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Reiter sind erfreut über neue Herausforderungen

Die Reitturniere in Vechta leben wieder auf:  Zwei August-Termine sind fix – nach zahlreichen Absagen im  Landkreis.

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Vechta ruft: Am Wochenende sind die Vielseitigkeitsreiter mit Geländeritten vertreten. Im Bild aus dem Vorjahr die Bramscherin Gesa Staas. Foto: Gerdes

Vechta ruft: Am Wochenende sind die Vielseitigkeitsreiter mit Geländeritten vertreten. Im Bild aus dem Vorjahr die Bramscherin Gesa Staas. Foto: Gerdes

Auch die heimischen Reiter sind vom Coronavirus gebeutelt. Doch nach einem anhalten Turnier-Lockdown sind in diesem Monat bei der Landeslehrstätte in Vechta zwei Turniere geplant: am 8./9. August eine Gelände-Veranstaltung durch den Pferdesportverband Weser-Ems (PSVWE) und vom 20. bis 23. August das Turnier des Reitervereins Vechta.

Der erste Corona-Einschlag im Landkreis Vechta hatte den Fahr- und Reitverein Neuenkirchen getroffen. Das traditionsreiche Hallenreitturnier, geplant und komplett vorbereitet für den 12. bis 15. März, war vom Landkreis Vechta einen Tag vor dem Start nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Falles in Neuenkirchen-Vörden abgesagt worden. Seitdem herrschte relative Ruhe im Turnierwesen

Und die Ausfälle gingen auch in der grünen Saison weiter. Langenberg im Mai sowie die ab August angesetzten Turniere in Holdorf, Lohne und Vörden wurden abgesagt. Beim Reiterverein Lohne wird überlegt, statt des großen Turniers Ende September in Bokern eine kleine, vereinsinterne Version zu starten. Nur in Mühlen und Vechta stiegen im Juni bzw. Juli einige Springreiter-Events. Neben den beiden Terminen im August in Vechta auf dem Gelände des Pferdesportverbandes Weser-Ems hat am 5./6. September auch der RV Visbek seine Reitertage schon fest im Blick.

Auch beim RV Vechta geht es demnächst weiter. Foto: SchikoraAuch beim RV Vechta geht es demnächst weiter. Foto: Schikora

In Vechta an der Landeslehrstätte steigt nun an diesem Samstag und Sonntag ein Geländeturnier – quasi als Ersatz für die abgesagten Weser-Ems-Meisterschaften in der Vielseitigkeit, die an diesem Wochenende angesetzt waren; auch die Weser-Ems-Titelkämpfe in den anderen Disziplinen sind ersatzlos gestrichen worden.

"Wir freuen uns auf unser erstes Corona-Geländeturnier und sind sehr zufrieden mit dem Nennungsergebnis."PSVWE-Sprecherin Laura Gerdes

„Wir haben ein tolles Starterfeld, vor allem unser Vielseitigkeitsnachwuchs ist vertreten“, sagt PSVWE-Sprecherin Laura Gerdes. Dem Veranstalter liegen knapp 200 Nennungen vor. Es wird nur Geländeritte geben, keine Springprüfung und keine Dressur. „Wir freuen uns auf unser erstes Corona-Geländeturnier und sind sehr zufrieden mit dem Nennungsergebnis“, erklärt Laura Gerdes. Highlight ist der Geländeritt Klasse L am Sonntag ab 14.00 Uhr; morgens ab 8.00 Uhr gibt es einen Geländeritt Klasse A. Am Freitag ab 18.00 Uhr kann das Gelände besichtigt werden. Am Samstag ist um 13.30 Uhr ein Geländeritt Klasse E mit Stilwertung angesetzt.

Zuschauer müssen bei diesem Event allerdings außen vor bleiben. Und auch für die Anwesenden sind einige Corona-Regeln zu beachten. Alle Teilnehmer sollten nur eine Begleitperson mitbringen, um die Anzahl der Menschen auf der Anlage möglichst gering zu halten. In der Halle, in den Sanitärräumen und überall dort, wo kein Abstand gehalten werden kann, ist das Tragen einer Maske verpflichtend. Alle Teilnehmer müssen einen Anwesenheitsnachweis abgeben, damit im Falle einer Infektion auch alle benachrichtigt werden können. Und: Auf den Parkplätzen sollte etwas weiter auseinander geparkt werden.
In Vechta sind Teilnehmer der Goldenen Schärpe oder des gerade ausgetragenen Bundesnachwuchs-Championats in der Vielseitigkeit dabei. Die Teilnehmer kommen aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet und aus angrenzenden Regionen.

RV Vechta arbeitet an seinem Traditionsturnier

Für das Turnier vom Reiterverein Vechta vom 20. bis 23. August hat der 1. Vorsitzende Clemens von Merveldt ein „geändertes Format“ angekündigt. Man habe trotz Corona-Krise die Verpflichtung gesehen, „den Sport auch in schweren Zeiten wieder zu ermöglichen“. In Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Pferdezuchtverband, dem Pferdestammbuch Weser-Ems, dem Reiterverband Oldenburg und dem Pferdesportverband Weser-Ems sind Qualifikationsprüfungen für die Bundeschampionate, Amateurprüfungen im Rahmen der Talentförderung des Reiterverbandes Oldenburg sowie Basisprüfungen für die Nachwuchsreiter in Springen und Dressur von E bis L geplant. Insgesamt 31 Prüfungen sind ausgeschrieben.

Der Hof Gramann stand wegen einer bevorstehenden Renovierung diesmal als Veranstaltungsort nicht zur Verfügung. Obwohl die Baumaßnahme in der Zwischenzeit verschoben worden ist, hält der Verein an der Landeslehrstätte als Turnier-Schauplatz fest. Gerne würde der RV Vechta dort auch Zuschauer zulassen. Clemens von Merveldt sagt, man möchte die gesetzlich möglichen 500 Besucher auf den Reitplatz an der Landeslehrstätte lassen. „Das werden wir noch mit dem Ordnungsamt des Landkreises abstimmen“, kündigte der Vereinschef an.

Clemens von Merveldt appelliert an die Mitglieder und Aktiven: „Bleibt weiter vorsichtig und gesund, aber lasst uns weitermachen, denn: Tradition verpflichtet.“ Terminlich besteht die Tradition darin, dass der RV Vechta immer direkt nach Stoppelmarkt, der 2020 ausfällt, sein großes Turnier anbietet. Diesmal in anderer Form und mit Abstands- und Hygieneregeln.

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