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Schöne Kulisse und ein fliegendes Fahrrad

Das Querfeldeinrennen "Rund um den Lohner Aussichtsturm" hat viele Zuschauer und Aktive angelockt. Ein Sturz von Sebastian Hannöver verhinderte ein "echtes" Brüderduell.

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Aufholjagd nach dem Sturz: Sebastian Hannöver passiert den Lohner Aussichtsturm. Fotos: Schikora

Aufholjagd nach dem Sturz: Sebastian Hannöver passiert den Lohner Aussichtsturm. Fotos: Schikora

Das schöne Herbstwetter nach regnerischen Tagen war erfreulich, das Lob der Aktiven erfüllte die Organisatoren mit Stolz. Aber von einer Sache schwärmten die Ausrichter von der RSG Lohne-Vechta nach dem Querfeldein-Radrennen "Rund um den Lohner Aussichtsturm" ganz besonders. "Richtig beeindruckend war es, mal wieder viele Zuschauer zu sehen", gab Sprecherin Ulrike Lichtenstein einen Einblick in das Seelenleben der Radsportgemeinschaft. Gefühlt seien es mehr als in der jüngeren Vergangenheit gewesen.

Auch die sportlichen Bedingungen stimmten: Auf dem wegen Umbaumaßnahmen und des Heimspiels der BWL-Fußballer leicht modifizierten Rundkurs gingen am Sonntag etwa 200 Cyclocrosser an den Start und lieferten den Zuschauern schöne Rennen – wenngleich es aus heimischer Sicht auch besser hätte laufen können.

So hatte Sebastian Hannöver im als "Brüderduell" betitelten Masters-2-Rennen richtig Pech. Anders als sein Bruder Thomas hatte er von weiter hinten starten müssen, weil er keine Wertungspunkte hatte. Er arbeitete sich jedoch gleich zu Beginn ins vordere Feld vor. Doch statt einer Weiterfahrt auf der "Überholspur" nahm diese Aufholjagd ein abruptes – und schmerzhaftes – Ende: Sebastian Hannöver kam nicht aus der Pedale, prallte mit dem Rad an eine Hürde und stürzte. Während er sich aufrappelte und sein Rad aufsammelte, musste er viele Konkurrenten passieren lassen. Auch seinen Bruder. Thomas fühlte mit, als er das Rad in die Luft fliegen sah – und das natürlich nicht nur, weil es ihm gehört.

Ab aufs Rad: Das galt in Lohne auch für den Nachwuchs.Ab aufs Rad: Das galt in Lohne auch für den Nachwuchs.

Aus einem richtigen Brüderduell wurde damit nichts. Stattdessen setzten beide im weiteren Verlauf zu Aufholjagden an und machten Runde für Runde Meter auf ihrem Heimkurs gut. Das wurde bei der Zieleinfahrt mit großem Applaus quittiert. Thomas kam letztlich nach 45 Minuten als 5. an, Sebastian musste sich mit Platz 8 zufriedengeben. Ohne den ärgerlichen Sturz wäre wohl deutlich mehr drin gewesen.

Das Hauptrennen der Elite musste danach ohne Lokalmatadore auskommen. Hier machten die Teams Stevens und Schamel den Sieger unter sich aus. Die Zuschauer staunten indes über die beeindruckende Fahrweise der "jungen Wilden". Am Ende fuhr der frühere U-23-Meister Tom Lindner vom Team Schamel einen souveränen Sieg ein, hinter ihm landeten Teamkollege Toby Barnes (2.) sowie Stevens-Fahrer Luca Harter (3.).

Bei den Frauen feierte unterdessen Ulrike Lichtenstein ihr persönliches Comeback. Sie fuhr bei der Siegesfahrt von Cordula Neudörffer (RSC Kattenberg) auf den 11. Rang. Ihr kurzes Fazit: "Ausbaufähig." Bei den Masters 3 war der für die RSG startende Bremer Lars van der Sloot nicht weit vom Sieg entfernt: Im finalen Sprint ergatterte er den 5. Platz. Bei den Masters 4 war Peter Kessen als Siebter der beste heimische Teilnehmer.

Matti Hannöver fährt bei U 13 Start-Ziel-Sieg ein

Nach dem Start mit den Hobbyklassen um 9.00 Uhr, wo RSG-Fahrer Johannes Siemermann überraschend startete und gewann, wurde am Lohner Aussichtsturm den kleinen Crossern die Bühne bereitet. Für sie galt: Erst ein paar Meter laufen, dann aufs Rad springen und 3 Runden auf dem "entschärften" Kurs bewältigen. Bei den U 13 gelang dies Matti Hannöver mit Bravour; er fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein. Carl-Philipp Hintze wurde 5.. Bei den jüngsten Teilnehmern in der Altersklasse U 11 war Karl Lehmann am Ende der Schnellste. Jelle Hannöver fuhr auf Platz 3, Julius Hintze wurde 5.. Bei der RSG war man besonders stolz auf den Nachwuchs, der erst seit dem Sommer trainiert und viel Spaß am Sport zeigte.

Die RSG Lohne-Vechta blickt nach der Corona-Pause auf eine gelungene Neuauflage des Klassikers zurück und bedankt sich dafür bei allen Helfern, die angesichts der Umbauarbeiten und Corona-Auflagen einiges zu tun hatten. Am Ende stellten alle fest: Der Aufwand hat sich gelohnt. So bleiben schöne Erinnerungen – und ein paar Schrammen am linken Bein bei Sebastian Hannöver.

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