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Rasta Vechta: Aggressivität bringt die Wende

Der heimische Basketball-Zweitligist schafft gegen Bochum eine starke Aufholjagd. Hier gibt's die Stimmen von Joschka Ferner, Tyrone Nash, Ex-Rasta-Guard Niklas Geske und den beiden Trainern.

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Starker Auftritt: Rastas Joel Aminu (links) gegen Bochums Miguel Servera Rodriguez. Foto: Schikora

Starker Auftritt: Rastas Joel Aminu (links) gegen Bochums Miguel Servera Rodriguez. Foto: Schikora

Der Rückstand zur Pause war üppig, aber von Panik keine Spur. „Wir sind in der Kabine ruhig geblieben“, sagte Tyrone Nash. Und das, was der Big Man von Rasta Vechta nach dem 91:82-Sieg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen den VfL Bochum zu Protokoll gab, klang so leicht, so selbstverständlich: „Wir wussten, dass sie nicht so weiter treffen werden, wenn wir uns defensiv steigern. So ist es dann ja auch gekommen.“

Mit 42:54 lag Rasta Vechta zur Pause zurück, vor allem das zweite Viertel (15:32) und die famose Dreier-Quote von Bochum (10/18) gaben Anlass zur Sorge. Rastas Trainer Vladimir Lucic sagte später zufrieden: „Wir haben es geschafft, zusammenzubleiben. Bochum hat in der ersten Halbzeit, vor allem im zweiten Viertel, ein paar sehr schwere Würfe getroffen. Die Umstellung in der Defense hat dann gut funktioniert.“

Die taktischen Kniffe des Serben lobte auch dessen Amtskollege Felix Banobre bei der Verabschiedung nach der Pressekonferenz („You did a great job“). Und der Spanier ergänzte: „Gratulation an Vechta, die ein richtig gutes Comeback geschafft haben. Sie haben hart gekämpft und dann wie das Team ausgesehen, das es eigentlich ist.“

„Im dritten Viertel haben wir dann endlich Zugriff bekommen – das war der Schlüssel zum Sieg.“Rastas Joschka Ferner

Rastas Joschka Ferner, der zwei wichtige Dreier (zum 62:65 und 76:70) zur Vollgas-Wende vom 50:64 zum 80:70 beigesteuert hatte, sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, den Rhythmus von Bochum zu brechen. Im dritten Viertel haben wir dann endlich Zugriff bekommen – das war der Schlüssel zum Sieg.“ Nach dem 67:70 im Hinspiel gewann Rasta auch den direkten Vergleich.

Bochum, angereist mit dem Selbstvertrauen von vier Siegen in Folge, aber zum dritten Mal ohne seine verletzten Topscorer Dominic Green und Tony Hicks, überzeugte 20 Minuten lang mit schnörkellosem Team-Basketball. „Wir haben in allen Belangen dominiert“, so Banobre, der erneut fünf deutsche Spieler in der Starting Five aufbot.

VfL-Guard Niklas Geske, 16/17 für Rasta in der BBL aktiv und an alter Wirkungsstätte mit 21 Punkten, acht Assists und vier Steals der beste Bochumer, sagte: „Wir haben den Schwung aus den letzten Spielen mitgenommen. Wir wussten, dass es auch ohne Dominic und Tony geht. In der zweiten Halbzeit sind wir dann aber nicht mit der Aggressivität von Rasta klargekommen. Wir sind an der Physis gescheitert.“ Banobre ergänzte: „Wir haben etwas die Konzentration verloren.“

Rasta übernahm ab Mitte des dritten Viertels das Kommando, angeführt von Joel Aminu. Drei Tage nach seiner 29-Punkte-Gala in Bremerhaven legte der Guard einen „tollen Auftritt“ (Lucic) mit 23 Punkten und neun Rebounds nach. Kapitän Josh Young überzeugte indes mit 19 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists.

Lucic freute sich über einen „großen Schritt“ für den Klassenerhalt. Als er das sagte, wusste er bereits, dass die Artland Dragons beim Debüt von Coach Patrick Flomo mit dem 88:115 gegen Bremerhaven ihre siebte Pleite in Serie kassiert hatten. Rasta liegt nun acht Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

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