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Rückschlag für den TVD - Mühlen siegt mit Wut im Bauch

In der Handball-Oberliga der Damen feierte GW Mühlen trotz massiver Personalprobleme einen 29:22-Sieg in Drochtersen. Der TV Dinklage erlebte dagegen einen verkorksten 1. Advent.

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Treffsicher: Mühlens Linksaußen Madeline Matos Ferreira erzielte in Drochtersen acht Tore. Foto: Schikora

Treffsicher: Mühlens Linksaußen Madeline Matos Ferreira erzielte in Drochtersen acht Tore. Foto: Schikora

Sie reisten mit Wut im Bauch an, doch auf der Rückfahrt herrschte prächtige Stimmung bei den Handballerinnen von GW Mühlen. Trotz massiver Personalprobleme entschieden die GWM-Damen das wichtige Kellerduell beim Oberliga-Rivalen HSG Bützfleth/Drochtersen mit 29:22 (14:10) überraschend deutlich für sich. Es war Mühlens zweiter Saisonsieg nach dem 31:30 gegen Dinklage Anfang Oktober.

Zu den sechs Ausfällen, darunter Leistungsträgerinnen wie Isabelle Bolles und Anna-Maria Bünker, hatten sich kurzfristig auch noch Paula Zerhusen und Emmy Bloemen gesellt. Trainer Andreas Espelage standen somit nur noch zwei Torfrauen und sechs Feldspielerinnen aus seinem Kader zur Verfügung. Doch die Bitte um Spielverlegung wurde vom HVN abgelehnt. So halfen Tabea Hartke sowie Johanna und Rebecca Heitmann aus der zweiten Mannschaft aus.

„Die Mädels waren schon alle sehr sauer, und das haben sie auf dem Platz auch umgesetzt“, sagte Andreas Espelage: „Sie haben völlig befreit aufgespielt.“

Das 0:1 war der einzige Rückstand im gesamten Spiel, das 2:2 der letzte Gleichstand. Obwohl nach zwölf Minuten auch noch Jana Wernke verletzt ausschied, zog Mühlen erst auf 7:3 und dann von 12:10 auf 17:10 weg und hielt den Gegner dann auf Distanz.

Die 6-0-Deckung ließ kaum etwas zu. Vorne trafen vor allem Madeline Matos Ferreira (8 Tore), Luzia Kühling (8/4), Antonia Richter und Charlotte Westermann (je 6). Auch eine Manndeckung gegen Luzia Kühling hielt Mühlen nicht auf. „Alle haben richtig gut gespielt“, sagte Andreas Espelage. Ein weiteres Tor erzielte Jana Wernke.

Rückschlag in Hude: TVD zieht mit 24:30 den Kürzeren

Das Ziel war der zweite Sieg in Serie, doch daraus wurde nichts: Zwei Wochen nach dem umjubelten 24:23-Heimerfolg gegen Friedrichsfehn mussten die Oberliga-Handballerinnen des TV Dinklage mit dem 24:30 (13:16) bei der HSG Hude/Falkenburg einen Rückschlag hinnehmen. Mit einer ausgeglichenen Bilanz (8:8 Punkte) steht der TVD nun im Mittelfeld der Tabelle.

„Vorgenommen hatten wir uns viel, doch leider klappte es nicht, das Vorgenommene konsequent umzusetzen“, berichtete Trainerin Maike Bocklage. Ihr Team verschlief den Start und fiel durch Gegenstöße schnell auf 2:6 zurück. Danach fing sich der TVD aber, verkürzte auf 8:10 und hielt die Partie offen. Nach der Pause blieb Dinklage bis zum 17:20 (35.) in Schlagdistanz, fing sich dann aber eine 0:3-Serie zum 17:23 (42.) und kam danach nicht mehr wirklich heran.

„Immer wieder ließen wir Hudes Rückraum zu leichten Toren kommen und kamen im Gegenzug nicht an Hudes Torfrau vorbei, die wir leider warmgeworfen haben“, berichtete Maike Bocklage und kam zu dem Fazit: „Irgendwie sollte es an diesem 1. Advent nicht sein.“

Sollte es die Corona-Lage erlauben, bekommt der TVD schon am Samstag (4. Dezember) die Chance zur Wiedergutmachung. Um 17.00 Uhr kommt dann das sieglose Schlusslicht HSG Bützfleth in den TVD-Sportpark. Maike Bocklages Botschaft: „Nun heißt es Kopf hoch und es am kommenden Wochenende zu Hause besser machen.“

Tore: Anne Fangmann (8), Lena Kampers (5/4), Sarah Weiland (4), Melanie Fröhle (3), Lisanne Dießel (2/1), Pia Kreutzmann, Marlene Reinke (je 1).

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