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SFN Vechta bricht nach Traumstart komplett ein

Der Handball-Drittligist kassierte mit dem 19:22 bei der HSG Mönkeberg im vierten Saisonspiel seine erste Niederlage. Trainer Kai Freese war enttäuscht - auch von der Einstellung einiger Spielerinnen.

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Voller Einsatz in der Abwehr: Klara Germann stoppt eine Mönkeberger Angreiferin. Foto: Gabi Müller 

Voller Einsatz in der Abwehr: Klara Germann stoppt eine Mönkeberger Angreiferin. Foto: Gabi Müller 

Es war schon Sonntagmorgen, als der Bus mit den Handballerinnen von SFN Vechta nach der langen Rückfahrt wieder am ZOB eintraf. Um 10.00 Uhr morgens waren sie in Richtung Kieler Förde gestartet, erst um kurz nach Mitternacht ging der Tagesausflug des Drittligisten zu Ende. 14 Stunden Einsatz für 60 Netto-Minuten Handball – kein Problem, wenn der sportliche Ertrag stimmt. Doch davon konnte in diesem Fall nicht die Rede sein.

Die Reise zur HSG Mönkeberg/Schönkirchen endete für die Vechtaerinnen mit einer bitteren Enttäuschung. Nach einem super Start und Führungen von 8:1 und 11:4 brachen die SFN-Damen in der zweiten Halbzeit völlig ein und traten am Ende mit einer 19:22 (12:7)-Niederlage die 270 Kilometer weite Heimreise an. Nach zwei Siegen und einem Remis war es im vierten Spiel die erste Saisonniederlage für das Team von Trainer Kai Freese in der Staffel A.

„Ich bin super enttäuscht über die zweite Halbzeit – die verlieren wir mit acht Toren. Ich hätte nicht gedacht, dass wir noch mal so instabil sind“, sagte Kai Freese. Angesichts von 46 technischen Fehlern, Fehlpässen und Fehlwürfen – darunter 23 vergebene Großchancen – übte er auch grundsätzliche Kritik: „Ich bin über die Einstellung einiger Spielerinnen ein bisschen enttäuscht, das fing schon beim Warmmachen an. Und uns fehlt eine Führungsspielerin, die in hektischen Situationen weiß, was zu tun ist.“

Es passierte das, was SFN eigentlich verhindern wollte: Die Halle erwachte. Es wurde hektisch und hitzig.

Die Enttäuschung war um so größer, als die Partie so vielversprechend begonnen hatte. Dank einer ganz starken 6-0-Abwehr, in der Nele und Jane Müller sowie der Innenblock mit Luca Vodde und Klara Germann ihre Aufgaben mit Bravour erledigten, zog Vechta gleich auf 8:1 weg. Auch Aleksandra Sach im Tor machte ihre Sache gut.

Der Einbruch kündigte sich aber schon Ende der ersten Halbzeit an, als Vechtas Führung von 11:4 auf 11:7 schmolz. Als Mönkeberg dann nach Wiederbeginn gleich drei Tore in Serie warf, passierte genau das, was SFN eigentlich verhindern wollte: Die Halle erwachte. Es wurde hektisch und hitzig. Wenig später ging der Gegner mit 16:15 erstmals in Führung. Beim 18:17 (51.) führte Vechta ein letztes Mal. Dann kam der K.o. in Form einer 0:3-Serie zum 18:20. „Unter dem Stress sind wir leider eingebrochen“, sagte Kai Freese. Auch Ria Hacek als Regisseurin konnte das nicht verhindern. Der Coach kündigte eine ausführliche Videoanalyse an.


Mönkeberg - Vechta 22:19 (7:12)

  • Zuschauer: 100.
  • SFN Vechta: Aleksandra Sach, Carolin Tiedeken, Rike Kühling – Luca Vodde (7), Svenja Ruhöfer (4/1), Jane Müller (3), Ria Hacek (2), Tina Schwarz (2/1), Nele Müller (1), Klara Germann, Paula Clasen, Carla Clasen, Leonie Schreiber.
  • Beste Werferinnen Mönkeberg:  Lena Schulz (5), Katharina Hinrichs, Maria-L. Bonadies (je 4), Janne Plöhn (3), Lisa Straube (3/1).
  • Nächstes Spiel: 9. Oktober (Samstag, 17.30 Uhr), gegen Alstertal.

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