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Roman Fress will 14. Sieg im 14. Kampf

Cruisergewichtsboxer aus Garrel steigt am Samstag auf der Seebühne im Magdeburger Elbauenpark gegen den Belgier Kamel Kouaouch in den Ring.

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Die Faust des Siegers? Roman Fress (links) und sein Trainer Robert Stieglitz sind für den Kampf gegen den Belgier Kamel Kouaouch optimistisch. Foto: Team SES/P. Gercke

Die Faust des Siegers? Roman Fress (links) und sein Trainer Robert Stieglitz sind für den Kampf gegen den Belgier Kamel Kouaouch optimistisch. Foto: Team SES/P. Gercke

Sachsen-Anhalt genießt an diesem Wochenende bundesweite Aufmerksamkeit. Wichtiges Thema sind die Landtagswahlen, die am morgigen Sonntag auf dem Programm stehen. Boxfans werden aber schon am Samstagabend nach Magdeburg, die Hauptstadt dieses Bundeslandes, blicken, denn es gibt endlich wieder Livesport. Auf der Seebühne im Elbauenpark findet die SES-Box-Gala statt.

Beim Boxstall SES-Boxing, beheimatet in Magdeburg, steht auch der Garreler Roman Fress unter Vertrag und der 27-Jährige hat am Samstagabend ebenfalls seinen Auftritt während der Box-Gala. „Ich freue mich riesig auf meinen Kampf, es wird wirklich langsam Zeit, dass es wieder losgeht“, meint Fress, der im Cruisergewicht (bis 90,8 Kilogramm) gegen den Belgier Kamel Kouaouch antritt. Die beiden kämpfen um den vakanten Titel der World Boxing Organization Inter-Continental.

„Das könnte der Einstieg zu einem WM-Kampf werden“, sagt Fress. Folglich hat das Gefecht große Bedeutung für den 1,91 Meter großen Faustkämpfer. Nach rund einem halben Jahr steht er wieder im Ring, zuletzt hatte er am 12. Dezember 2020 einen Kampf bestritten. In einem CLP-Duell hatte er den Linderner Erdogan Kadrija K.o. geschlagen.

Fress' Gegner ist in elf Profikämpfen unbesiegt

Auch dieser Fight ging in Magdeburg über die Bühne. Sachsen-Anhalts Hauptstadt ist nicht nur ein gutes Pflaster für Fress, vielmehr „ist Magdeburg mein zweiter Wohnsitz geworden“, meint Fress. „SES-Boxing ist hier, daher halte ich ich sowieso viel in Magdeburg auf und ich habe mich hier richtig gut eingelebt.“ Fünf seiner 13 bisherigen Profikämpfe hat Fress in Magdeburg bestritten. Seine Bilanz ist makellos, sämtliche Einsätze hat er für sich entschieden.

Allerdings ist die Bilanz seines Kontrahenten ebenfalls ohne Fehl und Tadel. Elf Siege hat der 32-Jährige Kouaouch in elf Kämpfen errungen. Folgerichtig geht Fress den Kampf mit Respekt an: „Er wird mein bislang stärkster Gegner. Kamel ist zwar kein K.o.-Schläger, aber er hat eine hohe Schlagfrequenz und eine gute Ausdauer. Er ist boxtechnisch richtig stark, da ist Vorsicht geboten. Ich muss aufpassen.“

Gleichwohl geht Fress optimistisch in den Kampf: „Ich bin gut drauf, auch mental. Die Vorbereitung ist bestens gelaufen, ich hatte keinerlei Verletzungen. Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht.“ Sein Trainer Robert Stieglitz teilt die Zuversicht: „Roman hat auf allen Ebenen einen großen Schritt nach vorne gemacht – nicht nur boxerisch. Seine Entwicklung, ob in den körperlichen Werten und vor allem im mentalen Bereich, machen mich sehr optimistisch, dass er auch international viel erreichen kann.“

Vor allem freut den Garreler, dass auf der Seebühne Zuschauer zugelassen sind. 1000 Besucher sind gestattet, die Coronalage – die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz in Magdeburg lag zuletzt bei 22,3 – macht es möglich. „Theoretisch wäre sogar noch mehr Publikum möglich gewesen, aber das wäre von der Organisation her nicht zu schaffen gewesen. Alle 1000 Zuschauer werden getestet, SES_Boxing ist sehr vorsichtig. Die Gala auf der Seebühne ist in diesem Jahr die erste Veranstaltung mit Publikum – da wird genau draufgeschaut, wie das organisiert ist und funktioniert“, sagt Fress.

Der MDR zeigt die Box-Gala von 22.35 Uhr an

Sechs Kämpfe stehen am Samstagabend auf dem Programm. Fress ist im fünften Gefecht an der Reihe, anschließend steigt der Hauptkampf, wenn die Schwergewichtler Agit Kabayel aus Deutschland gegen den US-Amerikaner Kevin Johnson um die WBA-Kontinental-Meisterschaft boxt.

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