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Sechs Bezirkspokal-Spiele im Überblick

Der Fußball-Landesligist SV Bevern feierte in Lüsche ein Comeback. Dem SV Holdorf unterliefen indes zu viele Fehler. Hier die restlichen Spiele der OM-Teams:

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Beverner Jubel: Den gab es auch in Lüsche. Foto: Wenzel

Beverner Jubel: Den gab es auch in Lüsche. Foto: Wenzel

BW Lüsche - SV Bevern 2:3
Nicht wenige dürften nach der ersten Halbzeit gestaunt haben, als Fußball-Bezirksligist BW Lüsche gegen den ambitionierten Landesligisten SV Bevern mit 2:0 führte. Doch der Überraschungscoup blieb aus. Eine starke Reaktion im zweiten Durchgang führte zu einem letztlich verdienten 3:2-Sieg für die Beverner. Schon der Start in den Pokalnachmittag war durchaus unterhaltsam. Bereits in der fünften Minute gab's einen Foulelfmeter für den SV Bevern: Leon Neldner scheiterte aber am stark reagierenden Lüscher Schlussmann Andreas Wichmann. Fortan hielten die Hausherren in der Defensive gut dagegen und nutzten ihrerseits ihre Chancen eiskalt: Julian Buchaly netzte eine Flanke von Arne Ostendorf zum 1:0 ein (16.). Etwa eine Viertelstunde später gelang Hendrik Kellermann mit einem schönen 25-m-Fernschuss sogar das 2:0 (30.), mit dem es dann auch in die Kabinen ging.

In der zweiten Halbzeit gab's dann die erwartete Trotzreaktion des Favoriten. Keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Paul Tepe den 1:2-Anschlusstreffer (47.). Leon Neldner glich in der 63. Minute aus (63.). Die endgültige Wende vollzog dann der frühere Dinklager Innenverteidiger Matthis Hennig, der den 3:2-Siegtreffer für die Gäste köpfte (80.). Die Lüscher kamen ihrerseits noch zu einigen Chancen über Standards, doch so wirklich gefährlich wurde es nicht mehr. Nichtsdestotrotz durften die Blau-Weißen mit der Leistung im ersten Pflichtspiel nach langer Pause zufrieden sein.

SV Altenoythe - VfL Oldenburg II 1:3
Der Bezirkspokalsieger der Saison 2019/20 ist in der ersten Runde des diesjährigen Cup-Wettbewerbs ausgeschieden: Die Fußballer des 
SV Altenoythe verloren das Spiel gegen den VfL Oldenburg II gestern mit 1:3 (0:1). „Es war ein ausgeglichenes Spiel, indem wir nicht so effektiv wie die Oldenburger waren“, sagte Altenoythes Co-Trainer Maik Koopmann. „Unsere Leistung war alles in allem in Ordnung.“  Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen in der 9. Minute durch einen Treffer von Abdallah Remmou in Führung. Auf SVA-Seite scheiterte Kevin Grammel am Pfosten und Maik Nirwing zielte zu ungenau. In der Schlussphase sorgten die VfL-Kicker Tjark Worschech (75.) und erneut Remmou für die Entscheidung. Den Altenoythern glückte durch Lucas Dettenbach in der 85. Minute nur noch der Ehrentreffer.

SV Holdorf - SF Lechtingen 0:3
Für die Fußballer vom SV Holdorf ist bereits in der ersten Runde Schluss im Bezirkspokal. Der heimische Bezirksligist verlor gegen den Osnabrücker Bezirksligisten SF Lechtingen deutlich mit 0:3 (0:2). Die Gäste aus Wallenhorst nutzten die zahlreichen Fehler im Holdorfer Spiel aus und zogen verdient in die zweite Runde ein.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Teams einen motivierten Eindruck hinterließen, übernahm Lechtingen das Kommando. In der 30. Minute war Franz Bender im Nachsetzen für die Gäste erfolgreich. Der kleine HSV hatte es in dieser Situation versäumt, die Hereingabe zu klären. Vor der Pause erhöhte Daniel Plümer nach einem guten Spielzug von der Strafraumgrenze auf 2:0 (39.). Im zweiten Abschnitt verbuchte Holdorf durch Safet Dzinic und Johannes Höge zwei gute Gelegenheiten, musste aber auf der Gegenseite den Treffer zum 0:3 hinnehmen. Malte Niemann hatte auf Vorlage von Plümer getroffen (66.). Mit der Gelb-Roten Karte für Daniel Brüwer rückte ein potenzielles HSV-Comeback dann endgültig in weite Ferne (69.).

