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SFN Vechta nicht gut genug für den Liga-Primus

Die Handballerinnen des Drittligisten verlieren das Topspiel beim Spitzenreiter TV Hannover-Badenstedt mit 25:31. SFN-Coach Christoph Nisius fand danach deutliche Worte.

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Zug zum Tor unter erschwerten Bedingungen: Vechtas Maya Janßen im Spiel bei Hannover-Badenstedt. Foto: Gabi Müller

Zug zum Tor unter erschwerten Bedingungen: Vechtas Maya Janßen im Spiel bei Hannover-Badenstedt. Foto: Gabi Müller

Christoph Nisius hatte unter der Woche so eine Vorahnung. „Ich befürchte, dass es kein gutes Spiel von meiner Mannschaft wird“, sagte der Trainer der Handballerinnen von SFN Vechta vor dem Spitzenspiel der 3. Liga Nord beim TV Hannover-Badenstedt. Er rechnete mit einem gewissen Spannungsabfall nach dem jüngsten Highlight-Spiel gegen Blomberg-Lippe II. Und genauso kam es dann auch: SFN bekam im Duell Erster gegen Zweiter die Grenzen aufgezeigt – es war nicht heftig, aber schon recht deutlich. „Hannover hat verdient gewonnen“, erklärte Nisius am Samstagabend nach der 25:31 (12:16)-Niederlage in der Sporthalle der IGS Linden. Und er ergänzte: „Es wäre mehr drin gewesen, wenn wir an die letzten Leistungen herangekommen wären. Das war aber absolut nicht der Fall.“ Nisius räumte ein: „Viele haben ihre Leistung nicht gezeigt.“

Für sein Team war's die erste Niederlage nach fünf ungeschlagenen Spielen mit 9:1 Punkten. In der Tabelle fiel SFN mit nunmehr 11:7 Zählern auf den dritten Platz zurück, der VfL Oldenburg II (12:4) zog durch den 27:23-Sieg in Garrel vorbei. Der TV Hannover-Badenstedt untermauerte unterdessen den Nummer-eins-Status (14:2).

SFN Vechta erwischte keinen guten Start. Nisius ging sogar noch einen Schritt weiter: „Wir sind unfassbar schlecht reingekommen ins Spiel.“ 1:5, 2:8, 4:11 – die Gäste liefen früh der Musik hinterher. „Wir haben viel durchgewechselt, bis eine Formation da war, die stabil stand und auch Zug zum Tor hatte“, berichtete Nisius. Ein Tor von Carla Clasen zum 5:11 (20.) leitete ein Phase ein, die der Coach so beschrieb: „Wir konnten uns fangen.“ Beim 12:15 war Vechta wieder auf drei Tore dran.

Grundsätzlich hielt Nisius mit Blick auf die erste Halbzeit aber fest: „Wir haben uns schwer getan und keine sauberen Auslösungen gespielt. Wir waren zu hektisch und sind zu oft blind rein in die 3-2-1. Wir haben es nicht geschafft, die Breite zu bespielen und die Nahtstellen zwischen Halb und den Außen zu treffen.“ Seine Mannschaft habe sich jedes Tor „sehr mühselig erarbeiten“ müssen.

Nach dem Seitenwechsel blieb der Tabellenzweite in Schlagdistanz. 14:16, 16:17, 19:21, 23:24 und 24:26 – es war lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe, der zweite Ausgleich nach dem frühen 1:1 blieb SFN jedoch verwehrt, und dann gab's den K.o. per 0:4-Serie zum 24:30. „Wir waren dran, haben es aber nicht geschafft“, sagte Nisius. Er haderte mit einer „katastrophalen Chancenverwertung“. Er zählte über 20 Fehlwürfe, „teilweise aus richtig guten Schusspositionen“.

Und so musste die SFN-Crew am Ende dem Liga-Primus, der im dritten Spiel in Folge 31 Tore warf, zum sechsten Sieg gratulieren. Hannover-Badenstedt hat bislang nur gegen den SV Altencelle verloren – und das ist der nächste SFN-Gegner. Erfreulich bei Vechta: Die lange verletzte Maylin Aumann war erstmals wieder im Kader. Sie spielte zwar noch nicht, das Comeback steht aber unmittelbar bevor.

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