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Schleichender Prozess für klare Verhältnisse

Fußball-Landesligist TV Dinklage hat das VEC-Derby gegen GW Mühlen mit 4:0 gewonnen. Lasse Barz (2), Dirk Averdam und Johann Kühling erzielten die Treffer.

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Überragende Partie: Dinklages Angreifer Johann Kühling, hier beim Torschuss in der ersten Halbzeit, war beim 4:0 gegen Mühlen (links Robert Kröger) ein Aktivposten beim TVD. Foto: Wenzel

Überragende Partie: Dinklages Angreifer Johann Kühling, hier beim Torschuss in der ersten Halbzeit, war beim 4:0 gegen Mühlen (links Robert Kröger) ein Aktivposten beim TVD. Foto: Wenzel

Klare Verhältnisse im Flutlicht-Derby: Die Fußballer des TV Dinklage haben sich in der Landesliga Staffel 2 mit dem dritten Sieg in Serie in eine gute Ausgangsposition für den Endspurt um ein Ticket für die Aufstiegsrunde gebracht. Der TVD setzte sich am Freitagabend gegen GW Mühlen souverän mit 4:0 (2:0) durch, vergrößerte den Vorsprung auf den Lokalrivalen auf sieben Zähler und hat nun stattliche 19 Punkte auf dem Konto – eine starke Basis für die letzten sieben Partien bis zum Kassensturz Anfang Dezember.

Die vier Treffer für den TVD erzielten Lasse Barz (41./43.), Dirk Averdam (68.) und Johann Kühling (74.). Für Barz, der Vorlagen von Arne Blömer bzw. Tim Neumann verwertete, waren es bereits die Saisontore sieben und acht. Sein Trainer war natürlich happy. Stefan Arlinghaus freute sich über einen „wichtigen Sieg“ und sagte: „Bis auf die ersten 15 Minuten in beiden Halbzeiten, in denen wir Probleme hatten, war's richtig gut gemacht. Wir haben wegen der Umstellungen ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu finden. Aber danach hat man gesehen, dass sich die Grundordnung, die wir uns jetzt erarbeitet haben, bemerkbar macht.“

Für Mühlen, dank seiner Comeback-Qualitäten zuletzt dreimal unbesiegt (4:2, 2:2, 3:3), war's indes ein herber Rückschlag. „Der Doppelschlag so kurz vor der Pause war natürlich bitter. Aber in dieser Phase haben wir um das Gegentor förmlich gebettelt“, haderte Trainer Andreas Hinrichs. Das offensive Aufbäumen nach der Pause, zu dem auch drei, vier gute Chancen gehörten, nahm der GWM-Coach wohlwollend zur Kenntnis, er räumte aber auch ein: „Mit dem 0:3 war's dann gelaufen.“

Zweites Tor von Barz ein echtes Highlight

Nach einem kurzfristigen Spielortwechsel auf der TVD-Anlage am Schützenplatz, wo einer der acht Flutlichtstrahler auf Platz eins immer wieder ausfiel, sowie letzten Reparaturarbeiten an einem Tornetz auf Platz zwei ging es mit fünfminütiger Verspätung los – und GW Mühlen war sofort voll da. Die ersten 15 Minuten gehörten den Gästen, die nach einem ersten Offensivsignal von Jonas Pöhlking (1., 18-m-Schuss nach Solo) zügig nach vorne spielten.

Der Elan ebbte dann aber ab, und der TVD fand peu à peu immer besser ins Spiel. Zwei Möglichkeiten für Kühling (19., nach Vorarbeit von Elias Vodde über rechts) und Vodde (23., nach Solo von Kühling über links) waren erste Warnhinweise für die grün-weiße Defensive. „Es war ein schleichender Prozess. Dinklage wurde besser, und wir haben nachgelassen“, stellte Hinrichs später treffend fest. Und dann ließ es Kühling krachen; er jagte einen Schuss aus 18 Metern an die Lattenkreuz-Oberkante. Ein Knaller, der dem TVD noch mehr Mut gab. Barz war es dann vorbehalten, sein Team per Doppelpack auf Siegkurs zu bringen. Vor allem das 2:0 – ein herrlicher Flugkopfball aus zehn Metern in den Winkel – war das Eintrittsgeld wert.

Mühlen war geschockt, 0:2 zur Pause, ein herber Dämpfer. Neun Tage zuvor gegen Oythe hatte GWM daraus noch ein 2:2 machen können, und jetzt? Nein, diesmal klappte es nicht mit einer Aufholjagd. Der Grund: Jan Rohe. Der TVD-Keeper zeigte in Mühlens Drangphase zwei tolle Paraden, unter anderem per Fuß gegen Pöhlking (65.). „Das war extrem wichtig, dass uns Jan da die Null hält“, sagte Arlinghaus, dessen Team dann in den richtigen Momenten durch Averdam sowie den sehr starken Kühling auf 3:0 und 4:0 erhöhte (Vorlagen von Kühling bzw. Barz). Und so gab's im achten VEC-Kreisderby der Saison zum zweiten Mal nach Steinfelds 3:0 gegen Oythe klare Verhältnisse.

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