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Selbst ein Wunder hätte nichts mehr gebracht

Die Tennisspielerinnen des TV Visbek sind nach einer Saison in der 2. Bundesliga Nord wieder abgestiegen.

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Volle Konzentration: Visbeks Annelou Nab. Foto: Schikora

Volle Konzentration: Visbeks Annelou Nab. Foto: Schikora

Sie hatten auf eine Rettung in letzter Minute gehofft, auf ein sportliches Wunder beim neuen Meister. Aber: Dazu kam es nicht. Die Tennisspielerinnen des TV Visbek müssen nach nur einer Saison die 2. Bundesliga Nord wieder verlassen – das Abenteuer endete mit dem Abstieg. Am finalen Wochenende einer kompakten Saison mit acht Spielen binnen vier Wochen verbuchte Visbek zunächst einen 7:2-Sieg gegen das Schlusslicht Bayer Leverkusen, ehe es dann eine 3:6-Niederlage beim frischgebackenen Meister TC Blau-Weiß Berlin gab. Selbst eine Sensation beim Liga-Primus hätte Visbek nicht mehr geholfen, da der Bielefelder TTC am Sonntag parallel beim SCC Berlin mit 5:4 gewann. Am Ende steht für Visbek ein siebter Platz in der 9er-Staffel – und damit die unfreiwillige Rückkehr in die Regionalliga Nord-Ost.

„Schade, dass es nicht gereicht hat. Wir haben alles gegeben, alles versucht. Wir waren auch definitiv konkurrenzfähig“, erklärte Barbara Schneider, Kapitänin des TV Visbek. Unter dem Strich waren zwei Siege aber zu wenig, um drei Teams hinter sich zu lassen. Vor dem 7:2 gegen Leverkusen hatte Visbek noch beim Mitabsteiger TC Union Münster mit 7:2 gewonnen. An Münster zog Visbek am letzten Wochenende der Saison noch vorbei.

Dass sich eine Mannschaft noch zurückzieht und damit ein Platz für Visbek frei wird, sei „ultra unwahrscheinlich“, sagte Barbara Schneider. Man wolle nun versuchen, auf sportlichem Weg in die 2. Liga zurückzukehren. „Die Mädels haben es verdient, in dieser Liga zu spielen“, sagte Barbara Schneider.

Nur Chiara Tomasetti machte alle Spiele

Sie sprach von einer „tollen Truppe“, von einer „sehr coolen Saison“, die trotz des Abstiegs „richtig viel Spaß gemacht“ habe. Am Ende seien „einige Termine einfach unglücklich“ gewesen. Sie spielte damit auf die Abwesenheiten der beiden Topspielerinnen Natalia Siedliska und Julia Middendorf an, die aufgrund von ITF-Turnieren zwei bzw. sogar vier Partien verpassten.

Visbek setzte insgesamt elf Spielerinnen ein. Julia Middendorf (4:0) und Shaline Pipa (5:2) hatten dabei die besten Einzelbilanzen, Natalia Siedliska wartete derweil mit einer starken Doppelbilanz auf (5:1). Chiara Tomasetti, neben Siedliska die zweite neue Spielerin in der TVV-Crew, absolvierte als einzige alle acht Einzel und alle acht Doppel. Die 23-Jährige aus Bergisch Gladbach, eigentlich als Nummer drei geholt, musste dabei viermal auf Position zwei ran, einmal sogar im Spitzeneinzel.

Beim Sieg gegen Leverkusen sorgten Siedliska (6:1, 6:3), Tomasetti (6:2, 3:6, 10:7), Pipa (6:0, 6:1) und Leonie Möller (6:4, 6:0) für eine 4:2-Führung nach den Einzeln. In den Doppeln legten Siedliska/Tomasetti, Pipa/Annelou Nab und Möller/Iris Schwärter dann drei Siege zum 7:2 nach.

Beim TC BW Berlin, der am Freitag per 6:3-Sieg in Hamburg den Meistertitel und den Aufstieg in die 1. Liga perfekt gemacht hatte und gegen Visbek nicht mehr in Bestbesetzung antrat, verbuchten dann Pipa (6:4, 4:0 Aufgabe), Nab (6:4, 7:6) und Möller (6:4, 6:0) drei Einzelsiege zum 3:3-Zwischenstand. Die Hoffnung auf einen Coup war da. In den Doppeln hielt Visbek auch sehr gut mit, es kam allerdings kein weiterer Sieg mehr dazu.

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