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SFN Vechta macht in Thüringen zu viele Fehler

Die Drittliga-Handballerinnen kamen beim Thüringer HC II nicht über ein 27:27 hinaus. Trainer Christoph Nisius war enttäuscht. Mit einer taktischen Variante der Gastgeberinnen kam SFN gar nicht klar.

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Kein Durchkommen: Vechtas Maya Janßen (rechts). Foto: Müller

Kein Durchkommen: Vechtas Maya Janßen (rechts). Foto: Müller

Nach der Schlusssirene wurde es in der Salzahalle noch mal ziemlich laut. Völlig euphorisierte Handballerinnen sprangen Arm und Arm wild im Kreis und schrien herum: „Hey, hey, hey, hey, hey.“ Sie strahlten dabei regelrecht um die Wette. Es waren aber nicht die Spielerinnen von SFN Vechta, die hier am Sonntagabend ekstatisch ihren dritten Drittliga-Sieg feierten – sondern es war der überwiegend mit Talenten besetzte Thüringer HC II, der hier ein 27:27 (14:14) gegen die Sportfreundinnen bejubelte. Der Grund für die übermäßige Freude: Es war der erste Punkt für die Gastgeberinnen.

Vechtas Trainer Christoph Nisius sprach nach der Partie vor 64 Besuchern in der 2000 Zuschauer fassenden Halle von einem „verlorenen Punkt“ und erklärte: „Wenn man die eigentlichen Kräfteverhältnisse der Mannschaften sieht, hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Aber der Gegner hat mehr investiert – über das gesamte Spiel. Und wir haben einfach sehr viele individuelle Fehler gemacht, die in der 3. Liga nichts zu suchen haben.“ Man habe einige „Basis-Dinge“ nicht umgesetzt.

Nach dem recht guten Start mit einer 4:2-Führung (7.) entwickelte sich über ein 6:6 (16.) und ein 9:9 (20.) ein offenes Spiel. In einer schwächeren SFN-Phase vor der Pause konnte die Bundesliga-Reserve auf 11:9 (22.) und 14:12 (28.) wegziehen. Aber dank einer guten Ellen Loock im Tor blieb alles im Rahmen – und SFN kam zur Pause zum 14:14.

Vier Sekunden vor Schluss fängt sich SFN den Ausgleich

Zur Halbzeit nahmen die Vechtaerinnen einige Umstellungen vor – und die fruchteten zunächst: SFN erspielte sich eine Vier-Tore-Führung zum 20:16 (42.) und 21:17 (44.). Dann nahmen die Gastgeberinnen allerdings eine taktische Änderung vor, fortan agierten sie im Angriff mit sieben Feldspielerinnen. „Damit kam mein Team überhaupt nicht zurecht“, berichtete Nisius. Der Thüringer HC II glich zum 22:22 (49.) aus, der Vorsprung war dahin. Nisius dazu: „Das war für mich leider enttäuschend, dass Trainingsinhalte, die wir trainiert haben, auf einmal wie gelöscht waren und ich eine Auszeit dafür nehmen musste, um das noch mal wieder hervorzurufen.“

Der Gegner spielte nach dieser Auszeit konsequent mit sieben Feldspielerinnen weiter – und etwas verbesserte Vechtaerinnen verpassten hochkarätige Chancen. Gleich zweimal wurde das leere Tor verfehlt, so kamen die Gastgeberinnen nach einem Zwei-Tore-Rückstand wieder zu einem 26:26 (59.). Nach einer weiteren SFN-Auszeit erzielte Svenja Ruhöfer den 27:26-Treffer – aber vier Sekunden vor Ende musste Vechta das 27:27 schlucken. Ein SFN-Tor danach zählte nicht mehr, weil die Zeit abgelaufen war. Vechta ärgerte sich mehr über einen vermeintlichen Wechselfehler vier Minuten vor Schluss. Aber der Grund für den „verlorenen Punkt“ war die eigene Leistung.

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