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Sandra Nuxoll feiert doppelten Doppelsieg bei dreifacher Premiere

Die Dinklagerin ritt beim Pferdefestival in Redefin ins Rampenlicht. Und abseits des Dressurvierecks bewältigte sie die ersten Hürden auf dem Weg zum deutschen Pass.

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Starkes Duo: Sandra Nuxoll und Bonheur de La Vie, hier beim Louisdor-Preis-Finale. Foto: Lafrentz

Starkes Duo: Sandra Nuxoll und Bonheur de La Vie, hier beim Louisdor-Preis-Finale. Foto: Lafrentz

„Famoser Triumph“, „sensationell“, „Sternstunde“ – die Medien geizten beileibe nicht mit Lobeshymnen auf Sandra Nuxoll. Die Dinklagerin hat am Wochenende beim Pferdefestival im mecklenburgischen Redefin im Dressurviereck dominiert. Die Louisdor-Preis-Siegerin schrieb damit ihre Erfolgsgeschichte fort. Die Reitsportszene ist sich sicher: Die 51-Jährige steht vor dem Beginn einer vielversprechenden internationalen Karriere. In Redefin feierte die gebürtige Österreicherin einen eindrucksvollen doppelten Doppelsieg. Sie selbst bezeichnete das Turnier für sie als „genial“ und „absoluten Volltreffer“.

Am Samstag gelang ihr nicht nur mit großem Vorsprung auf ihrem Top-Pferd Bonheur de La Vie der Sieg im Grand Prix (80,100 %), sondern sie sicherte sich mit Hanami dazu auch noch den zweiten Platz (73,100 %). Im Grand Prix Special am Sonntag toppte Sandra Nuxoll ihre Leistungen sogar noch mal. Wieder belegte sie mit Bonheur de La Vie (81,046 %) und Hanami (75,261 %) die Plätze eins und zwei. „Es war im Nachhinein ein bisschen unreal“, blickt Sandra Nuxoll zufrieden zurück, „weil man sich prozentual in Sphären bewegt, wo man noch nie war.“

Bemerkenswert: Es war der erste Grand Prix Special für Sandra Nuxoll und ihre Pferde, die auf diesem Niveau noch völlig unerfahren sind. „Es waren drei Premieren“, hielt Sandra Nuxoll fest, ihre beiden Pferde seien dabei „sehr frisch und richtig gut drauf“ gewesen.

Mit Blick auf die Zukunft sind die Leistungen äußerst verheißungsvoll. Erst vor kurzem hatte die Pferde-Ausbilderin berichtet, Bonheur de La Vie anders als vorherige Talente nicht verkaufen zu wollen – und auch Hanami möchte sie behalten. Sie ahnte schon selbst, dass auch internationale Erfolge möglich sind. In Redefin ließ sie daran keinerlei Zweifel aufkommen. Eine Hürde muss Sandra Nuxoll allerdings noch nehmen. Erst wenn sie einen deutschen Pass besitzt, wird sie auch auf internationalen Turnieren starten. Der Einbürgerungsprozess läuft derzeit noch. „Den Sprachtest hab' ich schon bestanden“, verrät die Wahl-Dinklagerin. Auch den Einbürgerungstest hat sie bereits absolviert – hier steht noch das Ergebnis aus. „Danach sind die Formalitäten erst mal geklärt“, sagt Sandra Nuxoll. Der Prozess könnte allerdings noch ein paar Wochen dauern.

Von verlorener Zeit kann aber keine Rede sein. Sie will bis dahin bei nationalen Turnieren mit ihren Pferden an Erfahrung gewinnen, „um dann gut vorbereitet zu sein“ für die internationale Bühne. Über sämtliche Schritte berät sie sich stets mit ihrem Trainer Jonny Hilberath, der auch Co-Bundestrainer der deutschen Dressur-Equipe ist.

Für die kommenden Wochen gibt es derzeit „noch keinen genauen Plan“, sagt Sandra Nuxoll. Welches Turnier als nächstes kommt, sei offen. Die Dinklagerin spürt ohnehin keinen Zeitdruck. „Die Pferde sind noch so jung“, sagt sie über Bonheur de La Vie (9) und Hanami (10). Man darf gespannt sein, ob in der nächsten Ergebnisliste die Farben der Flagge hinter ihrem Namen schon von rot-weiß-rot zu schwarz-rot-gold gewechselt sind.

Laura Klaphake überzeugt in Valkenswaard

Auch der Langenberger Springreiter Jan Wernke startete in Redefin. Unter anderem belegte er auf Queen Mary in einem Springen der Großen Tour Platz vier. Im Großen Preis gab's mit Nashville vier Fehlerpunkte – genau wie bei Enno Klaphake (Mühlen) und Campino. Laura Klaphake startete unterdessen beim internationalen Springturnier im niederländischen Valkenswaard. Dort verbuchte sie starke Platzierungen – unter anderem wurde sie mit Davenport Elfte in einem 1,55-m-Springen.

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