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Schöne Paraden beim Zweitliga-Debüt

Der Mühlener Handballtorwart Peter Kowalski (19) hat seine ersten beiden Einsätze für den TuS N-Lübbecke absolviert.

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Voll fokussiert: A-Jugend-Torwart Peter Kowalski bei seinem Zweitliga-Debüt gegen Bayer Dormagen. Foto: Oliver Krato

Voll fokussiert: A-Jugend-Torwart Peter Kowalski bei seinem Zweitliga-Debüt gegen Bayer Dormagen. Foto: Oliver Krato

Keine Frage, es waren besondere Osterferien für Peter Kowalski – und mit Corona hatte das ausnahmsweise nichts zu tun. Es war das Verletzungspech eines anderen, das die Feiertagsplanung des Mühlener Handballtorwarts gehörig durcheinanderwirbelte. Weil sich Johannes Jepsen, zweiter Torwart beim Zweitligisten TuS N-Lübbecke, beim Aufwärmen vor dem Auswärtsspiel bei der SG Bietigheim schwer am Knie verletzte, wurde der 19-jährige Peter Kowalski kurzfristig in den Stammkader des Traditionsklubs aus Ostwestfalen berufen – und feierte wenige Tage später sein Debüt in der 2. Bundesliga.

Sowohl bei der 19:27 (8:15)-Niederlage gegen Bayer Dormagen als auch beim 37:23 (17:6)-Sieg drei Tage später gegen die HSG Konstanz wurde der junge Mühlener in der Schlussphase für den erfahrenen slowenischen Stammtorwart Aljosa Rezar (38) eingewechselt. Gegen Dormagen durfte er für 5:40 Minuten zwischen die Pfosten, gegen Konstanz sogar für 10:45 Minuten. In beiden Fällen profitierte der A-Jugendliche davon, dass die Partien früh entschieden waren. Und der Youngster parierte sogar noch einige Würfe.

„Als ich eingewechselt wurde, war ich tatsächlich relativ entspannt, weil die ganze Mannschaft einem einfach ein gutes Gefühl und viel Unterstützung gegeben hat“, erzählt Peter Kowalski von seinem unverhofften Debüt in der leeren Lübbecker Merkur-Arena. Auch mit seiner Leistung war der Mühlener, der sonst zum erweiterten Kader des Zweitligisten gehört, zufrieden. „Ich muss mich natürlich noch an das Niveau in der zweiten Liga gewöhnen, aber das Team macht es einem ziemlich leicht“, sagt er: „Die Mitspieler haben mir alle gratuliert und sich sehr mit mir gefreut.“ Auch Cheftrainer Emir Kurtagic zollte dem Debütanten Respekt. Kowalski: „Von ihm gab es Lob und eine anerkennende 'Backpfeife'.“

Peters Eltern Thomas und Alexandra, beide selbst seit Jahrzehnten als Spieler und Trainer im Handball aktiv, fieberten zu Hause bei sportdeutschland.tv mit, wo die Spiele der 2. Liga kostenlos übertragen werden (auch im Re-Stream). In die Halle durften sie nicht. Vater Thomas, selbst früher Torwart, freute sich mit seinem Sohn, vor allem über die drei starken Paraden gegen Konstanz: „Richtig cool, wie die Mannschaft ihn feiert.“

Jubelpose: Nach einer Parade gegen die HSG Konstanz ballt Peter Kowalski die Fäuste. Foto: Oliver KratoJubelpose: Nach einer Parade gegen die HSG Konstanz ballt Peter Kowalski die Fäuste. Foto: Oliver Krato

Vor dem Zweitliga-Debüt beim Tabellendritten hatte der 19-Jährige, der gerade am Lohner Gymnasium sein Abi macht, zwei PCR-Tests machen müssen. Und das sehr kurzfristig: „Am Sonntagmorgen um 9.15 Uhr rief der Sportliche Leiter Rolf Hermann bei uns an“, erinnert sich Thomas Kowalski. Am Dienstag durfte Peter dann am Abschlusstraining teilnehmen.

Für die nächsten Spiele wie das am Sonntag (17.00 Uhr) in Aue ist Peter Kowalski nun erst mal eingeplant. Wie es weitergeht, weiß er noch nicht: „Ich lasse das einfach alles auf mich zukommen und nehme so viel mit, wie möglich ist.“

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