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SFN Vechta erwartet den „Goliath der Liga“

Die Handballerinnen vom SV Henstedt-Ulzburg sind am Samstag in Vechta zu Gast. SFN-Coach Kai Freese sagt über den Spitzenreiter der 3. Liga Staffel A: „Es kommt ein Express auf uns zu.“

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Wo ist die Lücke? Vechtas Luca Vodde (Mitte), hier im Spiel gegen Alstertal. Foto: Schikora

Wo ist die Lücke? Vechtas Luca Vodde (Mitte), hier im Spiel gegen Alstertal. Foto: Schikora

Die Hürde ist hoch, verdammt hoch sogar. Gut möglich, dass sie auch zu hoch ist. Aber: Die Handballerinnen von SFN Vechta haben große Lust auf diese Herausforderung, auf diese Herkulesaufgabe – oder wie Trainer Kai Freese es formuliert: „Das ist der Goliath der Liga. Es kommt ein Express auf uns zu.“ Dieser Express, dieser ICE der 3. Liga Staffel A, ist der SV Henstedt-Ulzburg.

Der Spitzenreiter aus dem Süden Schleswig-Holsteins, ausgestattet mit einer makellosen Punktebilanz (12:0), läuft am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Vechta-West auf. Für den heimischen Tabellendritten (8:4) ist das Kräftemessen mit den „Frogs“ aus dem Kreis Segeberg, die seit 2010 ununterbrochen der 3. Liga angehören, ein echter „Stresstest“. Sein Team brauche „eine Topleistung“, um dem Liga-Primus Paroli bieten zu können, so Freese, „einen Sahnetag“.

Zu so einem Sahnetag gehört nicht nur die Unterstützung der Fans (Freese: „Wir brauchen die Halle“), auch reichlich eigenes Zutun ist nötig. „Wenig Fehler im Abschluss“ sind für den SFN-Coach ein Schlüssel. Denn, so Freese: „Henstedt hat ein beeindruckendes Umschaltspiel. Sie kommen mit unheimlich viel Dampf, mit viel Athletik.“ Der SV Henstedt-Ulzburg erzielte bislang im Schnitt 30,8 Tore pro Partie, Vechtas Wert liegt sieben Treffer darunter. Freese sagt: „Henstedt-Ulzburg hat einige beeindruckend hohe Siege gefeiert.“ Nur beim 23:21 im Topspiel in Garrel war's knapp, die fünf anderen Partien gewannen die „Frösche“ im Schnitt mit 14 Toren Differenz, dazu passt das jüngste 34:20 beim TV Oyten.

Freese warnt vor der Rückraum-Achse von Henstedt

Die Rückraum-Achse mit Jule Meisner (links), Tarja Pauschert (Mitte) und Kristin Rakowski (rechts) gehört für Freese „zum besten, was die Liga zu bieten hat“. Hinzu kommt mit Carina Büchel eine starke Rechtsaußen. Meisner (21) gehört zudem per Doppelspielrecht dem Kader von Buchholz-Rosengarten (1. Liga) an. Dass Henstedt nur knapp 19 Tore pro Spiel kassiert, liegt laut Freese an der „besten, aggressivsten 6:0-Abwehr in unserer Liga“. Und so sind's sechs Siege in sechs Spielen; eine Bilanz, die in der sechsteiligen 3. Liga sonst nur noch die HSG Blomberg-Lippe II, SG Mainz-Bretzenheim und der TSV Haunstetten als Spitzenreiter der Staffeln C, D und F vorweisen können.

Und Vechta? Mit Platz drei ist alles im Lot, SFN spürt keinerlei Druck. Dass einige Spielerinnen erkältet sind, macht die Sache aber nicht einfacher. Erfreulich: Leonie Schreiber (Fuß) und Jane Müller (Rücken) haben ihre Blessuren auskuriert, und Ria Hacek ist nach gut dreiwöchiger Abwesenheit (Beachturnier in Palermo, Hochzeit ihrer Schwester in Kroatien) auch wieder da, sie hat aber Trainingsrückstand. Übrigens: Im April 2017 siegte Vechta mit 31:27 in Henstedt-Ulzburg und spuckte dem damaligen Tabellenzweiten in die Meistersuppe. Überragend damals: Ewa Wozinska im Tor und Tina Schwarz mit 15 Treffern. „Das war eine Sternstunde“, erinnert sich Freese. Auf so eine Sternstunde hofft SFN erneut.

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