Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Rasta Vechta geht mit „Jan und Libett“ auf Tour

Im Rahmen des Sponsoren-Abends hat der Basketball-Zweitligist seine neuen Trikots präsentiert und ehrgeizige Ziele formuliert. Und an der Pariser Straße wird weiter investiert.

Artikel teilen:
Gruppenbild mit „Trikot-Models“: Von links Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele, Geschäftsführer Stefan Niemeyer und Neu-Coach Ty Harrelson. Auswärts spielt Rasta Vechta künftig in grauen Trikots, daheim gilt weiter die „Alarmstufe Orange“. Foto: Bente

Gruppenbild mit „Trikot-Models“: Von links Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele, Geschäftsführer Stefan Niemeyer und Neu-Coach Ty Harrelson. Auswärts spielt Rasta Vechta künftig in grauen Trikots, daheim gilt weiter die „Alarmstufe Orange“. Foto: Bente

Es war sein erster größerer Auftritt in der neuen Heimat – und er meisterte ihn mit Bravour. Ty Harrelson, der neue Trainer von Rasta Vechta, hatte beim Sponsoren-Abend des Basketball-Zweitligisten in der neuen Präsentationshalle des Autohauses Anders gleich ein „Moin“ parat, als ein anderer Gast ihn begrüßte. Der jungen Dame mit dem Fingerfood-Tablett, die gerade Datteln im Speckmantel servierte, rief er ein „Dankeschön“ zu. Und später, bei der kleinen Talkrunde mit Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele und Moderator Jochen Steinkamp, mussten die Fragen nicht ins Englische übersetzt werden.

„Ein bisschen Deutsch ist hängengeblieben“, sagte der 41-Jährige, um dann aber mit Ausnahme von zwei, drei Sätzen doch auf Englisch zu antworten: „Ich versuche, es aufzufrischen.“ Harrelson, ein Amerikaner aus Houston/Texas, der auch die australische Staatsbürgerschaft hat, blickt auf viereinhalb Jahre in Deutschland zurück – vier als Zweitliga-Spieler in Langen, Bayreuth und Osnabrück sowie sechs Monate als Coach in Langen.

Beim „Saison Tip-Off“ in Vechta mit 94 Gästen aus Rastas Sponsoren-Landschaft bekam Harrelson auch das neue Outfit zu Gesicht. Das Heimtrikot von Rasta Vechta ist weiter orange, das Auswärtsshirt nun grau statt schwarz. „Sieht super aus. Ich freue mich auf einen Dome in Orange“, so Harrelson. Hauptsponsor Miavit ist wieder auf der Brust vertreten und löst „CamEnergy“ aus der Miavit-Gruppe ab.

Stoppelmarkt-Paar auf den Auswärtstrikots

Neu: Das Logo der Stadt Vechta ist als Silhouette auf dem Heimtrikot zu sehen, während die beiden Stoppelmarkt-Kultfiguren Jan und Libett mit ihren Luftballons auf dem Auswärtsjersey zu erkennen sind. „Die Applikationen stehen für eine hohe Identifikation mit Vechta“, erklärte Rastas Marketing-Manager Dennis Bünger.

Nach dessen Einführung in den Abend stand Rasta Vechtas Geschäftsführer Stefan Niemeyer Rede und Antwort. Er unterstrich die starke Bindung zu Rasta („Als Familie stehen wir weiter zu 100 Prozent dahinter. Wir fahren unser Engagement nicht zurück, ganz im Gegenteil“) und kündigte einen Etat an, „der nicht schlechter ist als im Vorjahr“. Den Sponsoren und Fans sei er „extrem dankbar“.

Der Tatendrang ist groß. Nach der verkorksten Saison 21/22 mit Abstiegskampf und dem Verpassen der Playoffs als Tabellen-12. will Rasta wieder vorne mitmischen. „Gas geben“ sei angesagt, meinte Niemeyer kurz und knapp. Im Oldenburger Münsterland sei man leistungsorientiert, man wolle immer das rausholen, was maximal möglich ist.

Dass im Dome eine halbe Million Euro in eine neue, BBL-taugliche Lichttechnik investiert wird, sei „ein Signal“. Niemeyer ergänzte zudem mit Blick auf die Infrastruktur an der Pariser Straße mit Dome, Gym und Geschäftsstelle: „Da wird sich auch noch was tun.“ Details nannte er nicht. Nach OM-Medien-Informationen liebäugelt der Klub mit einer weiteren Trainingshalle.

„Wir stellen das Team so zusammen, dass wir auch sagen können: Wir wollen aufsteigen!“Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele.

Kersten-Thiele, der am Donnerstag mit Harrelson sowie den beiden Co-Trainern Miguel Zapata und Marius Graf zur NBA Summer League nach Las Vegas reist (bis 14. Juli), sagte derweil über die Ambitionen: „Wir stellen das Team so zusammen, dass wir auch sagen können: Wir wollen aufsteigen! Es sind alles erfolgshungrige Spieler, die wir da holen. Sie wollen etwas erreichen, richtig was reißen.“

Ab Montag gibt's neue Dauerkarten

Harrelson stand daneben, nickte zustimmend und formulierte zudem das Ziel, „das beste Defense-Team der Liga“ werden zu wollen. Niemeyer stellte dem 42-jährigen Sportdirektor aus Meerbusch bei Düsseldorf ein gutes Zwischenzeugnis aus. „Kunn leiper!“, sagte er auf Platt und mit einem Grinsen. Kunn leiper – könnte schlechter. „Das ist hier im Oldenburger Münsterland ja das höchste Lob“, so Niemeyer.

Neben der Bekanntgabe des dritten Neuzugangs (Chavares Flanigan aus Paderborn) sickerte am Rande des Sponsoren-Events auch durch, dass bis zum Stichtag 30. Juni insgesamt 243 Dauerkarten gekündigt wurden. Damit sind's aktuell 2196 Saisontickets für 22/23. Am Montag um 10.00 Uhr startet Rasta den Verkauf von neuen Dauerkarten in allen Kategorien und ist sehr gespannt, ob die Kündigungsquote kompensiert werden kann. Für Dauerkarten-Inhaber hatte Rasta Ende Mai ein Maßnahmen-Paket geschnürt, um sie nicht zu verlieren.

Die Einzelkarten sind in allen sechs Kategorien günstiger als in der Vorsaison. Ein Novum seit 2012, seit der Eröffnung des Rasta-Domes. Eine Reduzierung der Einzelkarten-Preise hatte es selbst nach den drei Erstliga-Abstiegen 2014, 2017 und 2021 nicht gegeben. Niemeyer deutete am Dienstagabend an, dass er für diesen Schritt nicht gleich Feuer und Flamme war. „Aber ich hab' mich überzeugen lassen“, sagte er und ergänzte: „Ja, es ist das richtige Zeichen.“

Zeit für ein Update! Mit der jüngsten Überarbeitung unserer App haben wir das Nachrichten-Erlebnis auf dem Smartphone weiter verbessert und ausgebaut. Jetzt im Google-Playstore und im  Apple App-Store updaten oder downloaden.

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Rasta Vechta geht mit „Jan und Libett“ auf Tour - OM online