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Rasta Vechta macht aus seinen Ambitionen keinen Hehl

Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele sagt bei der Open-Air-Teampräsentation: „Wir wollen zurück in die BBL.“ Der Basketball-Zweitligist hat zudem einen neuen Leiter der Geschäftsstelle.

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Eine Viererkette im Basketball: Rastas neuer Trainerstab mit – von links – Rückkehrer Miguel Zapata, Chefcoach Ty Harrelson, Marius Graf und Domenik Theodorou. Zapata (Hamburg Towers) und Theodorou (Bamberg) waren zuletzt in der BBL tätig. Foto: Bente

Eine Viererkette im Basketball: Rastas neuer Trainerstab mit – von links – Rückkehrer Miguel Zapata, Chefcoach Ty Harrelson, Marius Graf und Domenik Theodorou. Zapata (Hamburg Towers) und Theodorou (Bamberg) waren zuletzt in der BBL tätig. Foto: Bente

Als die kleine Talkrunde zur Einstimmung auf die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProA vorbei war, wartete ein sommerliches Fingerfood-Büfett auf die Gäste-Schar. Und die Schattenplätze im Park der Krankenversicherung Alte Oldenburger waren auch nach dem offiziellen Teil der Auftaktpressekonferenz von Rasta Vechta sehr begehrt – kein Wunder bei rund 30 Grad, die sich zwischen den kleinen Bäumen und Sträuchern auch so anfühlten.

Ab Oktober, wenn Rasta seine sechste ProA-Saison in Angriff nimmt, soll's dann im Dome wieder richtig heiß werden. Und die Messlatte liegt hoch. Der Ex-Erstligist, der die verkorkste Vorsaison (nur 12. Platz) unbedingt ausradieren will, macht aus seinen Ambitionen für die Serie 22/23 keinen Hehl. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“, sagte Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele in Anwesenheit des neuformierten Teams und der Vertreter der Top-30-Sponsoren. Und kurz danach ergänzte der 42-Jährige noch: „Wir wollen zurück in die BBL.“

Worte, die auch zu den Ansprüchen von Rastas Geschäftsführer Stefan Niemeyer passen. „Wir haben einen sehr guten Ruf. Und wir gehören, zumindest hin und wieder, in die 1. Liga“, sagte der Klubchef und erzählte noch die Anekdote von einem gemeinsamen Flug mit Bayern-Star Paul Zipser, der beim Stichwort Vechta sagte: „Wo es in der Halle so schön laut ist.“

Für Groningen-Spiel am Samstag sind 852 Tickets weg

Niemeyer hofft auf die Rückkehr der Hexenkessel-Atmosphäre an der Pariser Straße: „Es ist mein größter Wunsch, dass die Leute wieder in die Halle kommen.“ Es ist eine große Herausforderung, das ist ihm bewusst. Mit Blick auf zwei trostlose Jahre in Serie mit dem BBL-Abstieg 2021, dem Verpassen der ProA-Playoffs 2022 und Corona als treuem Begleiter meinte Niemeyer noch: „Für uns ist es jetzt sehr wichtig, dass wir wieder Erfolg haben.“

Rasta Vechta gab am Dienstagnachmittag zudem bekannt, dass aktuell 2267 Dauerkarten vergeben sind. Eine Zahl, die Niemeyer strahlen ließ. „Damit hab' ich nicht gerechnet“, sagte er und gab zu, einen Absturz auf 1500 Saisontickets befürchtet zu haben. Die Nervosität, die er rund um das Kündigungsdatum für die Dauerkarten gespürt habe, hat sich in Luft aufgelöst.

Die Neugierde auf das neue Team, das am Dienstagvormittag seine 13. Einheit in der laufenden Saisonvorbereitung absolviert hatte, spiegelt sich auch im Ticketing für das erste Testspiel am Samstagabend (27. August, 19.00 Uhr) gegen den niederländischen Erstligisten Donar Groningen wider. 852 Karten wurden von den Fans aktiviert, wobei die Dauerkarten-Inhaber freien Eintritt haben. Für den zweiten Heim-Test mit Fans am 17. September gegen Landstede sind 519 Karten weg.

Dank der Unterstützung der Fans und der Sponsoren sei Rasta abermals gut aufgestellt und demnach gerüstet für die nähere Zukunft, so Niemeyer. Er sei „frohen Mutes“, dass Rasta den Etat des Vorjahres wieder erreicht – also „mit einer 3 vor dem Komma“.

Niemeyer deutete zudem an, dass der Klub weiter bemüht sei, sich noch professioneller aufzustellen. Dazu passt der Aufstieg des Farmteams in die 2. Liga ProB Nord, die Ankündigung eines sozialen Projekts und die Verstärkung des Teams hinter dem Team.

In diesem Zusammenhang bestätigte Niemeyer auch, dass der ehemalige Marketing-Manager Raphael Dornieden zu Rasta zurückkehrt. Der Ex-Fußball-Trainer des VfL Oythe, der zuletzt beim Regionalliga-Absteiger SF Lotte als Marketing-Geschäftsführer tätig war, leitet ab 1. September Rastas Geschäftsstelle.

Aus dem neuen Team – sechs Neuzugänge, vier Profis aus der Vorsaison sowie vier Youngster – kamen die Wolf-Brüder Enosch und Julius zu Wort. Dass sie nun erstmals zusammenspielen, freut die beiden Big Men sehr. „Das tut uns gut“, sagte Julius Wolf und ergänzte mit Blick auf die Umsetzung der hohen Ziele: „Ich bin sehr positiv gestimmt.“ Auch Enosch Wolf, aus Trier gekommen, sieht „extrem viel Potenzial“ in der Mannschaft, gab aber auch zu bedenken: „Die ProA ist in den letzten Jahren immer stärker und ausgeglichener geworden.“ Das Ziel sei aber ganz klar: „Wir wollen oben angreifen.“ Sprach es – und wählte nach seinem letzten Statement wieder einen Platz im Schatten.

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