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Rote Karte gegen Harms bringt Cloppenburg aus der Spur

Handballdrittligist TVC verliert auch das zweite Saisonspiel. 27:32-Heimniederlage gegen den OHV Aurich.

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Fassungslos: Ole Harms versteht die Rote Karte gegen ihn nicht, findet aber bei Schiedsrichter Lars Lieker kein Gehör. Foto: ll

Fassungslos: Ole Harms versteht die Rote Karte gegen ihn nicht, findet aber bei Schiedsrichter Lars Lieker kein Gehör. Foto: ll

Die Handballer des TV Cloppenburg haben den Start in die neue Drittligasaison verpatzt. Zwar zeigten sie sich im Vergleich zur 23:35-Auftaktpleiten beim ASV Hamm-Westfalen II eine Woche zuvor deutlich formverbessert, dennoch stand gegen den OHV Aurich am Ende eine 27:32-Heimniederlage zu Buche (10:12).

Der TVC legte vor 500 Zuschauern in der Sporthalle an der Leharstraße konzentriert los und führte nach 16 Minuten mit 8:5. Kurz darauf sollte eine bis dahin "normale" Handballpartie hektisch werden. Ole Harms scheiterte mit einem Siebenmeter an OHV-Torhüter Frederick Lüpke und kassierte – nachdem er an den eigenen Kreis zurückgekehrt war – vom Schiedsrichtergespann Matthias Hallmann/Lars Lieker (Solingen) plötzlich die Rote Karte. Harms soll auf Lüpkes Kopf gezielt haben. Harms' verstand die Welt nicht mehr, seine Proteste fanden kein Gehör.

Die Meinungen über dieses „Rot“ gingen auseinander. „Ich fand es zu hart“, sagte sogar Aurichs Schlussmann. "Es war ein Leger, also kein überharter Wurf. Und ich kenne Ole schon lange und weiß, dass er kein unfairer Spieler ist. Aber der Schiedsrichter hat mir gesagt, der Ball sei zum Kopf gegangen, daher habe er keine Wahl gehabt", sagte Lüpke. Als überzogen werteten auch Harms' Mitspieler Vincent Saalmann und Trainer Leszek Krowicki die Strafe. TVC-Keeper Hendrik Legler indes fand die Hinausstellung vertretbar: "Lüpke hat sich nun einmal kaum bewegt und dann kann man 'Rot' tatsächlich geben."

Ole Harms hat wenig Verständnis für den Platzverweis

Ole Harms selbst brachte auch am Sonntag für den Platzverweis wenig Verständnis auf: "Ich habe die Szene Revue passieren lassen und mir sie mehrfach auf Video angesehen. Und ich bleibe dabei: Das war niemals eine Rote Karte. Ich weiß nicht, wie die Schiedsrichter zu diesem Urteil gekommen sind. Das war eine spielentscheidende Szene."

  • TV Cloppenburg - OHV Aurich 27:32
  • Cloppenburg: Hendrik Legler, Nils Buschmann (1) – Vincent Saalmann (5/1), Bence Lugosi (3), Maciej Marszalek (3), Ole Harms (3/2), Adam Pal (3/3), Nils Goepel (2), Krzysztof Pawlaczyk (2), Tom Zwarthoed (2), Maximilian Bähnke (1), Thomas Houtepen (1), Mohamed Sibahi (1), Michal Skwierawski, David Niemann (ohne Einsatz), Tamás Pál (verletzt, o. E.).
  • Rote Karte: Ole Harms (19.).
  • Zuschauer: 500.
  • Nächstes TVC-Spiel: Am Samstag (18. September, 18 Uhr) beim Team HandbALL Lippe II.

Die Cloppenburger hatten einen Eckpfeiler verloren. "Das hat uns schwer getroffen", schaute Krowicki nach dem Spiel zurück. "Ich musste einiges umstellen." So gingen die Gastgeber nicht nur der Führung verlustig, sie gerieten auch ins Hintertreffen. Über 8:10 (23.) und 9:12 (28.) kam der Pausenstand von 10:12 aus Cloppenburger Sicht zu Stande,

Immerhin, es war noch alles drin und in der Kabine sammelten sich die TVC-Männer. Sie erwischten den besseren Start in den zweiten Durchgang. Nach gerade einmal 3 Minuten hatten sie den Ausgleich hergestellt und Vincent Saalmann, der am Ende mit 5 Treffern erfolgreichster Werfer seines Teams werden sollte, brachte die Hausherren beim 15:14 (37.) wieder in Front. Beim 17:16 nach knapp 38 Minuten hatten sie indes letztmals die Nase vorn.

Ein Tor für Cloppenburg, 8 für Aurich in 9 Minuten

In den folgenden 9 Minuten gelang Cloppenburg nur noch ein Tor, während Aurich gleich 8-mal hinlangte und sich auf 24:19 absetzte. "Wir haben zwar gekämpft bis zum Ende, aber gerade in dieser Phase zu viele Dinger verworfen", meinte Saalmann. Tatsächlich gingen die Cloppenburger zu leichtfertig mit ihren Möglichkeiten um. Zudem lief OHV-Keeper Frederick Lüpke zu ganz großer Form auf.

So gelang es dem TVC nicht mehr, das Blatt zu wenden, auch, wenn er zum Ende hin den Rückstand von 24:31 (57.) noch ein wenig verkürzte. Unter anderem erzielte Torhüter Nils Buschmann mit einem Wurf über das ganze Feld einen Treffer. "Wir haben nicht aufgegeben und viel besser gespielt als in Hamm. Aber wir müssen konzentriert weiterarbeiten", bilanzierte Trainer Leszek Krowicki.

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