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Rasta Vechta freut sich über ein "perfektes Wochenende"

Nach dem Aufstieg der zweiten Mannschaft in die 2. Basketball-Bundesliga ProB sprechen Geschäftsführer Stefan Niemeyer und Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele über die Chancen für den Standort.

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Der Coach und sein Allrounder: Rasta-II-Trainer Hendrik Gruhn mit Marshawn Blackmon im ersten Finale. Foto: Neddermann

Der Coach und sein Allrounder: Rasta-II-Trainer Hendrik Gruhn mit Marshawn Blackmon im ersten Finale. Foto: Neddermann

Als Stefan Niemeyer am späten Sonntagabend aus Aschersleben zurück war und ein letztes Mal auf sein Handy schaute, gab's auch eine Nachricht aus Hamburg. Pedro Calles, Coach der Towers und von 2015 bis 2020 in Vechta tätig, meldete sich nach dem eigenen Coup gegen den FC Bayern und gratulierte seinem früheren Klub Rasta Vechta zum Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB. „Es gab unheimlich viele Nachrichten“, sagte Rastas Geschäftsführer Niemeyer am Tag nach dem Gewinn der Meisterschaft von Rasta II in der 1. Regionalliga.

Rastas ProA-Farmteam hatte am frühen Sonntagabend mit einem 80:78-Sieg nach Verlängerung bei den Aschersleben Tigers die Best-of-3-Finalserie mit 2:0 für sich entschieden und damit das Ticket für die ProB gelöst. „Das war ein richtig schönes Wochenende, es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte Niemeyer und ergänzte: „Wir ernten jetzt die Früchte der Arbeit der letzten Jahre. Was die Jungs an den drei Tagen geleistet haben, war einfach klasse.“

Am Freitagabend hatte Rasta II das erste Playoff-Finale gegen die Aschersleben Tigers mit 70:68 gewonnen, am Samstagnachmittag qualifizierte sich dann die U 19 der Young Rasta Dragons mit einem 75:72-Sieg in Paderborn zum dritten Mal nach 2017 und 2018 für das Top 4 der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga (21./22. Mai in Frankfurt), ehe Rasta II am Sonntag in Sachsen-Anhalt das laut Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele „perfekte Wochenende“ krönte.

Das Gruhn-Team gewann 26 von 31 Partien

Das Regio-Team von Coach Hendrik Gruhn, der auch die U-19-Crew trainiert, gewann in dieser Serie 26 seiner 31 Partien und blieb in allen 16 Heimspielen ungeschlagen. „Das war schon beeindruckend“, sagte Niemeyer. Die drei Playoff-Festabende im Dome mit 450 bzw. 657 Zuschauern in den beiden Halbfinal-Heimspielen gegen Neustadt sowie 817 Fans gegen Aschersleben ließen so manches Frusterlebnis aus der Zweitliga-Saison vergessen.

Rasta I in der ProA, Rasta II in der ProB – für Niemeyer eine Konstellation, „die uns riesige Perspektiven und Chancen eröffnet, um unser Projekt weiter nach vorne zu treiben“. Vechta sei für Talente jetzt noch reizvoller. Kersten-Thiele sieht's genauso („Der Standort ist noch attraktiver geworden“), er freut sich über „viele Möglichkeiten“ und sagt: „Wir bieten den jungen Leuten eine tolle Plattform, um auf hohem Niveau zu spielen.“ Der ProB-Aufstieg, der sich laut Niemeyer in den letzten zwei, drei Jahren zu einem konkreten Ziel entwickelt hat, biete auch die Chance, „junge Spieler länger zu halten“.

Dass die Kombination ProA/ProB finanziell und organisatorisch eine große Herausforderung ist, streitet Niemeyer nicht ab. Er relativiert aber: „Die Regionalliga hat auch Geld gekostet. Das Upgrade ist jetzt nicht mehr so gravierend.“ Und: Die Chancen, die sich ergeben, seien deutlich größer als das Risiko.

Sportdirektor Kersten-Thiele steht nun vor der Aufgabe, zwei konkurrenzfähige Kader mit möglichst hoher Durchlässigkeit zusammenzustellen. Niemeyer betont in diesem Zusammenhang: „13 Profis nur für die ProA wird es nicht noch mal geben.“ Klar ist auch: Das ProA-Team, für das noch ein neuer Trainer als Nachfolger von Vladimir Lucic gesucht wird, soll um den BBL-Aufstieg mitspielen, während in der ProB „der Ausbildungsgedanke klar im Vordergrund steht“, so Kersten-Thiele.

Parallel zu den Weichenstellungen des Sportdirektors bereitet sich die U 19 auf das NBBL-Finalturnier in Frankfurt vor. Weitere Teilnehmer am Top 4 am Main sind Alba Berlin, Titelverteidiger Bayern München und Ulm. Das Halbfinale wird ausgelost. Niemeyer: „Mit Bayern, Alba und Ulm in einem Atemzug genannt zu werden, zeigt, was wir in den letzten Jahren in der Jugendarbeit geleistet haben.“

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