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SFN Vechta gegen Halle II: Punkten – oder lernen?

Der Handball-Drittligist erwartet am Samstag die Bundesliga-Reserve aus Sachsen-Anhalt und fragt sich: Wer läuft beim Gegner auf?

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Belebendes Element im Vechtaer Rückraum: Neuzugang Maya Janßen (20) im Auftaktspiel gegen LiT Tribe. Foto: Schikora

Belebendes Element im Vechtaer Rückraum: Neuzugang Maya Janßen (20) im Auftaktspiel gegen LiT Tribe. Foto: Schikora

Der größte Fan sitzt am anderen Ende der Welt und wird wohl auch am Samstag am Liveticker mitfiebern. Während die Handballerinnen von SFN Vechta um Punkte in der 3. Liga kämpfen, erfüllt sich Luca Vodde, Kapitänin und Anführerin des Teams, mit ihrer Neuseelandreise einen lange gehegten Traum. „Sie hat dort eine tolle Zeit. Aber es tut ihr schon weh, dass sie nicht dabei sein kann“, berichtet Trainer Christoph Nisius. Die Dinklagerin stehe im engen Austausch mit ihrem Team. „Und sie schickt vor jedem Spiel eine Message an die Mannschaft“, berichtet Nisius.

Sportlich wird die Rückraumspielerin schmerzlich vermisst. Die ersten beiden von insgesamt sechs Spielen ohne sie gingen in Markranstädt und in Oldenburg verloren. Auch am Samstag (17.30 Uhr) im Heimspiel gegen das Juniorteam des SV Union Halle-Neustadt II wird die 24-Jährige ihrem Team fehlen. Doch auch ohne ihre Leaderin wollen die Vechtaerinnen mit den eigenen Fans im Rücken in die Erfolgsspur zurückkehren – und an das 40:29 im bislang einzigen Heimspiel gegen LiT Tribe anknüpfen.

Gegen Halle-Neustadt II ist zumindest Linkshänderin Tina Schwarz wieder an Bord. Nun fehlt nur noch Maylin Aumann, die aber nach sechs Monaten wieder ins Teamtraining eingestiegen ist. Mit Carla Clasen, Paula Zerhusen (beide Sprunggelenk), Ria Hacek (schwere Oberschenkelprellung), Klara Germann und Nele Wessels (beide krank) sind jedoch einige Spielerinnen angeschlagen.

Halles Erste spielt am Sonntag in Oldenburg

Gegen Halle erwartet SFN, das erstmals zu Hause in seinen neuen Trikots aufläuft, das übliche Problem mit den Reserveteams: Beim jüngsten 29:26-Sieg gegen Vechta-Bezwinger Markranstädt standen gleich sechs Spielerinnen aus dem Bundesliga-Kader im Team der Zweiten. Darauf muss auch Vechta am Samstag gefasst sein. Denn Halles Erste spielt am Sonntag ganz in der Nähe beim VfL Oldenburg.

Halles Sportdirektor Jan-Henning Himborn schließt eine massive Verstärkung aus dem Bundesliga-Team im Gespräch mit OM-Medien allerdings aus: „Dafür ist das Spiel in Oldenburg viel zu wichtig“, sagt Himborn und betont: „Die erste Mannschaft hat ganz klar Priorität. Und unsere Philosophie ist es auch, den jungen Spielerinnen Spielanteile zu geben.“

Ohne die Verstärkung aus der Ersten war Halle-Neustadt II zuvor mit einer extrem jungen Mannschaft bei LiT Tribe mit 11:39 untergegangen, auch wenn die Partie anschließend wegen des Einsatzes einer nicht spielberechtigten Spielerin mit 0:0 Toren und 2:0 Punkten für LiT Tribe gewertet wurde.

„Wenn die Spielerinnen aus der Ersten dabei sind, ist es ein unfassbar dickes Brett“, weiß SFN-Coach Nisius: „Aber auch dann wäre es ein Gewinn für meine junge Mannschaft, weil sie viel lernen kann.“

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