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Schöne Runden und ein Hauch von Olympia

Beim Turnier am Holdorfer Heidesee fanden die Reiter ideale Bedingungen vor - und überraschend gutes Wetter.

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Eleganz trifft Athletik: Klara Maas-Timpert vom RV Oldenburger Münsterland im Einsatz in Holdorf. Im Großen Preis ritt sie auf den dritten Platz. Foto: Schikora

Eleganz trifft Athletik: Klara Maas-Timpert vom RV Oldenburger Münsterland im Einsatz in Holdorf. Im Großen Preis ritt sie auf den dritten Platz. Foto: Schikora

Die Wettervorhersage ließ nichts Gutes erahnen, doch in diesem Fall lagen die Experten mit ihren Prognosen falsch – sehr zur Freude der Verantwortlichen des Reitervereins Holdorf und des RV Oldenburger Münsterland. „Es waren ja drei, vier Tage Regen angesagt. Aber es gab nur zwischendurch mal einen kleinen Schauer, ansonsten war es bis zum Springen am letzten Tag eigentlich trocken“, berichtete Holdorfs Vereinsvorsitzender Aloys Brand. Reiter und Pferde fanden so auf der Anlage am Heidesee beste Bedingungen vor. „Für die Platzverhältnisse war das Wetter optimal. Es gab sehr schöne Runden zu sehen“, so Brand.

Sportlich war es ein Reiter aus der Gemeinde Holdorf, der dem Turnier seinen Stempel aufdrückte. Der Langenberger Jan Wernke gewann auf Frappucino das M**-Springen und auf Nashville den Großen Preis, ein S*-Springen mit Stechen, und entschied damit die beiden wichtigsten Prüfungen für sich. Den Großen Preis gewann er mit einer Zeit von 42,76 Sekunden im Stechen vor der Schwedin Ebba Johansson mit Conchado (43,88) und Klara Maas-Timpert (Dorsten) mit Cuddel (43,97).

Für ein wenig olympischen Glanz am Heidesee sorgte unterdessen ein Gast aus Fernost: Der Japaner Daisuke Fukushima war einer von vielen ausländischen Startern in Holdorf. Im Sommer hatte er bei den Spielen in Tokio für Furore gesorgt, als er im Einzel als Sechster im Stechen nur um wenige Sekunden eine Medaille verpasst hatte. In Holdorf gewann der 43-Jährige aus dem Stall Schockemöhle ein L-Springen und wurde Vierter in einem M*-Springen, das Ebba Johansson gewann.

Für die heimischen Nachwuchsreiter waren vor allem die Kreismeisterschaften des Reiterverbandes Oldenburger Münsterland interessant, die im Rahmen des Turniers ausgetragen wurden. Während der RSC Handorf-Langenberg das Mannschaftsspringen für sich entschied, gewann Sandra Wilharm aus Garrel das M-Springen vor Michael Tietjen aus Lohne. In der M-Dressur siegte Tina Fischer (RV Oldenburger Münsterland) vor Anna Mitter (Langförden). Die Mannschaftsdressur entschied der FuRV Neuenkirchen für sich.

Dieser Pokal blieb in Holdorf: In der Kreismeisterschaft gewann Gesche Herms-Westendorf (Mitte) das A-Springen vor Louis Brinkmann (RuFC Dinklagerechts) und Malin Berkemeyer (RuF Holdorflinks). Foto: privat Dieser Pokal blieb in Holdorf: In der Kreismeisterschaft gewann Gesche Herms-Westendorf (Mitte) das A-Springen vor Louis Brinkmann (RuFC Dinklage/rechts) und Malin Berkemeyer (RuF Holdorf/links). Foto: privat 

Im Springen der Klasse A gab es derweil strahlende Gesichter bei den Gastgebern. Hier siegte Gesche Herms-Westendorf (Holdorf) vor Louis Brinkmann (RuFC Dinklage) und Malin Berkemeyer (Holdorf).

Trotz der Corona-Auflagen kamen auch zahlreiche Zuschauer auf die Anlage am Heidesee, darunter viele Familien, deren Kinder an den Start gingen. „Es waren schon einige Hundert Zuschauer da. In unseren Verpflegungszelten war am Ende alles ausverkauft“, berichtete Aloys Brand. Da es auch keinerlei schwere Stürze gab, zog er ein rundum positives Fazit. „Wir haben unser Ziel mehr als erreicht, gerade für die Kinder und Amateure waren die Holdorfer Reitertage ein Fest. Über alle Tage erreichten uns Anfragen von jungen Familien, wo und wann der Nachwuchs den Umgang mit dem Pferd und das Reiten erlernen kann“, so der Vereinsvorsitzende.

Auch Ruth Meyer, Jugendbeauftragte des RuF Holdorf, war mit dem verlängerten Wochenende zufrieden: „Die Zusammenarbeit in der Turniergemeinschaft lief reibungslos, ebenso mit dem Kreisreiterverband OM“, sagte sie. Sie dankte vor allem den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

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