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Reiter scheuen nicht vor Corona-Hindernis

Rund 50 Helfer hatten alles dafür getan, dass das Turnier in Bösel reibungslos über die Bühne gehen konnte. Was fehlte, war nur das Publikum, bedauerten die Organisatoren.

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Siegerin ohne Siegerehrung: Marie Dullweber vom Reit- und Fahrverein St. Georg Altenoythe-Kampe gewann den OM-Online-Springwettbewerb in Bösel.

Siegerin ohne Siegerehrung: Marie Dullweber vom Reit- und Fahrverein St. Georg Altenoythe-Kampe gewann den OM-Online-Springwettbewerb in Bösel.

Reitvereinschef Dr. Josef Willer und Turnierleiterin Sandra Lübbe waren sich einig: Das Reiterfest 2020 ist sportlich und organisatorisch prima gelaufen. Beide bedauerten aber, dass wegen der Corona-Krise kein Publikum zugelassen werden konnte. Auch bei den Reiterinnen und Reiter galt, außer beim Reiten, auf dem gesamten Platz Maskenpflicht.

Die sonstigen Bedingungen hätten aber besser nicht sein können: Strahlendes Spätsommerwetter bescherte dem Reit- und Fahrverein Bösel an den drei Tagen des Reitturniers perfekte Bedingungen, von Parcourchef Wolfgang Sagner anspruchsvoll gestellte Hindernisse und fachgerecht präparierte Dressurplätze.

Marie Dullweber gewinnt Springwettbewerb 

Wie eine Schneekönigin freute sich Marie Dullweber vom Reit- und Fahrverein St. Georg Altenoythe-Kampe, als sie den ersten Springwettbewerb am Samstagvormittag auf „Nanias Beste“ und damit den Preis von "OM online - Das Nachrichtenportal von Münsterländische Tageszeitung und Oldenburgische Volkszeitung“ gewann. Sie verwies Inneke Frerichs (RuFV Rheiderland) auf „Joker“ sowie „Melbourne“ auf die Plätze.

Dominierend trat am Sonnabend Bernd Osterkamp von Reit- und Fahrverein Lindern auf, die mit „Carl Gustav“ und „Zauberreigen“ gleich drei Spingpferdeprüfungen der Klasse A und L gewann. Die Dressurprüfung Klasse L entschied Elke Bienefeld vom Reit- und Fahrclub Dinklage auf „Filou“ für sich. Auf den Plätzen folgten Britt Schulte (RuFV Cloppenburg auf Happy Daie“ und Marina Tangemann vom gleichen Verein auf „Brunetti“. Zwei interne Reiterwettbewerbe entschieden Neele Alberding auf „Smooky“ und Natalie Wygrala auf „Feykon“ vom gastgebenden Reit- und Fahrverein Bösel für sich.  

An den ersten beiden Tagen zog der Veranstalter bereits ein großes Pensum durch, schließlich waren insgesamt über 1100 Nennungen aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet eingegangen. Willer wollte seine durchweg positive Bilanz ausdrücklich auch als Lob für den couragierten Einsatz von fast 50 freiwilligen Helferinnen und Helfer für den Verein verstehen, die den reibungslosen Ablauf erst möglich gemacht hätten. Der Verein hatte das Reitstadion sowie die Reithalle mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Sowohl die Verpflegung als auch die Informationen für die Starter waren optimal. Schirmherr des Turniers war Bösels Bürgermeister Hermann Block, der für das Springen am Sonntagnachmittag den „Preis der Gemeinde Bösel“ gestiftet hatte.

Springpferdeprüfungen der Klassen A bis M und Reitpferde- und Dressurprüfungen sowie Eignungsprüfungen für junge Pferde standen am Freitag und Samstag auf dem Programm. Diese Prüfungen dienten dazu, junge Pferde an den Springsport heranzuführen und die Qualität der Pferde zu erkennen. Das gleiche gilt auch für die Dressurprüfungen, die oftmals vom Publikum eher stiefmütterlich betrachtet werden. Für sie alle eine gute Gelegenheit, unter den Augen der Wettkampfrichter ihre Nachwuchstiere in der Wettkampfpraxis zu trainieren. Am Sonntag wurde das Reitturnier mit der abschließenden Springprüfung M mit einem Stechen, das „Christa-Götting-Gedächtnisspringen“, beendet.

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