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Rasta Vechta arbeitet an einer passenden Antwort

Nach dem Rückschlag in Paderborn geht's für die Zweitliga-Basketballer am Samstagabend gegen Karlsruhe weiter. OM-Online hat im Vorfeld mit Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele gesprochen.

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Schwerer Wurf mit links: Rastas Joschka Ferner (rechts) gegen den Paderborner Jens Großmann. Für Ferner und Co. geht's am Samstag gegen Karlsruhe weiter. Foto: Ulrich Petzold

Schwerer Wurf mit links: Rastas Joschka Ferner (rechts) gegen den Paderborner Jens Großmann. Für Ferner und Co. geht's am Samstag gegen Karlsruhe weiter. Foto: Ulrich Petzold

Die schöne Siegesserie ist gerissen, sie haben einen neuen Startrekord verpasst und Platz eins mussten sie auch noch abgeben: Für die Basketballer von Rasta Vechta verlief das vergangene Wochenende in der 2. Bundesliga ProA alles andere als nach Plan. Beim Tabellenzweiten drängen sich nun ein paar Fragen auf: Wie hat Rasta den ärgerlichen 80:86-Dämpfer bei den Uni Baskets Paderborn verkraftet? War es nach sieben Siegen in Serie nur ein Ausrutscher oder doch mehr? Kehrt der BBL-Anwärter schnell wieder in die Erfolgsspur zurück?

Antworten gibt's am Samstagabend ab 19.30 Uhr, wenn Rasta daheim auf die PS Karlsruhe Lions trifft. Rastas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele hat sich natürlich über den Rückschlag in Paderborn geärgert („Weil es einfach unnötig war“), er sagt aber auch: „Wir sollten das letzte Spiel nicht überbewerten. Keiner hat gedacht, dass wir ohne Niederlage durch die Saison segeln. So etwas passiert. Wir müssen jetzt nur die richtigen Schlüsse daraus ziehen und einige Dinge in Zukunft besser machen.“

Kersten-Thiele ist guter Hoffnung, dass das Team „wachgerüttelt“ wurde, dass es im neunten ProA-Duell mit den Karlsruhe Lions (bisher 6:2 für Rasta) eine passende Antwort gibt. Die Trainingswoche sei „sehr intensiv“ gewesen. Die Analyse des Paderborn-Spiel habe unterdessen ergeben, „dass ein paar Dinge nicht so ineinandergegriffen haben“, sagt Kersten-Thiele. Und er ergänzt: „Offensiv wollten wir zu oft mit dem Kopf durch die Wand. Wir haben unsere Plays nicht mehr gesucht und durchgezogen. Und defensiv wurde der letzte Schritt nicht mehr gemacht.“

Dass mit Point Guard Jordan Johnson sowie den erfahrenen Wolf-Brüdern Enosch und Julius gleich drei Neuzugänge noch ihre Rolle suchen, streitet Kersten-Thiele nicht ab. Er springt dem Trio, das in Paderborn zusammen nur auf sieben Punkte, einen Assist und drei Rebounds kam, aber auch zur Seite: „Es ist nicht so leicht, mit dieser Tiefe im Kader umzugehen. Man darf die Situation nicht unterschätzen. Was für uns wichtig ist: Sie arbeiten alle hart im Training. Wir müssen als Team wachsen, und das gilt für alle.“ Klar ist auch: Es ist aktuell ein Klagen auf hohem Niveau. Mit sieben Siegen und nur einer Niederlage steht Rasta glänzend da. Kein Vergleich zum Vorjahr, als es nach acht Spieltagen eine magere 2:6-Bilanz gab.

Der sportliche Aufschwung an der Pariser Straße macht sich auch im Ticketverkauf bemerkbar. Am Donnerstagvormittag waren bereits 2735 Karten für das Karlsruhe-Spiel vergriffen. Gut möglich, dass es im fünften Heimspiel der Saison die bislang beste Kulisse gibt (zuvor 2845, 2816, 3008 und 2819). Danach folgen die Topspiele gegen Gießen (11.12.), Tübingen (7.1.) und Jena (14.1.), dazwischen liegt das Weihnachtsspiel gegen Düsseldorf (28.12.). Kurzum: Das erste Mal „Ausverkauft“ seit dem 29. Februar 2020 rückt näher.

Zurück zu den Post Südstadt Karlsruhe Lions: Die Badener reisen mit viel Selbstvertrauen an. Die letzten drei Partien gegen Gießen (89:83), bei den Dresden Titans (76:74) und gegen den VfL Bochum (103:79) wurden gewonnen. „Lions-Express rollt“, hielt der Klub nach dem jüngsten Feuerwerk fest. Mit zehn Punkten gehört Karlsruhe nun jenem Sextett an, das hinter dem Topduo Tübingen/Vechta auf der Lauer liegt.

Der Topscorer der Lions ist Ex-BBL-Spieler Bazoumana Kone mit 17,7 Punkten pro Partie, gefolgt von Maurice Pluskota (15,4) und Lovell Cabbil (14,4). Letzterer ist übrigens der einzige Amerikaner bei den Löwen, die vier anderen Ausländerspots besetzen die Kroaten Darko Bajo und Ivan Karacic sowie der Franzose Marc-Antoine Loemba und der Italiener Lorenzo Cugini (12,8), der das Topscorer-Quartett komplettiert.

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