BV Garrel - GVO Oldenburg 2:1
Dank einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel haben die Fußballer des BV Garrel die zweite Runde des Bezirkspokals erreicht. Die Mannschaft von Trainer Alket Zeqo gewann gestern Nachmittag gegen den GVO Oldenburg aus der Bezirksliga II mit 2:1. Zunächst sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie mit leichten optischen Vorteilen für die Gastgeber. Nennenswerte Chancen konnten sie sich allerdings nicht erarbeiten. Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Oldenburger bei einsetzendem Regen das Kommando. In der 20. Minute scheiterte Dennis Matthiesen an der Latte, bevor Ole Böschen wenig später über das Garreler Gehäuse köpfte (24.). Die größte GVO-Möglichkeit hatte Mika Cengiz kurz vor der Pause, als er nach einer Ecke aus kurzer Distanz den Ball nicht über die Torlinie brachte (43.).

Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich der BVG verbessert. Lohn war der Führungstreffer von Mateusz Kolodziejeski, der einen Querpass des Neuzugangs Halil Sat verwertete (52.). Für die Vorentscheidung sorgte in der 65. Minute der eingewechselte Esmir Zejnilovic, der einen schönen Angriff zum 2:0 vollendete. Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff verkürzte Oldenburg durch Philip Immerthal auf 1:2, der Ausgleich gelang den Gästen aber nicht mehr.

Frisia Goldenstedt - VfL Wildeshausen 1:3
Sie haben sich teuer verkauft, aber letztendlich hat es trotzdem nicht gereicht: Fußball-Bezirksligist Frisia Goldenstedt muss nach dem 1:3 (0:0) im Bezirkspokal gegen den klassenhöheren VfL Wildeshausen die Segel streichen. „Das war ein guter Auftritt von uns“, hielt Frisia-Betreuer Stefan Westerhoff fest, musste aber auch eingestehen, dass der Sieg der Wildeshauser aufgrund der zweiten Halbzeit verdient war. Goldenstedt fand zu Beginn gut rein in die Partie und kam über die Brüder Christoph (3.) und Steffen Wilkens (8./20./23.) zu einigen Möglichkeiten. Der 0:0-Pausenstand war eingedenk der Frisia-Chancen etwas zu wenig für die Hausherren, auch weil zunächst sehr wenig von Wildeshausen kam.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich der Landesligist deutlich aktiver und klopfte mehrfach ans Goldenstedter Tor an, ehe Kevin Radke schließlich die Gäste-Führung gelang (59.). Doch Goldenstedt schlug in Person von Lukas Melle postwendend zum 1:1 zurück (61., Vorlage von Sven Gerlach). Danach ereignete sich der Knackpunkt der Partie: Christoph Wilkens sah für sein grobes Foulspiel die Rote Karte (71.) und brachte sein Team so ins Hintertreffen. „Das hat uns ein wenig aus der Bahn geworfen“, kommentierte Westerhoff. Wildeshausen nutzte die Überzahl sofort: Steven Müller-Rautenberg (73.) und erneut Kevin Radke (82.) stellten den Sieg für den Favoriten sicher.

SV Emstek - Sparta Werlte 1:2
Fußball-Bezirksligist SV Emstek zeigte gestern gegen den klassenhöheren  SV Sparta Werlte insgesamt eine gute Leistung, musste sich in der Erstrunden-Begegnung des Bezirkspokals jedoch mit 1:2 geschlagen geben. SVE-Coach Jörg Roth war dennoch alles andere als unzufrieden: „Die Jungs haben vor allem in der zweiten Hälfte super mitgehalten, darauf können wir aufbauen.“ Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brachte die Gastgeber in der 20. Minute eine Verletzung aus dem Tritt: „Torhüter Björn Klausing zog sich bei einem Abstoß eine Zerrung oder sogar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. „Wir fürchten, dass er länger ausfallen könnte“, so Roth.

Die Werlter nutzten die folgenden Minuten zu zwei Treffern. Erst gelang Johannes Gerken das 0:1 (25.), bevor Simon Brinkmann nur 60 Sekunden später auf 0:2 erhöhte. Danach hatten die Emsteker Glück, dass sie nicht weitere Tore kassierten. So aber blieb es beim 0:2. Im zweiten Durchgang war der SVE wieder zurück in der Partie. In der 55. Minute passte David Giesbrecht von der Grundlinie aus zurück zu Lukas Moormann, der zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzte. Nun wollten die Gastgeber unbedingt den Ausgleich – und hatten Chancen. Weil Tuyen Nguyen im Sparta-Strafraum aber nicht entschlossen genug auftrat, und Justus Böckmann einmal vorbeischoss und einmal an Werltes Keeper Stephan Beckmann scheiterte, blieb es beim 1:2.

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