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Schluss mit der Geisterspiel-Atmosphäre

Basketball-Zweitligist Rasta Vechta erwartet am Dienstagabend die Eisbären Bremerhaven zum vorletzten Testspiel. Erstmals seit anderthalb Jahren sind wieder Fans dabei.

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Freut sich auf die Rückkehr der Fans: Rastas Kapitän Josh Young (rechts), hier im Testspiel gegen den VfL Bochum. Foto: Schikora

Freut sich auf die Rückkehr der Fans: Rastas Kapitän Josh Young (rechts), hier im Testspiel gegen den VfL Bochum. Foto: Schikora

Ein Jahr, sechs Monate und sieben Tage – so lange hat sie gedauert, die Zeit ohne Fans im Rasta-Dome. Am Dienstagabend ist nun Schluss mit der Geisterspiel-Atmosphäre an der Pariser Straße. Rasta Vechta kann im Testspiel gegen die Eisbären Bremerhaven, das um 19.30 Uhr beginnt und das der Basketball-Zweitligist als „offizielle Saisoneröffnung“ verkauft, bis zu 1500 Zuschauer in die Halle lassen. Und das Interesse am einzigen öffentlichen Testspiel im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Bundesliga ProA ist groß. Innerhalb der ersten halben Stunde nach dem Start des Online-Verkaufs am Montagmittag waren bereits 420 Tickets weg, bis zum frühen Abend waren 614 Karten verkauft.

„Ich bin extrem gespannt auf die Atmosphäre am Dienstag“, sagt Rastas Klubchef Stefan Niemeyer. Das letzte Heimspiel mit Fans datiert vom 29. Februar 2020. Jordan Davis versetzte damals die 3140 Rasta-Anhänger in Ekstase, als er gegen die Gießen 46ers quasi mit der Schlusssirene einen Wahnsinnsdreier zum 73:71-Sieg traf. Jetzt, anderthalb Jahre später, wäre eine knapp 50-prozentige Auslastung der Arena das Maximum.

„Wir sind dankbar dafür, dass wir 1500 Zuschauer in die Halle lassen können“, so Niemeyer. Zunächst war nur von 999 Fans die Rede. „Das wäre völlig enttäuschend gewesen“, sagt Niemeyer und richtet den Blick über Niedersachsen hinaus. „Jedes Bundesland macht ja etwas anderes“, gibt er zu bedenken. Zwei Beispiele: Die Basketballer des FC Bayern dürfen vor 5750 Fans spielen, die Handballer des THW Kiel gar vor 9000. „Da bahnen sich extreme Wettbewerbsnachteile an“, so Niemeyer.

Rasta setzt am Dienstag erstmals auf die 2G-Regel

Er geht davon aus, dass die Obergrenze für Rasta von 1500 Zuschauern auch für das ProA-Auftaktspiel am 17. September (Freitag, 19.30 Uhr) gegen die Rostock Seawolves gilt. Denn: Die neue niedersächsische Landesverordnung tritt erst am 22. September in Kraft. „Danach wissen wir mehr“, so Niemeyer. Das zweite ProA-Heimspiel folgt am 2. Oktober (Samstag) gegen die Panthers Schwenningen.

Rasta setzt am Dienstag – wie auf der Saisoneröffnungs-PK angekündigt – auf die 2G-Regel. Heißt: Nur Geimpfte und Genesene kommen mit einem entsprechenden Nachweis in die Halle. Die Tickets sind personalisiert, in der Arena gibt's keine Maskenpflicht. Und: Der Rasta-Dome öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn, also um 17.30 Uhr.

Sportlich geht's für das Team von Coach Derrick Allen darum, größere Fortschritte als zuletzt zu machen. Die beiden jüngsten Tests gegen die Artland Dragons (44:60) und den VfL Bochum (66:85) verliefen enttäuschend. Allen vermisste die richtige Einstellung und die Energie auf dem Parkett. Er richtete nach der Bochum-Pleite deutliche Worte an die Mannschaft und gab zu: „Wir haben nicht so gespielt, wie wir das sollten.“ Er werde aber sicherstellen, dass es sich ändert.

Offen ist noch, ob der angeschlagene Nigel Pruitt spielen kann; sein Testspiel-Debüt gegen Bochum dauerte nur gut drei Minuten. A.J. Turner fällt definitiv aus. Der ugandische Nationalspieler Deng Geu kam derweil am Montag von der Afrika-Meisterschaft in Ruanda zurück; er dürfte am Dienstag wieder im Rasta-Aufgebot stehen.

Die Eisbären Bremerhaven waren am Sonntagabend bei den Artland Dragons zu Gast und verloren dort mit 92:97 (41:50) – und das vor 677 Zuschauern. „Man spürt sofort wieder die Energie, die diese Fans im Stande sind zu übertragen. Das ist der Rückhalt, den das Team lange Zeit vermisst hat“, sagte Dragons-Coach Tuna Isler danach. Auf diese Energie von den Rängen hoffen nun auch Rasta-Kapitän Josh Young und Co.

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