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Sechsergruppe der TVC-Handballer schrumpft zu Viererstaffel

Ligapokal für Drittligisten: Schalksmühle-Halver und Ahlen ziehen kurzfristig noch zurück.

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Wiedersehen mit Aurich: Die TVC-Handballer (hier von links: Adam Pal, Torhüter Hendrik Legler und Bence Lugosi in einem Testspiel vor dieser Saison) treffen abermals auf den OHV. Foto: Langosch

Wiedersehen mit Aurich: Die TVC-Handballer (hier von links: Adam Pal, Torhüter Hendrik Legler und Bence Lugosi in einem Testspiel vor dieser Saison) treffen abermals auf den OHV. Foto: Langosch

Andreas Tiemann muss umplanen. Der Spielleiter der 3. Ligen im Deutschen Handballbund (DHB) hat kurzfristig noch vier Absagen für den Ligapokal erhalten. Ursprünglich hatten 28 der 72 Mannschaften bundesweit für die modfizierte Fortsetzung der Saison gemeldet, ein Quartett zog nun aber noch zurück.

Der DHB hatte den Ligapokal als Alternative für die reguläre Punktspielrunde ins Leben gerufen, weil abzusehen war, dass aufgrund der Coronapandemie kein vernünftiger und sportlich fairer Abschluss in den vier 18er-Staffeln möglich ist. Also bot der DHB den Vereinen an, entweder an einer Aufstiegsrunde oder eben am Ligapokal teilzunehmen. 14 Teams werden die Chance zu suchen, einen der beiden freien Plätze in der
2. Bundesliga zu ergattern. Im Ligapokal stehen als sportlicher Anreiz acht Plätze im DHB-Pokal zur Verfügung.

Für den Ligapokal hat unter anderem auch der TV Cloppenburg gemeldet. Nach Verteilung der 28 Mannschaften sollten die TVC-Männer in der Gruppe B gemeinsam mit dem OHV Aurich, dem ATSV Habenhausen, der Ahlener SG, den SGSH Dragons sowie dem Team HandbALL Lippe II spielen. Bis zur endgültigen Meldefrist am Mittwoch um 23.59 Uhr haben aber Ahlen und die Dragons abgewunken. Letzteres Team aus Schalksmühle-Halver hatte vorgeschlagen, die sechs Mannschaften in zwei Dreiergruppen zu teilen. Demnach wäre der TVC auf Habenhausen und Aurich getroffen. Die SG wollte weite Fahrten vermeiden. Diese Variante lehnten aber sowohl Cloppenburg als auch Habenhausen ab. Daraufhin wieder zog die SGSH Dragons zurück.

Nach den beiden Absagen ist die TVC-Staffel zu einer Viererstaffel geschrumpft. Das bereitet Andreas Tiemann, der für die Spielplangestaltung zuständig ist, indes keine Bauchschmerzen. Ihm schwebt eine Serie mit Hin- und Rückrunde vor, so dass jede Mannschaft sechs Begegnungen bestreiten würde: „Das werde ich natürlich noch mit den beteiligten Vereinen besprechen, aber das ist für mich realistisch.“ Die Möglichkeit, dass der Burgdorf II – neben Cloppenburg und Aurich der dritte niedersächsische Klub, der für den Ligapokal gemeldet hatte – die Staffel auffüllt, hat sich zerschlagen. Die TSV-Reserve, die in der Gruppe A einsortiert worden war, ist die Mannschaft, die von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, sich kurzfristig wieder zurückzuziehen.

HSC Bad Neustadt und der TSV Burgdorf II verzichten ebenfalls

Der vierte Verein ist der HSC Bad Neustadt aus Bayern. „Allein an den Absagen erkennt man das Nord-Süd-Gefälle. Die Mannschaften aus dem Süden Deutschlands konnten fast durchgängig trainieren, das war in Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen eben nicht drin“, sagt Tiemann.

Wann der Ligapokal in der Gruppe starten wird, steht noch nicht genau fest. „Ich habe den Vereinen zwei Termine vorgeschlagen, das Wochenende am 10./11. April oder das am 17./18. April. Ich habe signalisiert bekommen, dass die Mannschaften lieber etwas später beginnen möchten. Aber das werden die Vereine und sich untereinander noch konkret abstimmen. Bei einer Vierergruppe mit sechs Spieltagen haben wir keinen Druck. Wichtig ist vor allem, dass wir wieder in die Halle dürfen und Handball spielen können.“ Bis zum Wochenende möchte Tiemann Klarheit haben.

Ungewiss ist noch, wann die neue Saison 2021/2022 anfangen soll. „Das steht noch nicht zu 100 Prozent fest“, meint Tiemann. „Ich könnte mir Ende August vorstellen. Aber aufgrund der unterscheidlichen Infektionslagen in Deutschland habe ich ein uneinheitliches Bild. Aber erst einmal ist mir wichtig, dass wir die Aufstiegsrunde und den Ligapokal über die Bühne bekommen. Alles andere folgte später.“

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