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Rastas XXL-Drama ohne Happy End

Vechtas Regionalliga-Basketballer verlieren in Rendsburg nach dreifacher Verlängerung mit 112:115. Kevin Smit macht dabei ein sensationelles Spiel. Was sich hinter „48-16-11-8“ verbirgt, gibt's hier.

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Überragender Auftritt in Rendsburg: Kevin Smit (links). Foto: Schikora

Überragender Auftritt in Rendsburg: Kevin Smit (links). Foto: Schikora

Sie wehrten sich mit ihrem dezimierten Aufgebot nach Kräften, sie holten alles aus sich heraus, um die Siegesserie fortzusetzen, doch nach einem Wahnsinnsdrama mit Überlänge standen die Basketballer von Rasta Vechta II mit leeren Händen da. Der bisherige Spitzenreiter der 1. Regionalliga Nord verlor am Samstagabend bei den Rendsburg Twisters mit 112:115 (41:47, 83:83) nach Verlängerung. Und es war keine normale Overtime, der Krimi in Schleswig-Holstein wurde um dreimal fünf Minuten verlängert.

„Es tut mir unfassbar leid für die Jungs, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat“, erklärte Rasta-II-Coach Hendrik Gruhn und sprach seiner Crew ein „Riesenkompliment“ für den großen Kampfgeist aus. Und natürlich sei er auch „ein bisschen enttäuscht“ über den Ausgang. In der Tabelle fiel Rasta II, das zuvor sieben Siege in Serie gefeiert hatte, hinter den Baskets Juniors TSG Westerstede und den Aschersleben Tigers auf Rang drei zurück; alle Teams haben 22 Punkte, Westerstede hat jedoch ein Spiel weniger absolviert. Die Top 4 erreichen die neu eingeführten Playoffs, Vechtas Vorsprung auf Rang fünf (Rendsburg) beträgt sechs Punkte.

Rasta II spielte am Nord-Ostsee-Kanal ohne vier Stammkräfte – ohne Marshawn Blackmon, Malte Giljan (beide Quarantäne), Topscorer Justin Onyejiaka und Johann Grünloh (beide im ProA-Kader). Zum 9er-Aufgebot des Farmteams gehörten in Michel Schillmöller auch ein JBBL-Spieler sowie Ralph Held aus dem Oberliga-Team. „Die Tiefe in der Rotation hat uns gefehlt“, meinte Gruhn und vermisste in einigen Szenen „die letzte Konsequenz, den letzten halben Schritt“. Rendsburg, das auch nur zu acht war, habe das „eiskalt bestraft“. Die drei Verlängerungen endeten mit 13:13, 10:10 und 6:9 aus Rasta-Sicht.

Nur 40 Sekunden Pause für den Marathonmann

Überragender Akteur bei Rasta II war Kevin Smit, der in den 55 Minuten nur eine 40-Sekunden-Verschnaufpause im letzten Viertel der regulären Spielzeit erhielt und am Ende sagenhafte 48 Punkte, 16 Rebounds, elf Assists und acht Steals auf seinem Konto hatte. Kurzum: ein Mega-Spiel des erfahrenen Taktgebers. Gruhn bezeichnete Smits Leistung als „sensationell“ und sagte: „Er hat uns immer wieder am Leben gehalten.“

Neben Smit punkteten auch Tim Insinger (28; 6/11 Dreier), Kilian Brockhoff (15) und Noah Jänen (13) zweistellig. Gruhns Erkenntnis nach der dreifachen Verlängerung: „Das war eine sehr gute Erfahrung für die jungen Leute.“

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