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Rasta Vechta: Der neue Anführer ist da

Der Basketball-Zweitligist ist auf der Suche nach einem neuen Spielmacher fündig geworden: Die Wahl fiel auf Jordan Johnson. Der 27 Jahre alte Amerikaner spielte zuletzt in Glasgow.

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Rastas neuer Spielmacher: Point Guard Jordan Johnson (links), hier im Trikot der Landstede Hammers im Fiba-Europe-Cup-Duell mit Keravnos' Josh Hagins, wechselt an die Pariser Straße. Foto: Fiba

Rastas neuer Spielmacher: Point Guard Jordan Johnson (links), hier im Trikot der Landstede Hammers im Fiba-Europe-Cup-Duell mit Keravnos' Josh Hagins, wechselt an die Pariser Straße. Foto: Fiba

Der letzte Volltreffer auf der Point-Guard-Position? Man muss im Personal-Wirrwarr von Rasta Vechta schon tief graben, um einen Taktgeber zu finden, der den Laden im Griff hatte, der als Anführer tadellos funktionierte. Stefan Peno? Nein, selten ein Faktor, unter dem Strich ein Fehlgriff. Jean Salumu? Einige Highlight-Spiele, aber oft verletzt. Ikenna Iroegbu? Nur vier Spiele da, das sagt alles. Jannes Hundt? Bemüht, aber irgendwie glücklos. Carlos Medlock? Kaum da, schon wieder weg, ein fataler Irrtum. James Washington? Große Schwankungen, solide Werte, mehr nicht. Und Sa'eed Nelson? Nach langer Verletzungspause mit Licht und Schatten.

Die letzten Spielmacher, die die Rasta-Fans ohne Einschränkung begeisterten, waren Steve Vasturia und Jordan Davis in der BBL- und Europacup-Serie 19/20. Dann kam die Corona-Krise inklusive der eingangs erwähnten Point-Guard-Misere. Und nun? Neue Saison, neuer Versuch. Am Montagnachmittag gab Rasta Vechta den Namen des Anführers für die Spielzeit 22/23 in der 2. Basketball-Bundesliga ProA bekannt. Der Klub hat Jordan Johnson verpflichtet. Der 27 Jahre alte Amerikaner, der in der vergangenen Saison für die Glasgow Rocks in der British Basketball League spielte, ist Rastas zweiter Neuzugang nach Center Enosch Wolf (31/aus Trier).

„Wir haben einen Point Guard mit einem großen Antrieb gesucht und den in Jordan gefunden“, sagte Rastas Coach Ty Harrelson: „Er kann verteidigen, punkten und den Ball verteilen.“ Johnson sei der „verlängerte Arm des Trainerstabs“, so Harrelson über seinen Spielmacher: „Je erfahrener er ist, desto besser kommuniziert er auf dem Feld.“

Johnson holte 2019 den Titel in der NBA G-League

Johnson, 1,80 m groß und in Waukegan/Illinois geboren, ist seit 2018 als Profi unterwegs. In seiner ersten Saison gewann er mit den Rio Grande Valley Vipers, dem Farmteam der Houston Rockets, die NBA G-League. Mit 15,4 Punkten (Dreier-Quote von 52,6 Prozent), 4,4 Assists und 4,2 Rebounds pro Partie hatte er einen großen Anteil am Titel. Einer seiner Teamkollegen war der frühere Artland-Dragons-Akteur Isaiah Hartenstein, der inzwischen als Center bei den L.A. Clippers spielt. „Wir sind gut befreundet“, sagte Johnson: „Wir sprachen über Rasta und er gab mir großartige Einblicke.“

In der Saison 19/20 spielte der Guard zunächst in den Niederlanden für die Landstede Hammers Zwolle (16,7 Punkte und 4,8 Assists pro Spiel) und hatte dort auch sechs Einsätze im Fiba Europe Cup (14,7/4,5). Nach dem Ausscheiden aus dem Europacup wechselte Johnson in den Kosovo und gewann mit Sigel Pristina das Double aus Liga und Pokal (19,3/6,3). 20/21 setzte der Guard dann aus.

In der letzten Saison brachte Johnson die Glasgow Rocks in Liga und Pokal jeweils ins Halbfinale. Der 27-Jährige machte 40 Spiele für die Schotten und kam dabei im Schnitt auf 18,2 Punkte (Dreier-Quote von 37,2 Prozent) und 8,2 Assists. „Jordan musste schon sein ganzes Basketball-Leben lang hart arbeiten und sich immer wieder beweisen, weil er mit seinen 1,80 m nicht zu den Großen auf seiner Position gehört. Letztlich waren seine Leistungen in Europa beeindruckend“, so Harrelson. Und er ergänzte geradezu euphorisch: „Ich kann nur jedem Fan empfehlen, sich eine Eintrittskarte zu kaufen, denn Jordan Johnson zuzusehen, macht Spaß.“

Johnson sagte über seine Rolle: „Auf dem Feld will ich meine Mitspieler glücklich machen, ich sehe mich als Organisator des Spiels. Also muss ich zusehen, dass ich sie in gute Positionen bringe, eigene Abschlüsse sind zweitrangig.“ Für die neue Saison mit Rasta hat er sich hohe Ziele gesteckt: „Ich erwarte von uns, dass wir viele Spiele gewinnen werden und die Meisterschaft holen wollen, damit wir in die BBL aufsteigen können.“


Rasta Vechta ProA-Saison 2022/23

  • Spielerkader: Neuzugänge: Enosch Wolf (31), Jordan Johnson (27/USA); Verträge verlängert: Robin Lodders (27), Joel Aminu (25), Joschka Ferner (26), Tajuan Agee (24/USA).
  • Trainerstab: Cheftrainer: Ty Harrelson (41/USA); Co-Trainer: Miguel Zapata (42/ESP), Marius Graf (31); Athletikcoach: Domenik Theodorou (36).

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