Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Rasta will weniger Roboter-Basketball und mehr Tempo

Rastas Interims-Coach Marius Graf gibt die Richtung für das Heimspiel gegen Nürnberg am Samstag (19.30 Uhr) vor. Er will die Kreativität der Spieler stärken.

Artikel teilen:
Vom Farmteam zu den Profis: Rastas Interims-Coach Marius Graf. Foto: Schikora

Vom Farmteam zu den Profis: Rastas Interims-Coach Marius Graf. Foto: Schikora

Eine Sache hat sich für Marius Graf nicht geändert: Dass er an diesem Samstag an der Pariser Straße an der Seitenlinie stehen würde, das war dem Basketball-Coach auch schon vor dem vergangenen Wochenende klar. Aber ansonsten ist fast alles anders: Abendspiel statt Nachmittagseinsatz, Rasta-Dome statt Rasta-Gym, zweite Liga statt Regionalliga. Und der Gegner heißt nicht Bramsche, sondern Nürnberg. Der 30-Jährige wird am Samstag um 19.30 beim Heimspiel gegen die Falcons erstmals als Hauptverantwortlicher des Profiteams fungieren, nachdem der Klub am Montagabend Derrick Allen als Headcoach beurlaubt hatte.

Graf soll das kriselnde Schlusslicht nach fünf Niederlagen zum Saisonauftakt gegen den Tabellenzwölften zum ersten Erfolg in dieser Spielzeit führen. Er weiß, dass es einige Veränderungen braucht, um dieses Ziel zu erreichen. Das Hauptaugenmerk beschreibt er so: „Generell wollen wir einfach wieder schnelleren Basketball spielen.“

Um dem ersten Sieg einen Schritt näher zu kommen, sind laut Graf aber nicht nur sportliche Elemente wichtig. „Ich denke, dass wir es mit einer Mannschaft zu tun haben, die gerade einfach ein bisschen Selbstbewusstsein tanken muss“, urteilt er. „Es geht darum, dass man die Leute ermutigt, Entscheidungen in der Offensive zu treffen.“

„Mit der Geschwindigkeit kamen die Fehler. Je mehr wir in der Lage sind, schnell und kontrolliert zu spielen, umso besser würden unsere Spiele verlaufen.“Rasta-Kapitän Josh Young

In Zusammenarbeit mit dem ebenfalls neu berufenen Assistenten Hanno Stein, der sein eigentliches Traineramt im Jugendbereich (U 16) genauso wie Marius Graf (Rasta II und U 19) vorübergehend an seinen Co-Trainer abgegeben hat, hat der junge Coach in dieser Woche „die Kreativität der Spieler“ wieder in den Mittelpunkt gerückt. Er führt aus: „Das heißt weniger ‚Roboter‘ und mehr die eigene Kreativität pushen. Und zu sagen: ‚Hey, wenn du mal einen Pass durch die Beine spielen willst, dann spiel ihn.‘“ Die Entschlossenheit sei in solchen Situationen sehr wichtig.

Josh Young appelliert derweil an die Grundtugenden und sagt: „Erst mal müssen wir rennen. Das hilft uns, mit mehr Tempo zu spielen.“ Das sei auch in den vorangegangenen Spielen in Paderborn (86:99) und gegen Kirchheim (83:96) das Ziel gewesen. Hier hat der Rasta-Kapitän jedoch festgestellt: „Mit der Geschwindigkeit kamen die Fehler. Je mehr wir in der Lage sind, schnell und kontrolliert zu spielen, umso besser würden unsere Spiele verlaufen.“ In den bisherigen fünf Partien hat Rasta sich im Schnitt 17,8 Turnovers geleistet – nur Itzehoe (18,3) und Kirchheim (19,2) sind da noch schlechter.

Die Nürnberg Falcons haben sich zuletzt daheim gegen Ehingen (85:74) für ihre 55:90-Abreibung in Trier rehabilitiert. Bei ihrer letzten Auswärtsreise hatte es nicht nur spielerisch, sondern auch schon bei der Anreise Komplikationen gegeben – so ging es in Trier quasi direkt vom Bus auf das Feld. Marius Graf will sich aber nicht zu sehr mit dem Gegner befassen. Er glaubt, „dass wir tatsächlich im Vorfeld dieses Spiels eher auf uns gucken müssen“. Josh Young baut ebenfalls auf die eigene Stärke – so es denn im Kopf „klick“ macht: „Das Mentale ist im Basketball noch wichtiger als das Physische. Die Jungs haben Talent, die Jungs haben Fähigkeiten. Es kommt nur darauf an, das Mindset eines Champions, eines Gewinners zu haben. Wenn wir das hinkriegen, werden wir ein anderes Gesicht zeigen.“

Ticket-Infos
Für das Spiel gegen Nürnberg waren bis Donnerstagmittag etwa 2450 Tickets verkauft. Ab Montag (17.00 Uhr) verkauft Rasta auf seiner Homepage 200 neue Dauerkarten für 80 bis 264 Euro. Sie gelten für neun Heimspiele ab dem Derby gegen die Artland Dragons (18.12.) und auch für mögliche Playoff-Partien. In diesem Fall wird nach Saisonende der Preis für die weiteren Spiele abgerechnet.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Rasta will weniger Roboter-Basketball und mehr Tempo - OM online