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Rasta Vechta vor dem Re-Start in Rostock

Nach der kurzen Quarantäne für einen Großteil des Teams tritt der Basketball-Zweitligist am Sonntagnachmittag bei den ambitionierten Seawolves an.

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Zusammenhalt ist gefragt: Rasta Vechta gastiert am Sonntag beim Topteam Rostock. Foto: Schikora

Zusammenhalt ist gefragt: Rasta Vechta gastiert am Sonntag beim Topteam Rostock. Foto: Schikora

Die Aufregung um den ersten Corona-Fall im Spielerkader von Rasta Vechta nach knapp zwei Jahren der Pandemie hat sich gelegt, der Basketball-Zweitligist ist nach der kurzen Quarantäne für einen Großteil des Teams „mit einem blauen Auge davongekommen“, wie es Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer anlässlich der Rückkehr in den Trainingsalltag am Montagabend formulierte.

Nun geht es für den Tabellen-14. der 2. Bundesliga ProA darum, sich beim kleinen Re-Start nach der Absage der Schwenningen-Tour gut aus der Affäre zu ziehen. Die Gefahr, das nächste „Veilchen“ zu kassieren, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. Denn: Rasta gastiert am Sonntagnachmittag um 16.30 Uhr beim Tabellenzweiten und BBL-Anwärter Rostock Seawolves.

Die Schwere der Aufgabe ist Vladimir Lucic bewusst, Rastas Trainer hat dabei auch die Umstände im Hinterkopf: „Es fällt nicht leicht, sich aktuell auf Basketball zu konzentrieren. Man ist fast mehr damit beschäftigt, gesund zu bleiben – und fit fürs Spiel.“

Nelson fällt weiter aus, Krause-Einsatz noch offen

Alle Kader-Mitglieder, die noch nicht geboostert werden konnten, müssen jeden Tag vor dem Training einen zertifizierten Schnelltest vorlegen. Immerhin: An der Pariser Straße gibt's kurze Wege, das Drive-In-Testcenter befindet sich auf dem Rasta-Dome-Parkplatz.

Lucic ist nach einigen Tagen der Ungewissheit erst mal froh, dass „wir zumindest wieder im Teamtraining sind“, und der Serbe verspricht: „Wir geben unser Bestes, um Sonntag bereit zu sein.“ Nach der Quarantäne sei es „ganz entscheidend, dass wir physisch bereit sind“, so Lucic. Für den Corona-Patienten, der sich am Donnerstag wieder freitesten konnte und dessen Name vom Klub nach wie vor geheim gehalten wird, kommt die Reise nach Rostock zu früh. Für ihn ist erst mal ein Medizincheck geplant, um dann in der kommenden Woche wieder ins Training einzusteigen.

Sa'eed Nelson, der sich mit Oberschenkelproblemen herumplagt, fällt indes noch weiter aus. Ob Kristofer Krause nach auskurierter Sprunggelenksverletzung und seiner Rückkehr ins Training wieder voll wettkampftauglich ist, soll sich am Freitag entscheiden.

Rostocks Spielrhythmus wurde am vergangenen Wochenende durch eine Absage (Gegner Tübingen hat mehrere Corona-Fälle) ebenfalls gestört, „aber ihre Situation ist ja nicht die gleiche wie die unsere“, sagt Lucic. Kein Zweifel: Die Ausgangslage ist nicht ideal, es gibt diverse kleine Fragezeichen, aber im ersten Spiel des Jahres hat Rasta mit dem 82:81-Sieg beim damaligen und aktuellen Spitzenreiter Jena gezeigt, dass an bestimmten Tagen auch Unmögliches möglich ist. Zur Wahrheit in Orange gehört jedoch auch, dass nach dem Coup in Thüringen nur noch wenig klappte. Nach drei Niederlagen in Serie ist der Bonus vom Zwischenspurt aufgebraucht.

Rostock liebäugelt mit dem Aufstieg in die 1. Liga

In Rostock ist die Stimmungslage ganz anders. Die ambitionierten Seawolves sind voll auf Kurs. Vor Weihnachten gab's mit zwölf Siegen in Folge einen Vereinsrekord. Die jüngsten Dämpfer in Karlsruhe (86:87) und zuletzt gegen Bremerhaven (98:112) waren ärgerlich, aber kein Beinbruch. Lucic attestiert der Ostsee-Crew um den Ex-Rasta-Profi Chris Carter (8,5 Punkte und 6,1 Assists pro Partie) „den zurzeit vielleicht besten Basketball in der Liga“, er hat großen Respekt vor den „erfahrenen Guards“.

Topscorer ist Tyler Nelson mit 14,8 Punkten pro Spiel und einer Dreier-Quote von 50 Prozent, gefolgt von Nijal Pearson (14,3), Jordan Roland (13,7), Sid-Marlon Theis (11,6) und Till Gloger (10,3). Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der Seawolves, sagte unlängst in einem NDR-Beitrag: „Wir sind infrastrukturell und organisatorisch erstligareif. Wir wissen aber, dass wir Geduld brauchen und den Aufstieg nicht erzwingen können.“

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