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SFN könnte Saisonabbruch gelassen entgegenblicken

Handballerinnen haben komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Freese plädiert für „Einfrieren“ der Tabelle.

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Die Halle gesperrt, die Fitnessstudios geschlossen, der Spielbetrieb bis auf Weiteres gestoppt – die Corona-Pandemie stellt auch die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta vor völlig neue Herausforderungen. Ein Mannschaftstraining findet zurzeit nicht mehr statt. „Jeder ist angehalten, sich fit zu halten, mit Laufen und Krafttraining“, sagt Trainer Kai Freese. Per WhatsApp steht der Coach zurzeit mit seinen Spielerinnen in Kontakt. Und auch mit Abteilungsleiter Jörn Borchardt.

Doch wie es weitergeht in der 3. Liga West, das kann zurzeit niemand sagen. Nachdem der Deutsche Handballbund (DHB) zunächst nur die Spiele am vergangenen Wochenende abgesagt hatte, wurde der Spielbetrieb mittlerweile bis zum 19. April ausgesetzt.

„Ich gehe davon aus, dass in dieser Saison nichts mehr stattfindet“, sagt Kai Freese. Der Frage, wie im Falle eines Saisonabbruchs Auf- und Abstieg geregelt werden, können die Vechtaerinnen relativ entspannt entgegenblicken. Mit soliden 17:15 Punkten rangiert der Aufsteiger auf dem sechsten Platz der Zwölfer-Staffel – mit einem komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge. Eigentlich hätte SFN noch sechs Spiele zu absolvieren. Doch dass diese tatsächlich ausgetragen werden – daran glaubt niemand mehr. „Irgendeine Regelung muss gefunden werden“, sagt Freese. Er persönlich plädiert verständlicherweise für ein „Einfrieren“ des aktuellen Tabellenstands – wodurch sein Team gerettet wäre und Planungssicherheit hätte. Nach dem Vorbild der 2. Basketball-Bundesliga auf Absteiger zu verzichten, hält er für keine gute Idee: „Aus sportlicher Sicht wäre das eine Katastrophe.“

Ein wenig Kopfzerbrechen bereiten ihm die Folgen der Corona-Krise in wirtschaftlicher Hinsicht, auch wenn sich der SFN-Etat im Vergleich zu Profi-Mannschaften im überschaubaren Rahmen bewegt. „Ich befürchte Auswirkungen auf das Sponsoring“, sagt Freese: „Gerade kleinere Firmen könnten von der Krise betroffen sein.“

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