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Rasta Vechta stochert wieder im Nebel

Der Basketball-Zweitligist und die Corona-Lage - eine Momentaufnahme zwischen Saison-Rekordkulisse, neuen Geisterspiel-Sorgen und der Option 2G-Plus.

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Party im Dome: Die „Marleys“ am Samstagabend in Aktion. Foto: Schikora

Party im Dome: Die „Marleys“ am Samstagabend in Aktion. Foto: Schikora

Nein, der Dome war nicht ausverkauft. Aber Rasta Vechta war am Samstagabend so dicht dran wie lange nicht mehr. Für das Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven hatte der Basketball-Zweitligist 2928 Karten verkauft – für Rasta und für die gesamte ProA eine neue Rekordkulisse in dieser Saison.

Dass sich die Corona-Lage zuletzt bundesweit verschärft hat, spiegelte sich an der Pariser Straße nicht wirklich wider. Aber: Im Vergleich zu den vorangegangenen Partien trugen mehr Besucher eine Maske, was bei der aktuellen Anwendung des 2G-Modells keine Pflicht ist. Und: Am Samstagvormittag hatte Rasta den Fans erstmals via Facebook, Instagram und Co. einen freiwilligen Corona-Schnelltest ans Herz gelegt, „um einen unbeschwerten Abend zu verleben“.

Erstaunlich: Seit Donnerstagmittag hatte der Kartenvorverkauf für das Bremerhaven-Spiel „spürbar angezogen“, so Rastas Ticket-Manager Max Hansjürgens. Nicht auszuschließen, dass der eine oder andere Fan noch mal in die Halle wollte, bevor sich die Verfügungslage möglicherweise ändert.

2G-Plus-Vorschlag stößt nicht auf Widerstand

War es vielleicht das vorerst letzte Spiel mit einer Maximalauslastung von 3140 Zuschauern? „Wir müssen abwarten, aber die Möglichkeit besteht“, sagt Rastas Klubchef Stefan Niemeyer: „Keiner weiß, was kommt.“ Das Stochern im Nebel, das bereits vor der Saison einige schlaflose Nächte zur Folge hatte, geht in die nächste Runde. „Natürlich mache ich mir Sorgen“, so. Niemeyer. Er denkt dabei auch an den Aufruf des Robert-Koch-Instituts (RKI), Großveranstaltungen abzusagen.

Die Ankündigung der Politik, dass beim Zugang zu öffentlichen Veranstaltungen wie Sportevents die 2G-Plus-Regel greifen soll, stößt bei Niemeyer nicht auf Widerstand. Er kann sich gut vorstellen, dass künftig nur noch Geimpfte und Genesene mit einem zusätzlichen Corona-Test Einlass in den Rasta-Dome bekommen. „Wenn es die Sicherheit erhöht und realisierbar ist, sind wir dabei“, sagt Niemeyer. Hauptsache nicht schon wieder Geisterspiele wie 20/21, als Rasta in 17 BBL- und drei Pokalspielen auf die wichtige Unterstützung der zahlenden Kundschaft verzichten musste. Niemeyer hofft auf eine „Erhöhung der Test-Kapazitäten vor Ort“, er sieht aber auch die „Schwierigkeiten der Realisierung“ und die „Gefahr, dass die Leute bei 2G-Plus vielleicht nicht kommen“.

Rasta absolviert sein nächstes Heimspiel erst am 4. Dezember – genug Zeit also, um die weiteren Corona-Entwicklungen zu beobachten. Angesichts der bevorstehenden Ministerpräsidenten-Konferenz am kommenden Donnerstag hat Rasta den für Montag geplanten Start des Einzelkartenverkaufs für die restlichen neun Heimspiele ab dem 18. Dezember um eine Woche nach hinten verschoben – auf den 22. November (17.00 Uhr). Auch der für Anfang Dezember geplante Einzug der Dauerkarten-Preise (2. Rate für die alten Abo-Tickets, 1. Rate für die neuen Dauerkarten ab dem 18. Dezember) soll erst dann erfolgen, wenn es mehr Gewissheit gibt.

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