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Roman Fress hat einen neuen Schatz

Der Garreler Boxer holt seinen ersten internationalen Titel. Ihm gelang ein K.o.-Sieg in Magdeburg gegen Kamel Kouaouch aus Belgien.

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Das schmeckt: Roman Fress holt sich Championsgürtel der WBO-Inter-Continental im Cruisergewicht. Foto: SES-Team/P. Gercke

Das schmeckt: Roman Fress holt sich Championsgürtel der WBO-Inter-Continental im Cruisergewicht. Foto: SES-Team/P. Gercke

Roman Fress aus Garrel bleibt als Profiboxer ungeschlagen. Der 27-jährige Cruisergewichtler (bis 90,8 Kilo) schlug auf der Seebühne im Magdeburger Elbauenpark den Belgier Kamel Kouaouch in der sechsten von zehn Runden mit einem perfekten Aufwärtshaken k.o.

Damit gewann Fress die Meisterschaft der WBO-Inter-Continental und holt sich den ersten Gürtel eines Weltverbandes. Fress dominierte den Kampf gegen Kouaouch von Beginn an eindeutig. „Das ist mein neuer Schatz“, jubelte Fress direkt nach dem Kampf, den er mit einer spektakulären Aktion vorzeitig beendet. Mit einem völlig überraschenden Aufwärtshaken fällte Fress seinen Gegner wie eine Eiche. Der Schützling von SES-Boxing, Ausrichter dieser Gala, ließ seinem Kontrahenten keine Chance. „Das war Fechten mit Fäusten“, schwärmte SES-Pressesprecher Christof Hawerkamp. „Roman hat sich super entwickelt, aber ich hätte nicht erwartet, dass er Kouaouch so klar beherrschen würde.“

Immerhin war der Belgier mit der Empfehlung von elf Profikämpfen ohne Niederlage nach Magdeburg gekommen. Diese Serie aber sollte reichen. Denn Fress ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Die Deckung des Garrelers stand exzellent, er musste so gut wie keine Schläge einstecken. Das sah auf der Gegenseite ganz anders aus. Immer wieder kassierte Kouaouch harte Schlagkombinationen.

Den vielen Geraden von Fress hielt Kouaouch zwar stand, aber nach knapp zwei Minuten in der sechsten Runde kam für den Belgier das Aus. Fress setzte völlig unvermittelt einen präzisen Auswärtshaken und traf damit seinen Widerpart perfekt. Wie vom Blitz getroffen, ging Kouaouch zu Boden, das einseitige Gefecht hatte sein vorzeitiges Ende gefunden. „Das war ganz großer Boxsport“, lobte SES-Pressesprecher Hawerkamp.

„Mein Trainer hatte mich super eingestellt, unsere harte Arbeit hat sich ausgezahlt, ich freue mich riesig über den Sieg. Ich hatte in den ersten fünf Runden ja meistens aus der Distanz geboxt, deshalb hat Kamel mehr und mehr den Infight gesucht. Der Aufwärtshaken kam dann fast automatisch, der war dann aber wie aus dem Lehrbuch“, meinte Fress einen Tag nach dem Fight. Es spricht für den 27-Jährigen, dass er sich aber prompt nach dem Wohlergehen seines Gegners erkundigte. „Es hat mir leid getan, dass Kamel so schwer getroffen zu Boden gegangen ist. Ich habe auch schon seinen Manager angeschrieben, wie es ihm geht. Ich hoffe, er hat sich nicht ernsthaft verletzt.“

Für Fress, der am Sonntag wieder nach Garrel zurückkehrte („ich bin ganz toll empfangen worden“), steht nun erst einmal die Familie mit Gattin Lena sowie den Kindern Valeria (vier Jahre) und Sohn Ivar (fünf Monate) im Vordergrund, verbunden mit einem Urlaub in Griechenland. „Darauf freue ich mich mega, aber danach geht es wieder um Boxen.“

Wie es nun weitergeht und wann Fress das nächste Mal in den Ring steigen wird, ist noch offen. „Das wird sich zeigen“, meint Hawerkamp. „Roman hat sich aber in eine sehr gute Position gebracht. Er rückt in die Top 15 der WBO auf und damit kommt für ihn ein Kampf um den Weltmeistertitel in Reichweite.“ Darüber hinaus stellt Hawerkamp in Aussicht, dass es vielleicht auch mal einen Kampfabend mit Roman Fress im Hauptfight in Cloppenburg geben könnte. „Es ist sicherlich denkbar, auch mal eine Veranstaltung in Romans Heimat durchzuführen.“

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