt, ergibt das schon Sinn, aber die Fahrten nach Halle, Erfurt und Markranstädt sind natürlich brutal“, findet der 38-Jährige: „Der finanzielle Aufwand ist riesig. Das sind Touren, auf denen man übernachten muss oder wegen der Lenkzeiten einen zweiten Busfahrer braucht.“ Um so mehr freut er sich auf die Duelle mit Garrel und Oldenburg II: „Das ist das Schöne – dass wir die beiden Derbys wieder haben.

"Es sind zwei amtierende Meister dabei, und Blomberg ist derzeit mit Leverkusen das Beste, was Deutschland im Jugendbereich zu bieten hat“SFN Vechtas Trainer Christoph Nisius

Sportlich dürfte es ein hartes Jahr für SFN werden. Mit Oldenburg, Halle-Neustadt, Thüringen und Blomberg-Lippe sind gleich vier Erstligisten mit ihren Reserveteams in der Nordstaffel vertreten. „In den anderen Staffeln sind es maximal zwei“, sagt Nisius. Die Reserveteams sind als Gegner äußerst unbeliebt, weil sie kaum Zuschauer haben und zur Not – etwa im Abstiegskampf – gerne auf Verstärkung aus den ersten Mannschaften zurückgreifen.

Zudem sind mit Garrel und Blomberg-Lippe II zwei Staffelsieger der vergangenen Saison sowie auf ein Tabellendritter (Hannover-Badenstedt) und zwei Vierte (Markranstädt und Lit Tribe/Minden) in der Gruppe vertreten. Der genaue Spielplan soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

„Das ist eine sehr starke Staffel. Es sind zwei amtierende Meister dabei, und Blomberg ist derzeit mit Leverkusen das Beste, was Deutschland im Jugendbereich zu bieten hat“, sagt Christoph Nisius. Er befürchtet: „Es wird hart, unter die ersten Sieben zu kommen.“ Und das ist das erklärte Ziel der Vechtaerinnen. Denn wie im Vorjahr gibt es auch diesmal nach der Vorrunde eine Abstiegsrunde. Bis zu 20 der 56 Drittligisten steigen in die Oberligen ab. Die 3. Liga wird auf 48 Teams reduziert.

Auch Jonas Kettmann, der Trainer des BV Garrel, rechnet mit einer schweren Saison. „Da sind richtig gute Teams dabei." Dass seine Mannschaft gleich auf drei Gegner aus dem Osten Deutschlands trifft, kann er nicht verstehen. „Wir müssen dreimal mehr als 800 Kilometer hin und zurück fahren. Das ist schon hart. Nicht nur ich, sondern auch die anderen Trainer sind davon überzeugt, dass man das auch anders hätte lösen können“, so Kettmann weiter.


3. Liga Nord Damen 2022/23

  • BV Garrel (1. Nord)
  • VfL Oldenburg II (6. Nord)
  • SFN Vechta (7. Nord)
  • SC Markranstädt (4. Ost)
  • SV Union Halle-Neustadt II (5. Ost)
  • Thüringer HC II (7. Ost)
  • HSG Blomberg-Lippe II (1. West)
  • TV Hannover-Badenstedt (3. West)
  • LIT Tribe 1912 Minden (4. West)
  • Handball Bad Salzuflen (Aufsteiger)
  • SV Altencelle (Aufsteiger)

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