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Riesige Vorfreude vor dem Heimdebüt

Die Basketballerinnen des TV Vörden bestreiten am Samstag ihr erstes Spiel in eigener Halle seit über einem Jahr.

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Weiter dabei: Malea Sprehe (rechts). Foto: Schikora 

Weiter dabei: Malea Sprehe (rechts). Foto: Schikora 

Selten haben die Basketballerinnen des TV Vörden einen Samstag so herbeigesehnt wie diesen. Kein Wunder: Ein Punktspiel in eigener Halle, mit echten Zuschauern im Rücken – das hat das Damen-Topteam aus dem Kreis Vechta schon lange nicht mehr erlebt. Um genau zu sein, seit über einem Jahr nicht mehr. Am 11. Oktober 2020 feierte Vörden im ersten Match unter dem damals neuen Trainer Steffen Schorer einen 55:52-Sieg gegen die BG Göttingen II. Es blieb coronabedingt das einzige Spiel der Saison 2020/21.

Das letzte echte Heimspiel ohne Corona-Beschränkungen liegt sogar schon 21 Monate zurück. Am 1. Februar 2020 rang der TVV den TK Hannover II mit 84:82 nach Verlängerung nieder. Danach folgte der Saisonabbruch. Am Samstag nun hat das Warten ein Ende. Im ersten Heimspiel der Saison 21/22 begrüßt Vörden um 18.00 Uhr den TSV Lamstedt. Es ist für beide Teams das zweite Saisonspiel in der 2. Regionalliga Nord, Staffel West. Vörden verlor zum Auftakt am 10. Oktober mit 56:59 bei TK Hannover II. Lamstedt ging in Hagen mit 27:70 unter.

„Die Vorfreude auf das erste Heimspiel ist riesig“, sagt Steffen Schorer (29), der 2020 das Erbe der TVV-Legende Horst Maronn antrat. Angesichts der langen Pause hält er sich mit einer Prognose zurück. „Zum Jahreswechsel wird eine Standortbestimmung und Zielsetzung für den Rest der Saison möglich sein. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass wir uns eher an der Tabellenspitze als am Tabellenkeller orientieren wollen“, sagt er.

Zwei Farben, ein Team: Der TV Vörden in der Regionalliga-Saison 202122. Hinten von links: Fiona Stahl, Luisa Sahlfeld, Maja Rehling, Nicole Vogel, Thea Alschner, Pia Sprehe, Maike Oesting, Malea Sprehe und Coach Steffen Schorer; vorne von links: Lina Krämer, Yvonne Stuckenberg, Janin Kramer, Maren Katschinski, Maja Rüdiger, Martina Flerlage, Aiske de Boer und Jana Sprehe. Es fehlen: Marieke Köster und Carina Lotte. Foto: Birgit JunghansZwei Farben, ein Team: Der TV Vörden in der Regionalliga-Saison 2021/22. Hinten von links: Fiona Stahl, Luisa Sahlfeld, Maja Rehling, Nicole Vogel, Thea Alschner, Pia Sprehe, Maike Oesting, Malea Sprehe und Coach Steffen Schorer; vorne von links: Lina Krämer, Yvonne Stuckenberg, Janin Kramer, Maren Katschinski, Maja Rüdiger, Martina Flerlage, Aiske de Boer und Jana Sprehe. Es fehlen: Marieke Köster und Carina Lotte. Foto: Birgit Junghans

Seinen Kader sieht er in der Breite mit 18 Spielerinnen „optimal aufgestellt“ – ein großer Vorteil auch für den Trainingsbetrieb. Allerdings muss der Coach im Vergleich zur letzten halbwegs regulären Saison 2019/20 auch acht neue Spielerinnen integrieren.

Doch Schorer ist guter Dinge. „Das Potenzial des Teams ist noch längst nicht ausgeschöpft“, glaubt er: „Auch in der Spitze haben wir kaum einen Leistungsabfall und viele Spielerinnen auf einem richtig guten und hohen Niveau.“ Dazu gehören mit Sicherheit auch die frühere Leistungsträgerin Yvonne Stuckenberg, die nach einer Pause wieder dabei ist, sowie Malea Sprehe, die per Doppelspielrecht parallel mit der Panthers Academy des OSC Osnabrück in der 2. Bundesliga unterwegs ist.

Altersschnitt liegt bei 23 Jahren

Interessant ist auch die Altersspanne im Team. Lina Krämer, die jüngste Spielerin im Kader, ist gerade mal 14 Jahre alt. Nicole Vogel ist dagegen mit ihren 44 Jahren die älteste Spielerin. Der Schnitt liegt bei 23 Jahren. Schorer findet: „Wir haben einen ausgezeichneten Mix aus Erfahrung, Entwicklungspotenzial, Nachwuchs und Spielklasse.“ Aktuell sieht er vor allem zwei Aufgaben: „Zum einen bei allen im Team das gleiche Verständnis dafür zu schaffen, wie wir Basketball spielen wollen. Und zum anderen als Team noch enger zusammenzuwachsen.“ Beides brauche Zeit. „Wir werden uns nicht unnötig selbst unter Druck setzen“, sagt Schorer: „Wir wollen aber ambitioniert, intensiv und mit klarem Fokus an den Themen arbeiten.“

Jetzt soll aber erst mal die Heimatmosphäre genossen werden. „Basketball ohne Zuschauer vor Ort ist nicht dasselbe“, sagt Schorer: „Deshalb hofft das ganze Team auf lautstarke Unterstützung.“ Es gilt die 2G-Regel. Die Zuschauer werden gebeten, die Nachweise mitzubringen. Der Eintritt ist wie immer frei.

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