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Rastas Wiedersehen mit zwei alten Bekannten

Der Basketball-Bundesligist trifft am Samstagabend auf die Skyliners Frankfurt mit Michael Kessens und Kamari Murphy. Hier der Vorbericht - und zwei Videos vom 15. Spieltag der BBL.

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Weiter geht's: Rastas Team während einer Auszeit in Berlin. Am Samstag gastiert Frankfurt in Vechta. Foto: nph / Engler

Weiter geht's: Rastas Team während einer Auszeit in Berlin. Am Samstag gastiert Frankfurt in Vechta. Foto: nph / Engler

Die BG Göttingen? Verlor am Dienstag gegen Alba Berlin. Der Mitteldeutsche BC? Zog tags drauf in Bamberg den Kürzeren. Und s.Oliver Würzburg? Lieferte dem FC Bayern München einen großen Kampf, verlor am Ende aber mit 70:74. Keine Frage: Für die Basketballer von Rasta Vechta ist es in den Bundesliga-Nachholspielen unter der Woche gut gelaufen. Drei Teams, mit denen Rasta um den Klassenerhalt in der BBL kämpft, kassierten ihre zehnte oder gar elfte Niederlage.

Vechtas Coach Thomas Päch nahm die Resultate der Konkurrenz zunächst zur Kenntnis („Das sind Sachen, die ich nicht kontrollieren kann“), räumte jedoch eine gewisse Erleichterung ein: „Natürlich ist es beruhigend, wenn man sieht, dass die Konkurrenz nicht wegzieht.“ Päch hielt dann noch fest: „Am Ende musst du halt selbst gegen die Konkurrenten gewinnen. Es geht darum, die eigenen Aufgaben zu erfüllen.“

Gutes Stichwort: Am Samstag um 18.00 Uhr hat der Tabellenvorletzte die nächste eigene Aufgabe vor der Brust. Zu Gast im Rasta-Dome sind die Skyliners Frankfurt. „Eine unangenehme Mannschaft“, wie Päch betont: „Aber keine unmögliche Aufgabe.“ Frankfurt war am Dienstag auch im Einsatz, verlor unglücklich mit 76:80 in Ulm und führt mit 12:18 Punkten die üppige Gefahrenzone an. „Frankfurt ist nicht allzu weit weg von uns“, sagt Päch – verbunden mit der Hoffnung, noch näher an die Hessen heranrücken zu können.


Alle Spiele der BBL gibt es live bei MagentaSport.


Robin Christen, Pächs Allrounder für die Positionen drei bis fünf, ergänzt: „Es ist ein wichtiges Spiel, wenn man sich die Tabellenkonstellation anguckt.“ Für Rasta ist es das letzte Heimspiel der Hinrunde, die erste Saisonhälfte wird dann am Mittwoch in Chemnitz abgeschlossen. „Für uns geht es in den letzten zwei Spielen der Hinrunde darum, uns eine bestmögliche Ausgangsposition für die Rückrunde zu verschaffen“, erklärt Päch.

Das Spiel gegen Frankfurt ist zudem der Auftakt für ein eng getaktetes Programm bis zur Länderspielpause. Binnen neun Tagen gibt's vier Partien. Samstag, Mittwoch, Freitag, Sonntag – der Rhythmus fühlt sich an wie Playoffs, ist aber Abstiegskampf. „Ich freue mich drauf. Ich mag es, oft zu spielen“, sagt Christen. Auch Päch ist guter Dinge: „Wir haben Stabilität in unser Spiel bekommen.“ Die jüngste 70:86-Niederlage bei Meister Berlin sei nach den drei vorangegangenen Siegen kein Rückschritt gewesen. „Wir haben eine sehr solide Leistung gezeigt, gerade defensiv“, sagt Päch mit etwas Abstand. Wie der Kader am Samstag aussieht, kann der Coach noch nicht sagen: „Es gibt noch ein paar Fragezeichen.“ Philipp Herkenhoff ist definitiv nicht dabei, bei Jean Salumu ist es ein Wettlauf mit der Zeit, hinzu kommen noch zwei, drei weitere Wehwehchen.

Rasta trifft am Samstag zum zehnten Mal in seiner BBL-Historie auf die Skyliners. Nur drei von acht Liga-Duellen wurden gewonnen, Rasta tat sich offensiv oft schwer (im Schnitt nur 73,5 Punkte). Und im Oktober gab's im Pokal ein 80:89. „Die Skyliners sind in ihrer Spielweise sehr klar und diszipliniert, sie spielen ihren Stiefel runter“, sagt Päch über die Truppe um BBL-Ikone Quantez Robertson (36), der am Dienstag in Ulm sein 400. Spiel für Frankfurt absolviert hat, und ergänzt: „Offensiv steht und fällt ihr Spiel mit Mobley.“

Gemeint ist US-Guard Matt Mobley (26), mit 20,0 Punkten pro Partie drittbester Scorer der Liga. „Wenn er einen guten Tag hat, wird's schwer“, so Päch. Die Fakten dazu: Bei den sechs Siegen gegen Chemnitz, Bayreuth, Braunschweig, MBC, Göttingen und Bonn machte Mobley 27,2 Punkte im Schnitt, bei den Niederlagen waren es 14,6. Zweite tragende Säule ist der Isländer Jon Axel Gudmundsson (14,3).

Frankfurt bringt auch zwei Ex-Rastaner mit. Michael Kessens und Kamari Murphy bildeten 19/20 das Center-Duo in Vechta, nun sind sie Leistungsträger am Main – Kessens mit 8,6 Punkten und 5,9 Rebounds pro Spiel, Murphy mit der Kombination 7,1 / 4,0. Christen berichtet, dass er kürzlich mit Kessens telefoniert habe: „Ich hab' ihm gesagt, dass er sich warm anziehen kann.“ Frankfurts Coach Sebastian Gleim hat unterdessen versucht, das bittere 76:80 in Ulm schnell abzuhaken. Man habe „insgesamt ein sehr gutes Spiel“ gemacht und nehme „den Fortschritt mit nach Vechta“.


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